Ausgabe Mai 2010

Viertel mit Vergangenheit

Die Südstadt im Porträt von Susanne Esch

Severinstorburg
Severinstorburg

In den 70er bis 80er Jahren rebellierten Bürgerbewegungen mit Hausbesetzungen gegen „Kahlschlagsanierungen” in der Südstadt. Wolfgang Niedecken und Major Heuser rockten sich am Chlodwigplatz in die Herzen der ersten BAP-Fans. Andere Künstler, Alternative, Individualisten und Studenten fanden rund um die Severinstorburg in den ehemals günstigen, unrenovierten Altbauwohnungen den passenden Ort, um über politischen Ideologien und gesellschaftlichen Idealen zu brüten. 1992 sorgten Kölner Musiker mit dem „Arsch huh!”-Konzert auf dem Chlodwig-Platz für eine riesige Demo und eine klangvolle Kampfansage gegen den Rassismus. Durch die Kunst- und Kneipenszene avancierte die Südstadt zum angesagtesten Viertel der Stadt. Der charmante Mix aus Arbeitern, Migranten, Künstlern und Studenten lockte immer mehr Menschen mit höherem Einkommen an. Die Lokale wurden schicker, die Mieten stiegen. Mit seiner gewachsenen Kultur- und Gastronomieszene ist das Veedel heute zwar nicht hip, aber eine Legende.

bei mir

Kultur im Kombipack

Die steigenden Mieten konnten die Kunst und Kultur bislang nicht aus dem Viertel vertreiben. Das Kino Odeon (www.odeon-koeln.de) trotzt mit seinem hochkarätigen Arthouse-Programm außerdem tapfer der Dauerbaustelle in der Severinstraße. Die Musik spielt im Bürgerhaus Stollwerck (www.buergerhausstollwerck.de), wo bekannte Bands auftreten, aber auch ein ausgesuchtes Comedy- und Kabarettprogramm eine Menge Zuschauer anlockt. Im Alten Pfandhaus (www.altes-pfandhaus.de) geben sich Jazz-Berühmtheiten die Klinke in die Hand. Hier hat auch experimentelle Musik eine Daseinsberechtigung. Ausstellungen finden in der Kunsthalle des Pfandhauses statt. Die Freie Theaterszene ist im Viertel gleich mehrfach vertreten. Das Freie Werkstatt Theater (www.fwt-koeln.de) wurde insbesondere für seine poetischen Inszenierungen der Theaterfassungen bekannter Romanvorlagen bereits mehrfach mit dem Kölner Theaterpreis ausgezeichnet. Das Theater Der Keller (www.theater-der-keller.de) mit seiner renommierten Schauspielschule ist für seine sehenswerten Inszenierungen und die ausgezeichneten Nachwuchsdarsteller berühmt. In den atmosphärischen Räumlichkeiten der alten Feuerwache in der Vondelstraße hat die Comedia (www.comedia-koeln.de) ein neues Zuhause gefunden. Dort verwöhnt sie Zuschauer aller Altersgruppen mit Theater, Kabarett und Comedy und bewirtet ihre Gäste in der schönen „Wagenhalle”.

