Ausgabe November 2013

Beste Bohne

Vom Koffein-Kick zum Lifestyle-Produkt – die neue Kaffeekultur ist auch in Köln angekommen.

Gliss Caffee Contor
Foto: Daniela Abels

Das Heißgetränk gestern und heute

Zu Beginn der 90er Jahre erschöpfte sich in den meisten Cafés die Auswahl koffeinhaltiger Heißgetränke auf „Tasse Kaffee“ und „Kännchen Kaffee“. Plüschige Tortentempel, die vorwiegend von Menschen im vor­­­ge­rück­ten Alter aufgesucht wurden, boten das Ganze vielleicht noch in der Variante „koffeinfrei“ an. Espresso und Cappuccino kannte man allenfalls aus dem italienischen Eiscafé und „Coffee to go“ aus amerikanischen Filmen. Heute dagegen hat das Heißgetränk einen Imagewandel zum ­Lifestyle-Produkt vollzogen. In vielen Haushalten findet man mittlerweile chromblitzende Espressomaschinen und Hightech­­Voll­automaten. In jedem Eck-Café gibt es heute mindestens Cappuccino, Milchkaffee und Latte macchiato, denen auf Wunsch noch diverse „Flavours“ beigegeben werden. Nicht nur bei den zahlreichen Coffee-Shop-Ketten kann man das Ganze noch wahlweise mit Soja- oder lactosefreier Milch haben und zwischen Kaffees aus unterschiedlichen Anbaugebieten wählen. Der Coffee-to-go-Konsument gehört längst zum morgendlichen Stadtbild.

Heilandt und die Orang-Utans

Bei dieser Entwicklung ist es nur logisch, dass sich die Menschen zunehmend dafür interessieren, was sie da eigentlich konsumieren. So ist auch an der Domstadt der Trend zur kleinen Privatrösterei nicht vorübergegangen. Viele Kaffee-Liebhaber wollen heute eben auf Nummer sicher gehen und kaufen statt im Supermarkt lieber beim Röster ihres Vertrauens ein, auch wenn dies ein wenig teurer ist. „Dabei belegt Köln im bundesweiten Vergleich noch nicht einmal den Spitzenplatz“, erklärt Marc Paluch, einer der Gesellschafter der „Heilandt Kaffeemanufaktur“. Deren Erfolgsgeschichte begann 2010 mit einem kleinen Ladenlokal im Belgischen Viertel. Dieses gibt es zwar immer noch, zusätzlich wurden aber im Frühjahr dieses Jahres neue Räumlichkeiten im Industriegebiet am Girlitzweg angemietet. Dort wird nicht nur Kaffee geröstet und verkauft, sondern es werden auch Schulungen, Workshops und Events angeboten. Die Nachfrage sei da, versichert Geschäftsführer Moritz Eylandt. Er ist, wie zwei seiner drei Mitstreiter, in der Kaffeebranche ein Quereinsteiger. Ausschlaggebend für die Unternehmensgründung, erzählt er, sei das bis dato mangelnde Angebot an wirklich guten Kaffees gewesen. Dem habe man etwas entgegensetzen wollen. Seinen jüngsten Coup landete das Heilandt-­Team erst im September dieses Jahres. Als einer von vier Anbietern in ganz Deutschland und exklusiv für Nordrhein-­Westfalen dürfen sie den aus Sumatra stammenden „Orang Utan“-­Kaffee rösten und verkaufen. Von jedem verkauften Paket gehen jeweils 50 Cent an die Bauern vor Ort und an das „Sumatran Orang­utan Conservation Programme (SOCP)“. Neben einem guten Gewissen geht es dabei auch darum, dem Kunden ein besonderes Produkt zu bieten – zu einem fairen Preis. Obwohl der Kaffee unter strengsten Auflagen angebaut und zweimal jährlich von Hand geerntet wird, kosten 250 Gramm 6 Euro und liegen damit gleichauf mit anderen Heilandt-­Kaffees. Um den außergewöhnlich runden und harmonischen Geschmack nicht zu verfälschen, wird der „Orang Utan“-­Kaffee nur sortenrein angeboten. Außerdem raten Eylandt und Paluch, ihn ohne Zucker und Milch zu trinken.

