Ausgabe Juli 2017

Erdmännchen-Nachwuchs im Kölner Zoo

Vier wuselige Neubewohner erkunden die Welt

Foto: Werner Scheurer

Da machen die Besucher des Kölner Zoos besonders große Augen. Erdmännchen-Weibchen Marie hat am 16. Mai vier Junge in einer selbstgegrabenen Höhle geboren. Ungewöhnlich früh – bereits mit gut zwei Wochen – brachten die Erwachsenen den Nachwuchs ans Tageslicht. Die Jungtiere begleiten ihre Babysitter auf ihren Streifzügen durch die Anlage im Kölner Zoo. Die älteren Geschwister, aber auch die erwachsenen Männchen, übernehmen das Wärmen und Hüten. Bei feuchtem Wetter kuscheln sie sich in den Tontöpfen und mit Heu gefüllten Körben unter den Wärmelampen aneinander. Die Schirme bieten Schutz vor Regen. Zwar können die Erdmännchen im Kölner Zoo jederzeit ihr Innengehege aufsuchen, jedoch bevorzugen sie den Aufenthalt unter freiem Himmel, den immer mindestens ein Wächter auf erhöhtem Posten sitzend nach Feinden aus der Luft absucht. Dieses Verhalten ist angeboren, ebenso wie das Graben größerer Schlaf- und Wurfhöhlen sowie kleinerer Fluchtburgen, in die sie sich bei Gefahr, angezeigt durch bestimmte Rufe des Wächters, zurückziehen. Anhand der Warnlaute des Wächters können die Erdmännchen erkennen, ob es sich um einen Feind aus der Luft handelt, sie also ganz schnell in die Bauten fliehen müssen, oder um einen Bodenfeind, den man gegebenenfalls durch Zusammenrotten und Mobben vertreiben kann.

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