Chamäleon

Chamäleon

Lieblings-Läden

Wer seine Kinder in die Comedia zum Kindertheater schleppt, kann ihnen anschließend in der Merowinger Straße noch ein paar neue Schuhe verpassen. Schuhanzieher (www.schuh-anzieher.com) heißt hier das Geschäft, dessen Inhaberinnen wissen, was kleine Füße brauchen, nämlich hochwertiges Schuhwerk von Marken, die für ein gutes Fußbett und gute Qualität stehen. Den passenden Schrank für die neuen Schuhe gibt es nebenan bei Sissi und Fränz (www.sissiundfraenz.de), wo wunderschöne, pastellfarben lasierte Holz-Kindermöbel verkauft werden, zu denen sich Inhaberin Anya Hoffmann von Pippi Langstrumpfs „Villa Kunterbunt” inspirieren ließ. In zahlreichen schönen Boutiquen, die teilweise Klamotten von eigenen Labeln verkaufen, findet Mama bestimmt auch etwas Neues, und weil es bei 39einhalb (www.39einhalb.de) auch noch die passenden Schuhe dazu gibt, hat die Merowingerstraße den Namen Einkaufsparadies wirklich verdient. Die kleinen Läden in der Severinstraße sind für das paradiesische Einkaufs-Angebot im Viertel mitverantwortlich, aber eher in kulinarischer Hinsicht. Hier finden die Südstädter den Bäcker, Metzger und Feinkostladen ihres Vertrauens. Um die Ecke, im Hirschgässchen, gibt es allerdings noch eine Falle für Fashionvictims. In dem kleinen, schmucken Laden namens Pfiff (www.pfiff-coeln.de) nehmen männliche Begleiter besser gleich auf dem schönen, alten Ledersofa Platz. Denn Frauen brauchen für die schwierige Entscheidung zwischen den vielen schönen Kleidungsstücken ein bisschen Zeit. Ein flottes neues Outfit für alte Möbelstücke gibt es bei Raumzeit in der Teutoburger Straße 19. Wunderschöne Tapeten, Teppiche und Stoffe bekannter Stoffdesign-Labels wie „Designers-Guild” oder „kvadrath” sind die würdige Deko für schicke Südstadt-Altbauwohnungen.

Feldküche

Feldküche

Neu und schön

Mittlerweile leben viele Menschen mit Geschmack in der Südstadt und manche Imbissbude mutiert zum In-Lokal. Massimos Rosticceria (Alteburger Straße 41) heißt der kleine, hippe Italiener, in welchem sich die Gäste derzeit um die spärlichen Sitzplätze streiten. Denn in dem kleinen Imbiss, der mit Kronleuchter und einer Holztheke auf edel getrimmt ist, gibt es nicht nur leckere Nudeln, sondern zumindest tagsüber für die „Winner” auch ein sonniges Plätzchen an einem der Tische vor der Tür. Wer aus der alltäglichen „Reise nach Jerusalem” bei Massimo als Verlierer hervorgeht, braucht nicht traurig sein. Denn um die Ecke im Tomatoes (Mainzer Straße 8) ist es genauso schön und meistens auch ein wenig ruhiger. Aus einer schnöden Steh-Pizzeria hat der Inhaber Apo Celik ein funkelndes Juwel gezaubert. Ein Lieferservice gehört immer noch zum Laden. Aber unter dem roten Kronleuchter und an den hellen rustikalen Holztischen schmecken Pizza oder Pasta viel besser als zu Hause auf dem Sofa. Schon der Name des Lokals Feldküche (www.feldkueche-koeln.de) bringt die angenehme Lässigkeit zum Ausdruck, die das Ambiente und das Speisenangebot bestimmt. Hier ist erlaubt, was gefällt, beispielsweise ein mutiger Stilmix bei der Inneneinrichtung. Farbige Fliesen und Holzstücke hübschen den Terrakottaboden auf. Barocke Deckenmalereien bilden einen ansprechenden Kontrast zu den rustikalen Backsteinwänden. Auch das Speisenangebot ist ein kunterbuntes „Best-Of” aus Lieblingsgerichten verschiedenster Nationen. Currywurst und Fritten, Fish and Chips oder Salat Nicoise stehen auf der handbeschriebenen Schiefertafel. „Ich wollte nur einmal sehen, ob du es wirklich bist”, mit diesem Satz entern Südstädter gerne das kleine neue kleine Café am Severinskirchplatz. Der Name trügt nicht. Wo Pauls Schwester (www.pauls-schwester.de) draufsteht, ist auch Pauls Schwester drin, eben die Frau, die ihrem Bruder Paul vor Jahren aus Passau in die Südstadt folgte. In dem türkis gestrichenen Holz-Bistrotischen und kleinen Kronleuchtern liebevoll eingerichteten Lokal verwöhnt sie ihre Gäste mit Kaffee und leckerem, selbst gebackenem Kuchen sowie vom Koch des Bagutta frisch zubereiteten Suppenspezialitäten, die auch im Einweckglas mitgenommen werden können.