Alsen steht auf Ibiza

Fragt man hingegen Frank Alsen nach einer Verzehrvorgabe für seine favorisierte Marke „Ibiza-Kaffee“, will sich dieser nicht festlegen. „Das ist ja, als würde ich einem Weintrinker abraten, zu einem guten Rotwein ein Stück Käse zu essen.“ Den in seinem 2011 eröffneten Riehler Café angebotenen Importkaffee schätzt er gerade wegen der Eigenschaft, dass dieser schwarz ebenso gut schmeckt wie als „Café con leche“. Auch Alsen ist ein Quereinsteiger, der seine Leidenschaft zum Beruf machte. Den „Ibiza-Kaffee“ lernte der Immobilienmakler auf der Sonneninsel kennen, die er regelmäßig beruflich aufsucht. „Ich bin seit jeher ein passionierter Kaffeetrinker und habe schon immer viel ausprobiert“, berichtet er. „Bei diesem Kaffee hatte ich erstmals das Gefühl, wirklich etwas anderes in der Tasse zu haben als die mir bekannten Konkurrenzprodukte. Er beschloss, sich ein zweites Standbein aufzubauen, und darf seitdem den „Ibiza-Kaffee“ deutschlandweit exklusiv anbieten. Dabei schätzt er u.a. die Tatsache, dass das besonders runde, aromatische Geschmackserlebnis auch bei der entkoffeinierten Variante nicht geschmälert wird. Die genaue Zusammensetzung des „Ibiza-Kaffees“ bleibt dabei das Geheimnis des spanischen Rösters. Dass es die sonst nur auf der namengebenden Insel erhältliche Mischung jetzt auch in Köln gibt, sprach sich schnell herum. Besonders freut es Alsen, dass viele seiner Stammkunden Spanier sind und diesen Kaffee schon kannten. Jetzt kommen sie nicht nur aus allen Ecken Kölns nach Riehl, auch aus vielen anderen Städten hatte Alsen schon Kundschaft. Für alle, die es kräftiger mögen, hat er noch den aus Italien importierten „Don Carlos“-­Kaffee im Angebot. Dritte im Bunde ist „Alsens Kaffeemischung“, die aus beiden vorgenannten Sorten zusammengestellt wird. Für jede Kaffeesorte gibt es ein eigenes Mahlwerk, für jede Tasse werden die Bohnen frisch gemahlen. Wie steht er zu dem noch ziemlich neuen Trend zurück zum Filterkaffee? „Anfangs habe ich ihn im Café angeboten, dies aber mangels Nachfrage wieder eingestellt. Für den Haus­gebrauch ziehe ich einen guten Filterkaffee aber jeder Maschine vor.“

