Ausgabe April 2017

Afrika ins Kino bringen

22.4., 12h, Odeon Kino, Weitere Infos unter www.odeon-koeln.de

Ein Kino-Highlight erwartet Afrika-Interessierte an diesem Samstag im Odeon-Kino in der Kölner Südstadt: Der vielfach preisgekrönte Film „CAHIER AFRICAIN“ wird in einer Sondervorstellung gezeigt. Im Anschluss stehen Katharina Jakobs, die die Produktion des Films über mehrere Jahre betreut hat, und Philipp Hoffmann vom Weltvertrieb Rushlake Media für eine Diskussion zur Verfügung. Über 7 Jahre hinweg hat Regisseurin Heidi Specogna Frauen und Mädchen in der Zentral-Afrikanischen Republik begleitet, die Opfer von Misshandlungen und Kriegsverbrechen wurden. Statt über die Schändungen zu schweigen, legten sie Zeugnis in einem Schulheft (Cahier) ab und nahmen ihr Leben selbst in die Hand. „CAHIER AFRICAIN“ wurde mit mehreren Menschrechtspreisen ausgezeichnet und erhielt die Silberne Taube in Leipzig. Der Film gewann den Schweizer Filmpreis und ist für die Lola (Deutscher Filmpreis) als bester Dokumentarfilm nominiert, die wichtigste Auszeichnung für den Deutschen Film. Katharina Jakobs hat als Herstellungsleiterin der Produktionsfirma Filmpunkt in Köln die Abläufe dieser Langzeitproduktion koordiniert und koordinierte Dreharbeiten unter schwierigsten Umständen, denn mitten in der Produktion brach in der Zentral-Afrikanischen Republik ein Bürgerkrieg aus. Philipp Hoffmann ist Geschäftsführer der Vertriebsfirma Rushlake Media, die auf den weltweiten Vertrieb afrikanischer Filme spezialisiert ist. Die Kölner Firma ist in der Branche auch bekannt für innovative Entwicklungen zur digitalen Filmauswertung. Die Diskussion mit den beiden Filmschaffenden bietet eine einmalige Chance für einen Einblick in die Produktions- und Vertriebsbedingungen für Filme, die in Afrika produziert werden. Darüber hinaus ist „CAHIER AFRICAIN“ ein besonderes Beispiel, ein Film über Afrika erzählen kann, ohne in Klischees und Betroffenheits-Journalismus zu verfallen. Der Film entstand in Ko-Produktion mit ZDF/3-SAT und wurde von der Film- und Medienstiftung Nordrhein-Westfalen gefördert. Der Deutsche Filmpreis wird am 28. April in Berlin vergeben und wird vom ZDF übertragen.

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