KaffeeBRAUSE

KaffeeBRAUSE

Alt und legendär

Ein neues Zuhause hat auch eine der kultigsten Kneipen der Südstadt. Nach 22 Jahren steht bei mir (http://beimir.b-vw.de) neuerdings über einer schönen Kneipe mit kleinem heimeligem Biergarten an der Ecke Vorgebirgstraße/Loreleystraße. Geändert hat sich glücklicherweise nicht viel. Auch die neuen Räumlichkeiten sind urgemütlich, haben bereits den nötigen Hauch von Patina an den Wänden und dieselben Gäste an der Theke. Individualisten, Künstler und einfach nette Menschen von nebenan genießen hier Kölsch und leckere sowie preisgünstige Gerichte wie Flammkuchen, Matjesfilet oder Gemüselasagne. Ebenso unprätentiös und doch legendär ist das Chlodwig-Eck (Annostraße 1). Der moderne Zeitgeist hat seine Spuren hinterlassen. Bei Live-Konzerten reicht das Klangprogramm heute von Rock bis hin zu Electro. Fußball flimmert auch manchmal über den Bildschirm. Den Zeiten, als Kölner Musiker die Kneipe rockten und Südstadt-Schrifsteller aus ihren Werken lasen, müssen die Gäste dennoch nicht lange nachtrauern. Denn mittlerweile stehen im Chlodwig-Eck die ersten Stammgäste mit ihren Enkeln am Tresen und es geht entspannt zu wie eh und je.
Nicht nur an Karneval geht im Mainzer Hof (www.mainzerhof-koeln.de) die Post ab. Die Betreiber des gemütlichen Ecklokales, dem Holzmöbel und Kerzenschein eine stimmungsvolle Atmosphäre verleihen, sind berühmt-berüchtigt dafür, bei jedem erdenklichen Anlass eine Party zu feiern. Aber auch einfach nur, um eine Portion Wiener Kalbsschnitzel mit lauwarmem Kartoffelsalat oder eine andere Leckerei zu verspeisen, kommen die zahlreichen Stammgäste gerne vorbei. In der Ubierschänke (www.ubierschaenke-koeln.de) sind die Ubier nie eingekehrt. So alt ist sie nicht, aber fast. Es wird gemunkelt, dass sie nach dem Krieg die erste Kneipe vor Ort war. Ganz sicher wurde hier aber schon in den wilden 70er Jahren geschunkelt und ausgeschenkt. Eine schwarz-weiße Fototapete mit Louis-Armstrong-Motiven kündet von vergangenen Tagen, als die Ubierschänke noch eine bekannte Jazz-Kneipe war, und von dem festen Willen der heutigen Inhaber, dass Kult dem Kommerz nicht weichen darf. Heute sind Live-Übertragungen großer Sportereignisse und das urige Flair zwei der vielen Gründe, warum die zahlreichen Stammgäste in der Ubierschänke ihr Bier trinken. Ein anderer zentraler Treffpunkt für allerlei mehr oder weniger subversive Gruppierungen im Viertel ist das gemütliche Backes (www.backeskoeln.de). Das lässt die Geheimniskrämerei vermuten, die Wirt und Wirtin mit einem Augenzwinkern betreiben. Welche Promis hier regelmäßig zu Gast sind, verraten sie nicht, auch nicht, wer zum „Club der anonymen Verlierer” gehört, der sich hier regelmäßig trifft und 15 Vorstände und nur ein Mitglied hat. Dabei wissen die Wirtsleute natürlich bestens Bescheid. Schließlich stehen sie bereits seit 28 Jahren hinter der Theke. Ein Trost: Wenn eine Band im Backes spielt, wird das vorher angekündigt.