Kaffee von Gliss

Michael Gliss, will sich diesbezüglich nicht festlegen. „Gefilterter und maschinengebrühter Kaffee stellen für mich zwei gleichwertige Alternativen dar. Was man da bevorzugt, ist letztlich nur eine Frage des persönlichen Geschmacks.“ Gliss ist Inhaber der Gliss Caffee Gruppe Köln, zu der auch das „Gliss Caffee Contor“ an der St.-Apern-Straße gehört. 2001 legte er – als erster Deutscher – die Prüfung zum „Kaffee-Sommelier“ ab. Dass es diese Berufsbezeichnung überhaupt gibt, beweist einmal mehr den rasanten Imagewechsel, den der Kaffee hierzulande erfuhr. Gliss startete seine berufliche Laufbahn in den Achtzigern in der Hotellerie und Gastronomie. Grund für die Berufswahl war – Kaffee. „Nach dem Abitur habe ich einige Zeit in Südfrankreich verbracht“, erzählt er. „Dort wurde dem Thema Kaffee schon damals viel mehr Wertschätzung entgegengebracht als bei uns. Das hat mich so fasziniert, dass ich beschlossen habe, diese Leidenschaft zum Beruf zu machen.“ Jeden Kaffee, den er in seinem Kontor anbietet, wählt Gliss persönlich aus. „Ich beziehe nur Direktimporte, Zwi­schen­handel über Broker gibt es bei mir nicht“, versichert er. Damit aus den Rohkaffees dann aromatisch duftende braune Bohnen werden, arbeitet er seit vielen Jahren mit einem Röster seines Vertrauens. Eine Spezialität bei Gliss sind persönlich auf den Kunden zugeschnittene Kaffees – sortenrein oder als Mischung. So gibt es etwa für jedes Sternzeichen einen eigenen Kaffee. Bei der Zusammenstellung ließ Gliss sich von einer namhaften Astrologin beraten, die ansprechenden Verpackungen wurden von einem Künstler gestaltet. Auf Wunsch können sich Kunden aber auch ihren eigenen, individuellen Kaffee kreieren lassen. Doch auch wer einfach mal Lust auf guten Kaffee und eine ausführliche Beratung hat, ist jederzeit willkommen. Dabei zeigt sich einmal mehr, dass die neue Kaffeekultur sich nicht auf bestimmte Personengruppen begrenzen lässt: Es kämen durchaus nicht nur gutbetuchte Kunden im gesetzten Alter, versichert Gliss. So habe er kürzlich einen Schüler bedient, der seine Freundin zum Jahrestag mit einem besonderen Kaffee überraschen wollte. Über den Verkauf hinaus bietet Gliss in seinen firmeneigenen Show­räumen in Köln, Bensberg und künftig auch in Königsdorf Verkostungen und Seminare rund um das Thema Kaffee an. Auch beim Kauf der richtigen Kaffee­maschine arbeitet er mit festen Handelspartnern zusammen und berät die Kunden.

Dicke Maschinen

Eine gut Beratung ist auch für Sascha Farber selbstverständlich, der im Betrieb seiner Mutter Ellen Farber, „Caffè e Vita“, mit Kaffee­maschinen aller Art handelt und diese auch repariert und wartet. „Wenn Sie wirklich ‚nur‘ Kaffee kochen wollen, bekommen Sie, je nach Hersteller, schon recht gute Vollautomaten für knapp 500 Euro. Wer aber etwa eine inte­grierte Aufschäumdüse haben will, muss für ein Qualitätsprodukt schon deutlich mehr anlegen.“ Hat er die Erfahrung gemacht, dass die Menschen heute mehr Geld für Kaffee und Zubehör auszugeben bereit sind? Farber: „Eine pauschale Beurteilung ist sicher schwierig. Ich habe aber durchaus Kunden, die sich eine Kaffee­maschine etwas kosten lassen, obwohl sie nicht zu den Spitzenverdienern gehören. Die sparen richtig auf ihr Wunschmodell.“ Auf die Frage, ob er unter den Herstellern einen besonderen Favoriten hat, antwortet er diplomatisch: „Das hängt von vielen Faktoren ab, etwa von der Geräteklasse. Da einen Vergleich zu ziehen wäre in etwa so, als wollten Sie einen Fiat mit einem Mercedes vergleichen – es würde beiden nicht gerecht. Grundsätzlich gibt es aber gerade im Siebträgerbereich heute viele gute Hersteller.“ 
Daniela Abels

Adressen

Café Alsen
Hier arbeiten 16 Angestellte, davon drei Konditoren. Im Angebot sind derzeit 78 Kuchen und Torten. Demnächst wird die Küche und damit auch das Angebot an warmen Speisen erweitert.
• Stammheimer Str. 102, Tel. 0221-97 75 77 40, Ö: tägl. 10-18h, www.cafe-alsen.de

