Ausgabe Juli 2017

Kunstorte: Teil 1

Foto: Erik Rosenberg

In den nächsten drei Monaten präsentieren wir besondere „Kunstorte“, d.h. außergewöhnliche Orte für Kunstausstellungen in Köln und Umgebung. Diese besonderen Orte der Kunst sind nicht nur attraktive Ausflugsziele – sie tragen zur kulturellen Bildung ihrer Besucher bei. Den Auftakt der neuen Reihe machen Orte in Köln, nächsten Monat im Umland, zuletzt Kirchen und weitere Gotteshäuser, in denen Ausstellungen stattfinden.

KunstWerk Köln e.V.
Deutschlands größtes selbstverwaltetes Künstlerhaus hat sich zum Ziel gesetzt, professionellen Künstlern und Musikern kostengünstige Atelier- und Proberaumflächen anzubieten. Heute arbeiten ca. 150 Künstler und Musiker in den 80 Ateliers und 15 Proberäumen. 2012 wurde mit der Neueröffnung der 300 Quadratmeter großen Ausstellungshalle außerdem der unkommerzielle PiK – Projektraum im KunstWerk gegründet.
INFO Deutz-Mülheimer-Straße 127 (Deutz), Tel. 880 07 67, Ö: Do 16-20h, Sa 15-19h, www.kunstwerk-koeln.de

Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln & Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur
Das 1992 erworbene August Sander Archiv, das neben dem künstlerischen Nachlass auch die Bildrechte von August Sander umfasst, bildet den Grundstein der Photographischen Sammlung. Die Ausstellungen orientieren sich inhaltlich an der sachlich-dokumentarischen Photographie. Während das Deutsche Tanzarchiv Köln Zeugnisse der Tanzkunst bewahrt, werden im Tanzmuseum Geschichte und Gegenwart der Tanzkunst in Ausstellungen erlebbar.
INFO Im Mediapark 7 (3. OG) (Innenstadt), Do-Di 14-19h, Photographische Sammlung: Tel. 88 89 53 00, www.photographie-sk-kultur.de, Tanzmuseum: Tel. 88 89 54 44, www.sk-kultur.de/tanz/tanzmuseum/

Kunstraum Anakoluth
Der Kunstraum Anakoluth wurde 2014 von der Kölner Künstlerin Birgit Rüberg gegründet. Im kleinen Ladenlokal aus den 50ern wurden bisher 14 Ausstellungen regionaler und überregionaler Künstler realisiert: so vereinte Raku-Keramik und Druckgrafik das Thema Schwarz-Weiss, Neon-Lichtkunst wurde mit Glasobjekten kombiniert und textile Schmuckstücke mit Textbildern aus Stoff.
INFO Hermeskeiler Platz 14 (Sülz), Tel. 0174- 496 70 26, Ö: Mi/Do 16-18.30, Sa 12-14h u.n.V., www.kunstraum-anakoluth.de

Odonien
Mit Odonien hat der Künstler Odo Rumpf eine Verbindung aus Freiluftatelier, Werkstatt, Veranstaltungsort und Kulturzentrum geschaffen. Die Projekte von Künstlern und sozial Engagierten werden in das Veranstaltungsprogramm aufgenommen. Die Juli-Termine lauten u.a.: 6.7. KölnerKinoNächte, 16.7. Jazzfestival/SummerKLAENG, 22.7. Surf&Skate Festival, 23.7. Jamsession/Soul in the Air, 26.7. Roda de Samba, 28. bis 29.7. Weinfestival/Geile Weine und 30.7. Markt des guten Lebens.
INFO Hornstr. 85 (Nippes), Tel. 972 70 09, Biergarten Ö: Do- Sa ab 17h, So ab 15h, www.odonien.de

Kunstzentrum Wachsfabrik
1979 mietet der Maler Michael te Reh Atelierräume in der stillgelegten Kerzenfabrik und begründete so ein neues Kunstzentrum. Heute findet man neben vielen Ateliers bildender Künstler auch die Art Projekt Schule, eine Goldschmiedin und Barnes Crossing, eine Musikerin. Das Café in der idyllische Anlage der Wachsfabrik ist zentraler Treffpunkt. Jeden ersten Sonntag im Monat sind einige Ateliers von 14 bis 18 Uhr geöffnet.
INFO Industriestraße 170 (Rodenkirchen), www.kölner-wachsfabrik.de