Litho

Litho

Erst mal essen

Wenn auch manches geheim ist, wer in der Südstadt nach Originalrezepten kocht, wissen die Anwohner ganz genau. Das tut zum Beispiel Astrid, die mit ihrem sizilianischen Ehemann Marco das Teutoburger Treppchen (Teutoburger Straße 35) betreibt und so manchen Blick in das Kochbuch ihrer Schwiegermutter Nonna Maria werfen durfte. Und so kommen in dem schlichten, kleinen Lokal so leckere italienische Spezialitäten auf den Tisch, dass mancher gestresste Nachbar einfach mit Teller und der Bitte „einmal vollmachen” vorbeischaut. Besonders beliebt sind beispielsweise die Spaghetti Vongole oder das Ossobucco. Auf Understatement setzt auch das Fertig (Bonner Straße 26). Die Eichenstühle und braunen Samtvorhänge des Innenraumes versetzen Besucher in die 60er Jahre zurück. Von Muff jedoch keine Spur, vor allem nicht in der Küche. Hier steht mittlerweile Ingo, der Sohn des Inhabers Jakob Fertig, am Kochtopf und kredenzt den Gästen eine frische Auflage traditioneller elsässischer Gerichte wie „Confit de Canard” oder auch Sauerbraten vom Pferd. Um Fisch zu essen, gehen die Südstädter ins Litho (Teutoburger Straße 17), aber nicht nur deswegen. Das mit hohen Fenstern lichte Lokal lockt nicht nur mit delikat zubereitetem Meeresgetier, sondern auch mit einer großen Theke. So ist es als perfekte Mischung aus Lieblingskneipe und -restaurant eine echte Institution im Viertel. Weil Pizza und Pasta die Kartoffelgerichte schon lange von der Speisekarte deutscher Restaurants verdrängt haben, hat Arno Lichtenstein der guten alten Knolle schon in mehreren deutschen Städten zu ihrem Recht verholfen. Wegen der Liebe zu einer Kölnerin und zum kölschen Karneval hat es ihn mittlerweile in die Südstadt verschlagen, wo er im Kartöffelchen (www.arnolds-kartoeffelchen.de) auf roten Tischläufern und bei Kerzenschein Leckereien wie Rösti mit Speck, Spiegelei und Käse oder Kartoffelpizza serviert. Ein kleines, feines Comedy-Programm rundet das Angebot ab. Wer stilvoll speisen möchte, ist in der Südstadt im Capricon (i) Aries (www.capricorniaries.com/) an der richtigen Adresse. Sowohl das Interieur als auch die Speisen der Brasserie halten, was der fantasievolle Name und der dichte Weinlaubbewuchs versprechen: Auf weiß gedeckten Tischen und unter riesigen dunkel-lila Lampenschirmen werden hier delikate Gerichte wie „Ente im Ganzen gebraten, mit Spitzkohl” serviert. Wenn der Geldbeutel es zulässt, können Leckermäuler auch einen Abstecher in das dazu gehörende Restaurant machen, wo sie von einem Rosenblütenteppich empfangen werden und in einem rundum schneeweißen Raum edle Dinge wie Seezungen-Hummerroulade mit Topinamburmousse genießen können.