Caffè e Vita
Vertrieb und Wartung von Espresso- und Kaffeemaschinen div. Hersteller für Hausgebrauch und Gastronomie, Reparaturservice, Verkauf von Kaffee und Zubehör, Café-Bar.
• Wilhelmstr. 41, Tel. 0221-934 70 70, www.caffeeevita.de

Gliss
Vor-Ort-Verkauf von eigenen, exklusiven Röstungen, Beratung, maß­geschneiderte Mischungen, Verkostungen, Seminare, Beratung beim Maschinenkauf.
• St.-Apern-Str. 14-18, Tel. 0221-250 83 83, www.gliss.de

Heilandt
Verkauf von Kaffee und Zubehör, Beratung, Röstung von Rohkaffees, Cafébar, Verkostungen, Baristakurse.
• Girlitzweg 30, Tor 5, Tel. 0221-57 16 52 67, weiteres Lokal (ohne Rösterei) Bismarck­str. 41, www.heilandt.de

Moritz Eylandt an der Röstmaschine Foto: Daniela Abels

Moritz Eylandt an der Röstmaschine
Foto: Daniela Abels

Spezialisten in Köln

Barista Kaffeekunst
Café mit italienisch inspirierter Karte. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Kaffee und dessen Zubereitung. Der Chef ist zertifizierter Barista und bildet selbst Nachwuchs aus.
• Kyffhäuserstr. 50 (Zülpicher Viertel), Tel. 0221-27 16 20 31, www.facebook.com/cafebaristakaffeekunst

H. von Pfingsten
Kleine private Kaffeerösterei mit angeschlossenem Ladenlokal. Es wird Wert darauf gelegt, fair gehandelten Kaffee zu verarbeiten.
• Sülzburgstr. 27 (Sülz), Tel. 0221-41 65 24

Hogrebe
Kleines, aber sehr gut sortiertes Kaffee-Spezialgeschäft mit angeschlossener – bereits seit 1938 bestehender – Rösterei.
• Kalker Hauptstr. 166 (Kalk), Tel. 0221-870 29 75

Käffchen?
Große Auswahl an Röstkaffees, sortenrein oder als Mischung, Verkostungen, Barista- und andere Seminare
• Neumarkt 36-38 (Innenstadt), Tel. 0221-257 58 19, www.kaeffchen.de

moxxa – Die Rösterei
Rösterei mit angeschlossenem Café-Restaurant. Der Rohkaffee wird in fairem Direkthandel von Bauernkooperativen im mexikanischen Hochland bezogen.
• Aachener Str. 22 (Belgisches Viertel), Tel. 0221-589 41 79, www.moxxacaffe.de

Schamong
Seit Gründung im Jahr 1949 Kölns älteste Kaffeerösterei. Verkauf von Kaffee und Zubehör, Beratung, Baristakurse.
• Venloer Str. 535 (Ehrenfeld), Tel. 0221-54 49 38, www.kaffeeroester.de

The Coffee Bean & Tee Leaf
Erste Europa-Niederlassung der kalifornischen Coffee-Shop-Kette. Im Angebot sind nur fair gehandelte Kaffees, die direkt vom Hersteller bezogen und in unternehmenseigenen Röstereien weiterverarbeitet werden. Alle Mitarbeiter haben das hauseigene Barista-Diplom.
 Heumarkt 43 (Altstadt), www.coffeebean-tealeaf.de

Van Dyck
Kaffeerösterei, Shop, Barista-­Schulungen, Vermietung von Espresso-Bikes und mobilen Kaffeebars für Events, Kaffee-Abos zu vergünstigten Konditionen.
• Körnerstr. 43 (Ehrenfeld), Tel. 0221-29 83 35 52, www.vandyckkaffee.de

