2007 September

Hard Fi: Once Upon a Time in the West

Indie-Pop, Warner Music, VÖ: 31.8.

„Stars of CCTV“ war das Überraschungsalbum des Jahres 2005. Überall schlug diese Platte ein wie ein musikalischer Sprengkörper. Vor allem in der Heimat England landeten die Jungs von Hard-Fi gleich vier UK-Top-20-Singles, sie waren quasi die Band des Volkes. Kein Wunder, denn die Songs von diesem Quartett kommen stets locker, ehrlich und unvoreingenommen rüber, als ob Kai, Ross, Richard und Steve im vertrauten Keller für die eigene Oma jammen würden. Jetzt heißt es „Once Upon a Time in the West“, das lang ersehnte Zweitwerk der sympathischen Briten steht an. Diesmal scheinen Hard-Fi ihr Glück und ihre Emotionen nicht nur mit der Großmutter teilen zu wollen, sondern mit der ganzen Welt. Selbstbewusst, mutig und episch sind viele der aktuellen Stücke, Chöre, Streicher und Pianopassagen tragen diesen Longplayer auf höhere Ebenen, die mehr bieten als Sing-along-Refrains für das Radio. Dieses reifere Gesicht steht Hard-Fi sehr gut und verspricht Spaß und Tiefgang zugleich. -ur