Pfiff

Pfiff

Nachts noch trinken

Das Flair einer Pariser Bar verbreitet das beliebte Keimaks (Kurfürstenstraße 27), wo sich auch zu später Stunde noch Künstler und andere kreative Veedelsbewohner die Klinke in die Hand geben und die leckeren Mixgetränke und kleinen Bistrogerichte genießen. Von Kai und Max, die Namengeber des Lokals, ist mittlerweile zwar nur noch Kai übrig, aber die Theke, die aus einem Lokal im Pariser Quartier Latin stammen soll, steht immer noch und der Laden brummt. Eine Kneipenkultur der ganz anderen Art pflegen die Inhaber des Lotta (www.lotta-koeln.de), das ebenfalls zu den heutigen „Hotspots” der Südstadt zählt, jedenfalls für die Menschen, die das musikalische Programm zu schätzen wissen. Zwischen den knallroten Wänden der puristisch schlichten Kneipe erklingen vorwiegend Garagenrock und Punk, aber auch einige andere Spielarten alternativer Musik. Da ein Teil der Besitzerschar es einmal richtig krachen lassen wollte, die nötige Konzession im Lotta aber nicht hatte, gründeten sie einen Club mit dem Namen Tsunami (www.tsunami-club.de). Das war bevor die Riesenwelle Südostasien verwüstete. Wegen des exquisiten Konzert- und Partyprogramms, das mit Indie, Elecktro, Punkrock, Ska, 60s-Soul, Reggae und Rock ‘n’ Roll, Alternative-Fans erfreut, hat der Club, dessen „lotta”-roter Anstrich seine Herkunft verrät, dennoch Erfolg.
Fotos: Susanne Esch

Weitere Adressen und Tipps

Kneipen und Restaurants

Café am Römerpark

Teutoburger Straße 42
Tel.: 0221-38 61 94

Café Sur

Martin-Luther-Platz 7-11
Tel.: 0221-34 43 22

Coellner (Kneipe)

Ubierring 22
Tel.: 0177-66017 75

Epicérie Boucherie (französiche Bistroküche)

www.epicerieboucherie.de

Filos (Kneiporant)

www.filoskoeln.de

Formula Uno (italienische Espressobar)

Zugweg 2
Tel.: 0221-32 13 34

Früh im Veedel (Brauhaus)

www.frueh.de

Fonda (Café/Restaurant)

www.fonda-koeln.de

Höhn’s (Brasserie)

http://dombrasserie.de

Haus Müller (bürgerliche, internationale Küche)

Achterstraße 2Tel.: 0221-932 10 86

Haus Wirtz (lbürgerlich)
www.wirtz-koeln.de

Kaffee Brause (Kaffee- und Schokoladenspezialitäten)

www.kaffee-brause.de

Kurfürstenhof (Kneiporant)

Bonner Straße 21
Tel.: 0221-331 92 16

Lempert’s Enoteca (Sterneküche)

Alteburger Straße 79
Tel.: 376 28 19

Liebelein

www.liebelein-em-veedel.de

La Guitarra (Spanier)

www.la-guitarra.de

La Patata (Spanier)

Kurfürstenstraße 24
Tel.: 0221-31 69 02

Lemmy (Café, Restaurant)

http://lemmy-koeln.de

Taqueria Especial

Merowingerstraße 43 0221-31 72 95

Oxin (orientalische Küche)

www.oxin-restaurant.de

Pablo (Tapasbar)

Kurfürstenstraße 8
Tel.: 0179-930 30 32

Pizza Grande Fratello

Alteburger Straße 3
0221-310 97 74

Roland Eck (mediterrane Küche)

www.roland-eck.de

Severin (bürgerliche, mediterrane Küche)

www.gaststaette-severin.de

Spielplatz (Café/Kneipe/Restaurant)

www.spielplatzkult.de

Weinkneipe zur alten Wettannahme

Alteburger Straße 160221-31 89 30

Zum alten Brauhaus

www.brauhaus-suedstadt.de

Bars und Clubs

Apropo

http://apropo.didate.de

Fifi Bar

www.fiffibar.de

Haifischclub

www.haifischclub.de

Shops

Chamäleon (Kostümverleih)

Merowingerstr. 35
Tel. 0221-285 09 00

Lanius (Klamotten)

www.lanius-koeln.de

Niki (Klamotten)

Merowingerstraße 42