Cafés in Köln

Café Franck
Davon, dass hier am Wochenende abends das Kölner Partyvolk Schlange steht, ist tagsüber nichts zu merken. In plüschigem Retro-Ambiente schwelgt man zum Van-Dyck-Kaffee in einer geradezu paradiesischen Kuchen- und Tortenvielfalt von Klassikern wie gedecktem Apfelkuchen über Kindheitserinnerungen wie „Kalte Schnauze“ bis hin zu üppigen Figursünden wie Schwarzwälder Kirsch und Schoko-Sahne.
• Eichendorffstr. 30 (Ehrenfeld), Tel. 0221-716 72 10, Ö: Di-So 10-19h, www.cafe-franck.de

Café Walter
Mit der Eröffnung ihres Cafés hat sich die gelernte Hotelfachfrau Nina Gilhooley einen persönlichen Traum erfüllt: Name und Ausstattung erinnern an ihren kölschen Opa Walter. Dem irischen Teil der Familie ist das Guinness auf der Getränkekarte geschuldet. Ein Renner auf der kleinen Speisekarte ist der Salat mit selbst kreiertem Hausdressing.
 Bottmühle 13 (Südstadt), Tel. 0221-31 08 18 79, Ö: Di-So 10-19h, www.cafe-walter.de

Lieblings
Heißt nicht nur so, sondern ist wirklich ein „Lieblings“-Ort. Morgens gibt es leckere Frühstücksvarianten, mittags schmackhafte „Lieblings“-Gerichte aus Kindertagen und nachmittags fantasievolle Kuchen und Torten. Den ganzen Tag über schmecken die Quiches, Pfannkuchen und warmen Klappbrote.
• Zülpicher Str. 275 (Sülz), Tel. 0221-94 38 88 01, Ö: Mo-Sa 10-22h, So 10-19h, www.lieblings-koeln.de

Rotkehlchen
Das „Rotkehlchen“ mit seiner stets gut aufgelegten Chefin Katja „Kete“ Preising ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Neben leckeren Heißgetränken gibt es ein wechselndes Sortiment an Kuchen und Kleingebäck – darunter auch Veganes – sowie Tortenklassikern. Auch die überwiegend vegetarischen Tagesgerichte sind äußerst beliebt.
 Venloer Str. 400 (Ehrenfeld), Tel. 0178-525 45 86, Ö: Di-Fr 9-19h, Sa/So 10-19h, www.facebook.com/CafeRotkehlchen

Törtchen, Törtchen
Der jüngste Ableger der „Törtchen, Törtchen“-Familie ist im Gegensatz zu den bereits bestehenden Filialen groß genug für einen richtigen Cafébetrieb. Das A und O sind aber auch hier die wunderbaren Patisserie-Erzeugnisse: Macarons, gefüllte Liebesknochen, kunstvoll gestaltete Minitörtchen … Das hat natürlich seinen Preis, aber manchmal muss man eben „jönne könne“ – auch sich selbst.
• Apostelnstr. 19 (Innenstadt), Tel. 0221-27 25 30 81, Ö: Mo-Sa 9-19h, So 12-18h, www.toertchentoertchen.com

Wo ist Tom?
Betreiber dieses Integrationscafés – vier der derzeit 14 Mitarbeiter sind Menschen mit Behinderungen – ist die Lebenshilfe Köln gGmbH. Um den Bestellvorgang einfach zu halten, liegen überall Bestellzettel mit dem Speise- und Getränkeangebot aus, auf denenman das Gewünschte ankreuzt. Die Auswahl ist groß: Frühstücke, Snacks, Suppen, Salate, süße Versuchungen, vegane Antipasti und sogar eigene Kaffeemischungen sind zu haben.
• Zülpicher Str. 309 (Sülz), Tel. 0221-16 86 44 77, Ö: Mo-Fr 9-18.30h, Sa/So 10-17h, www.wo-ist-tom.de