Ausgabe Februar 2013

Delphic: Collections

Cooperative Music/Universal, VÖ: 1.2.

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Alternative Dancemusic Den aktuellen Zustand des Pop positiv verändern will Delphic, die Band aus Manchester, die vor zwei Jahren als das nächste ganz große Ding gehandelt wurde. Das Rad neu erfunden hatte die Gruppe um Sänger James Cook zwar nicht, doch ihre Mischung aus Electro-Rock mit einer Prise HipHop und Techno ließ hellhörig werden. Das mit Techno-DJ Ewan Pearson in Berlin aufgenommene Debütalbum „Acolyte” erreichte spontan Platz acht der britischen Charts, anschließend wurde fast pausenlos getourt. Für das neue Album „Collections” ließ man sich die nötige Zeit. Aufgenommen wurde diesmal mit Tom Goldsworthy in seinem Studio in Bristol und – ganz was anderes – in dem von Ben Allen umgebauten Schiffscontainer in Cabbagetown in Atlanta. Die besten Stücke klingen, trotz aller Innovationen, auch diesmal deutlich nach Simon Le Bon und seiner Band Duran Duran. Das gilt für die neue Single, den Dancetrack „Baiya”, der zusätzlich, dank der Streicher, auch eine asiatische Anmutung hat, und vor allem für den genialen Popsong „The Sun Also Rises”. Auf „Freedom Found” intoniert James Cook ähnlich wie Joe Jackson, was den auf Richard Boardmans Tastenspiel abgestimmten Track fast tatsächlich zu einem Jackson-Stück werden lässt. Richtig Spaß macht auch das eher technoorientierte „Memeo”, das sämtliche gelungenen Delphic-Elemente beinhaltet, wie melodiösen Gesang, innovativen Pop und kreativen Soundmix. -mb

Live: 7.3., Gebäude 9