Ausgabe Januar 2017

Wundertüte KOLUMBA

Anzeige: Streetart-Projekt, Konzertreihe, Jahresausstellung

Streetart-Projekt
Foto: Kolumba, Köln

Mit der notwendigen Einrüstung der Westfassade von Kolumba lief der erste Teil eines Streetart-Projektes an. Die Graffiti-Akteure vermischen Zeichen und Gestaltungsweisen der Straßenkunst mit Reflexionen von Eindrücken, die sie unter anderem bei einem Museumsbesuch sammelten. Überraschenderweise spielen sie auf Andachtsbildchen ebenso an, wie auf die Kapelle der „Madonna in den Trümmern“ und den Anspruch des Museums, ein Ort der Nachdenklichkeit zu sein. Der Bauzaun als Schauplatz verspricht im kommenden Jahr noch spannend zu werden für weitere Möglichkeiten und Kunstformen zwischen Straße und Museum.

Mitteilungen vom unteilbaren Werk Foto: Kolumba, Köln

Mitteilungen vom unteilbaren Werk
Foto: Kolumba, Köln

Ab Januar startet diese monographische Konzertreihe, in der  Pi-hsien Chen am Klavier je einen herausragenden Komponisten der europäischen Musikgeschichte präsentieren wird unter dem Gesichtspunkt seiner individuellen Eigenart, die sich im unteilbaren Werk manifestiert. Sie spürt der Frage nach, wie sich Konstruktion und Empfindung im Kunstwerk gegenseitig bedingen. „In jeder individuellen Äußerung eines Künstlers liegt ein Ein- und ein Ausschluss. Durch die Stimmigkeit und Intensität des Erlebens werden wir in ein Werk buchstäblich mit hineingenommen. Aber im selben Moment wahrt es auch Distanz und die Dignität seiner Kunst. ‚Individuum‘ kann das Ungeteilte bedeuten, aber auch das, was nicht teilnimmt. In dieser Spanne zwischen sich Öffnen und Verschließen findet unser Kunsterleben statt.“ (Pi-hsien Chen) Pi-hsien Chen entdeckt in ihrem Spiel die Gegenwart und das Zeitgenössische in klassischer Musik.

Am 26.1.2017, um 18 Uhr beginnt die Konzertreihe mit Felix Mendelssohn Bartholdys
Trios Op. 49 d-moll (1839) und Op. 66 c-moll (1845); Willi Zimmermann – Violine / Pi-Chin Chien – Violoncello.

»Me in a no-time state« – Über das Individuum
bis 14.8.2017

Archivoltenfiguren aus dem Petersportal des Kölner Domes, 1375- um 1390 Foto: Kolumba, Köln

Archivoltenfiguren aus dem Petersportal des Kölner Domes, 1375- um 1390
Foto: Kolumba, Köln

Mit der 10. Jahresausstellung geht Kolumba aufs Ganze! Jeder neuzeitliche Begriff von Kunst unterstellt die Einzigartigkeit der individuellen schöpferischen Leistung. Was liegt daher näher, als mit dem Medium Kunst über den Begriff des Individuums zu reflektieren? Mit der spätmittelalterlichen Werkgruppe der Vier Gekrönten liefert die Sammlung selbst den Anlass dazu. Anhand von Physiognomie, Gestik und Mimik, Haartracht, Mode und Accessoires werden Aussagen zu Habitus, Stand und Status getroffen, die uns grundsätzlich scheinen.

Der Ausstellungstitel bezieht sich auf eine frühe Werkgruppe von Chris Newman, die seit 1996 zur Sammlung gehört. Statt auf erlernte Professionalität vertraut er auf seine individuell entwickelten Fähigkeiten und erklärt die rückhaltlose Subjektivität zur objektivsten Form von Erkenntnis. Die am eigenen Bestand orientierte Ausstellung wird um eine große Leihgabe der Hohen Domkirche und um zwei Künstlerräume erweitert, die von Chris Newman und Martin Assig realisiert wurden. Kurt Bennings »opus magnum«, der über die Dauer von vierzig Jahren entstandenen Arbeit Burgtreswitzmensch, widmen wir eine eigene Ausstellung bis 10.7.2017.

KOLUMBA Kunstmuseum des Erzbistums Köln, Kolumbastr. 4 (Innenstadt)
Tel.: 933193-0, mail@kolumba.de, weitere Infos unter www.kolumba.de

Geöffnet Mi-So von 12 – 17h /  geschlossen am 24., 25., 31.12 und 1.1., an Karneval von Donnerstag (Weiberfastnacht) bis einschließlich Aschermittwoch, sowie für den jährlichen Ausstellungswechsel vom 1. bis 14.9.
Museumsbesuch bis 18 Jahre frei, Eintritt: Erwachsene 5€, ermäßigt 3€
Konzertbesuch bis 18 Jahre frei, Eintritt: Erwachsene 10€, ermäßigt 8€