Quartier am Hafen
Das Atelierhaus Quartier am Hafen ist ein Ort des künstlerischen Dialogs sowie der Forschung und Produktion. Über 80 Künstler aller Sparten haben hier ihre Arbeitsräume angemietet, knapp die Hälfte werden subventioniert vom Kulturamt der Stadt Köln. Neben seinem Kuratorenförderprogramm mit vierteljährlichen Ausstellungen im Ausstellungsraum Q18, baut das QaH internationale Residenzprogramme auf, u.a. mit Queens of Medina in Marrakesh (Marokko).
INFO Poller Kirchweg 78-90 (Poll), Ö: So 14-17h, www.quartieramhafen.de

KunstRaum Dorissa Lem
Der KunstRaum ist dem Atelier der Künstlerin Dorissa Lem angegliedert. Hier zeigt sie seit seiner Gründung in den 90ern ihre Holzskulpturen, Ölbilder und Arbeiten auf Papier in Werkausstellungen. Regelmäßig lädt sie Gastkünstler*innen zu Lesungen und Konzerten ein, z.B. die Autorin Marie T. Martin.
INFO Geisselstr. 56 – Hinterhaus (Ehrenfeld), Tel. 0174-539 77 59, Ö: Mi 16-19h und nach Vereinbarung, www.dorissalem-skulptur.de

Skulpturenpark Köln
Der ca. 35.000 qm große Skulpturenpark ist inmitten der städtischen Infrastruktur ein Ort unmittelbaren Erlebens der Gegenwartsskulptur. Der Park wurde 1997 ins Leben gerufen und hat international große Anerkennung gefunden. In der biennalen Ausstellungsreihe KölnSkulptur werden moderne zeitgenössische Außenskulpturen präsentiert. Am 15. Oktober 2017 wird mit KölnSkulptur #9 bereits die neunte Neuinszenierung eröffnet.
INFO Riehler Str./Haupteingang (Riehl), Tel. 33 66 88 60, Ö: April bis September tägl. 10.30-19h, Oktober bis März tägl. 10.30-17h, Eintritt frei, www.skulpturenparkkoeln.de

Kunstraum K5
Die Künstler des Kunstraums K5 sind Iris Stephan (Künstlerin), Arnd Kriegler (Innenarchitekt), Stephan Martin Meyer (Schriftsteller) und Daniel Grünfeld (Fotograf). Das Kollektiv verortet sich anarchistisch (pro) queer-feministisch bzw. anti-patriarchal und lebt nicht vegan. Hier arbeiten entsozialisierte Personen, die sich mit Awareness und sensiblem Miteinander auseinander setzen.
INFO Trierer Straße 5 (Altstadt Süd), Tel. 16 95 92 52, Ö: nach Bedarf, Preis: auf Anfrage, www.kunstraum-k5.blogspot.de

Fuhrwerkswaage Kunstraum
Der Fuhrwerkswaage Kunstraum (Kölns älteste private Kunstinitiative) feiert in 2018 das 40. Jubliäum. Seither fanden über 120 Ausstellungen statt. Die fünf Ausgaben der new talents – biennale cologne wurden von hier aus gestartet. Das Jubiläum startet mit Performances der marokkanischen Künstlerin Madiha Sebbani vom 22. bis 28. Juli, täglich von 17 bis 18 Uhr.
INFO Bergstr. 79 (Sürth), Tel. 88 88 56 66, www. fuhrwerkswaage.de

Kölnischer Kunstverein
Seit mehr als 175 Jahren richtet der Verein in unterschiedlichen Spielstätten Ausstellungen und Veranstaltungen zur Kunst der Gegenwart aus. Er zählt zu den ältesten Einrichtungen seiner Art und zeichnet sich dabei durch die frühe Förderung und Präsentation von vielversprechenden Künstler*innen aus, sodass er bis heute gewissermaßen eine Vorreiterrolle innehat. Vom 1. Juli bis zum 10. September zeigt der Kunstverein die Ausstellung „Sam Anderson“.
INFO Hahnenstr. 6 (Innenstadt), Tel. 21 70 21, Ö: Di-So 11-18h, 4/2€, www.koelnischerkunstverein.de

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