Ausgabe August 2014

gamescom

Foto: Koelnmesse Bilddatenbank
Foto: Koelnmesse Bilddatenbank

„Celebrate the Games“ heißt es in diesem Jahr zum sechsten Mal. Am 13.8. fällt in der Koelnmesse der Startschuss für die gamescom 2014. Mehr als 600 Aussteller der Computer- und Videospielindustrie zeigen ihre Neuheiten. Neben großen Namen wie Nintendo, Samsung, Activision und Electronic Arts findet man auch zahlreiche Spezial- und Nischenanbieter.

Internationaler Branchentreff

Die Internationalität ist verblüffend: Nicht nur die großen Indus­trienationen aus Europa, den USA, Kanada und Asien sind vertreten, auch aus Panama und sogar von den Britischen Jungferninseln sind die Teilnehmer angereist. Die Erwartungen sind groß, schließlich gilt es, das Vorjahres-Besucherergebnis zu toppen – und das konnte sich wirklich sehen lassen: Gut 340.000 Computerspiele-Fans folgten dem Ruf an den Rhein. Dass die Resonanz auch in diesem Jahr durchaus erfreulich ausfallen wird, kann bereits als gesichert gelten. Schon einen Monat vor Veranstaltungsbeginn konnten die Veranstalter einen der vier Publikumstage (14.-17.8.) als ausverkauft vermelden: Am Samstag, dem 16.8., geht gar nichts mehr. Auch an den verbleibenden drei Tagen kann man sich über mangelnde Nachfrage wirklich nicht beschweren. Für alle, die in Sachen Computerspiele mitreden und auf dem neuesten Stand sein wollen, ist es ein Pflichttermin, wenn es heißt „Spielend neue Welten entdecken“. So lautet in diesem Jahr das Motto, nachdem im vergangenen Jahr die „Next Genera­tion of Gaming“ gefeiert wurde. Dabei, die Besucher werden sich erinnern, standen vor allem die neuen Spielekonsolen im Fokus. In diesem Jahr, verkünden die Veranstalter Koelnmesse und der Bundes­verband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU), richtet sich das Augenmerk wieder verstärkt auf die Spiele. Zu den kommenden Megatrends, denen sich die gamescom widmen wird, zählen Themen wie „Fantastische Welten individuell und gemeinsam erleben“ und „Spiel und Spieler verschmelzen“.

Themenvielfalt beim congress

Themen wie das Letztgenannte sind es aber auch, die der Branche der PC-Spiele bisweilen ein zwiespältiges Image verleihen. So kann man einerseits nicht umhin, der wachsenden Vielfalt und den immer perfekteren technischen Möglichkeiten Respekt zu zollen. Andererseits lassen sich aber auch gewisse Gefahren nicht gänzlich ignorieren. So kursieren in den Medien immer wieder Meldungen über Fälle von Computerspielsucht verschiedenster Ausprägung. Da gibt es etwa Menschen, bei denen hemmungsloser Konsum von virtuellen Rollenspielen bis hin zum Realitätsverlust führt. Ein zweifelhafter Ruf haftet häufig auch dem Genre der Shooter-Spiele, umgangssprachlich auch „Baller-Spiele“ genannt, an. Sie stehen im Verdacht, gewaltverherrlichend und aggressionsfördernd zu wirken – wobei es natürlich immer auf den Einzelfall ankommt. Die Mehrheit der Konsumenten kennt sicherlich die Grenzen zwischen Realität und Funktion und kann damit umgehen. Unzweifelhaft ist aber auch, dass es durchaus Fälle gibt, bei denen die Situation aus dem Ruder läuft. Das zeigt, wie wichtig es ist, junge Nutzer von vornherein im richtigen Umgang mit dem Medium zu schulen. „Spielen, aber kompetent – Jugendmedienschutz und Medienkompetenz heute“ heißt denn auch ein Themen­schwerpunkt beim gamescom congress, der am 14.8. im Congress Centrum Nord auf dem Messegelände stattfindet. Angeboten werden 30 Vorträge und Workshops, die sich in vier Themen­schwerpunkte aufteilen. Neben dem Jugendschutz sind dies noch „Standort Deutschland – Digitale Spiele made in Germany“, „Zukunftsmotor digitale Spiele: Ausbildung, Wissenschaft und Forschung“ und „What’s next? – Medienpolitische und rechtliche Themen in Deutschland und Europa“. Der games­com congress zählt zu den internationalen Top-Kongressen rund um das Thema digitale Spiele. Thematik und Ausrichtung orientieren sich zwar vornehmlich am Fach­publikum, teilnehmen können aber auch interessierte Privatvbesucher.

Nostalgie, Technik, Action

Überhaupt ist das Rahmenprogramm auf der gamescom stets ein großer Publikumsmagnet und lockt mindestens ebenso viele Besucher an wie die gezeigten Produkt-Neuheiten. Auch in diesem Jahr wird in der Halle 10.2 viel geboten. Schon ein richtiger Klassiker ist z.B. die „retro gaming“-Sonderschau, die dieses Jahr noch größer und aufwendiger als je zuvor werden soll. Auf rund 1.000 Quadratmetern wird die Geschichte der Computerspiele gezeigt. Dafür trugen Vereine, Retroprojekte und private Sammler Spielekonsolen, Heimcomputer und mehr aus vier Jahrzehnten zusammen. Bastler und Tüftler wird es vor allem zum „Live-Modding“ ziehen. Dort können sie miterleben, wie aus einem mausgrauen Gehäuse ein spektakulärer Computer entsteht. Ein Tipp für Schulabgänger und alle, die sich in einer beruflichen Orientierungsphase befinden, ist der, ebenfalls in Halle 10.2 befindliche, gamescom campus. Hier kann man sich ausführlich über die Berufschancen in der Computer- und Videospielindustrie informieren. Eine zukunftsträchtige Branche, wenn man sich die aktuellen Zahlen anschaut: Allein in Deutschland, schätzt der BIU, seien aktuell rund 10.000 Menschen entlang der Wertschöpfungskette von Computer- und Videospielen beschäftigt. Will sagen: Neben dem „Spiele-Erfinder“ gibt es noch viele weitere interessante Berufsbilder. Das gilt übrigens nicht nur hierzulande – auch international ist die Branche auf Erfolgskurs. Ein Highlight für Anhänger von Rollenspielen ist das „gamescom cosplay village“ in Halle 10.1. Dort kostümieren sich Fans aus aller Welt wie ihre virtuellen Vorbilder. Sportliche Action wie Surfen, Beach­volleyball und Motocross findet man schließlich in der Outdoor Area hinter Halle 8.
Wie immer die sechste Kölner games­com verlaufen wird, eines steht bereits fest: Es wird nicht die letzte gewesen sein. Im Juni dieses Jahres unterzeichneten Vertreter von BIU, Koelnmesse und der Stadt Köln die Verträge für eine weitere Zusammenarbeit. Daniela Abels

gamescom, Koelnmesse, 13.-17.8. (14.-17. Publikumstage), www.gamescom.de
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