Ausgabe Januar 2016

Alles auf Anfang

Die Höhner haben zwei Neue in ihrem Stall, und das neue Album ist auch fertig. Henning Krautmacher, Micki Schläger und Wolf Simon hatten Denny Seeber also jede Menge zu erzählen.

Foto: Thomas Rabsch
Foto: Thomas Rabsch

Vergangenen März gaben die Höhner- Gründungsmitglieder Janus Fröhlich und Peter Werner bekannt, dass sie sich zur Ruhe setzen wollten. Zwei Neue mussten her, und durch ein Casting wurden sie gefunden. Ein paar Monate später wurde auch gleich ein neues Album namens „Alles op Anfang“ in Südfrankreich aufgenommen, welches am 8. Januar erscheint.

Micki, stimmt es, dass du bei deiner E-Mail-Bewerbung für die Höhner-Bandmitgliedschaft in die Betreffzeile „Keyboarder gefunden“ geschrieben hast?
Selbstverständlich (lacht). Das hatte aber mit Selbstvertrauen nichts zu tun. Ich hab manchmal so Eingebungen, die mal witzig sind und mal nicht. Insofern habe ich da einen Treffer gelandet, das war eine spontane Aktion aufgrund eines kurzen Gespräches mit einem Kollegen, der mir erzählt hatte, dass bei den Höhnern Stellen frei werden.

Wie kam die E-Mail bei euch an, Henning?
Da ist natürlich ein großartiges und eigenständiges Merkmal, das kann man anders gar nicht sagen, über so eine Bewerbung stolperst du einfach. Und das Tolle ist jetzt am Ende, dass er die Erwartungshaltung, die wir damit automatisch an den Tag gelegt haben, auch noch erfüllt.

Wolf, hattest du gewisse Vorteile bei der Bewerbung, da du ja schon 2011 Janus als Drummer bei über 120 Konzerten vertreten hast?
Ja, wahrscheinlich schon. Dadurch kannten wir uns natürlich schon gut. Und wenn die Chemie stimmt, ist der Rest schon einfacher. Aber es haben sich ja so viele Leute beworben, es hätte auch jeder andere werden können.

Interview mit den Höhnern

Bild 1: Interview mit den Höhnern

Henning ist nach dem Ausstieg von Peter und Janus nun der Dienstälteste bei den Höhnern.

Foto: Thomas Rabsch

Bild 1: Interview mit den Höhnern

Der erfahrene Keyboarder, Songwriter und Sänger Micki war noch ein Kleinkind, als die Höhner 1972 gegründet wurden.

Foto: Thomas Rabsch

Bild 1: Interview mit den Höhnern

Der erfahrene Keyboarder, Songwriter und Sänger Micki war noch ein Kleinkind, als die Höhner 1972 gegründet wurden.

Foto: Thomas Rabsch

Bild 1: Interview mit den Höhnern

Foto: Thomas Rabsch

Bild 1: Interview mit den Höhnern

Foto: Thomas Rabsch

Bild 1: Interview mit den Höhnern

Foto: Thomas Rabsch

Ich denke ein bisschen Wehmut sei den Fans aber gestattet, denn nun steht nach dem Rückzug von Janus und Peter kein einziges Gründungsmitglied mehr mit auf der Bühne, oder Henning?
Absolut! Natürlich kann man sagen: Es ist jetzt Zeit, wir machen das aus rationalen Gründen, denn wir wollen, dass das Baby, nämlich die Höhner, weiterlebt. Das kann man sich alles überlegen, aber wenn es dann zu dem Tag kommt, wo man wirklich Abschied nimmt und weiß, dass morgen die neue Formation auf der Bühne steht und du gehst nicht mehr mit, dann ist das schon ein komisches Gefühl, sowohl bei den beiden, die die Band verlassen, als auch bei uns.

Wolf und Micki, seid ihr denn Karnevalsjecken, denn die ganz heiße Phase der Session ist ja nicht mehr weit?
Wolf:
Ich bin ja ursprünglich aus dem Ruhrgebiet, und da war ich auch immer treuer Karnevalsgänger, aber das ist ne ganz andere Szenerie. So richtig Karnevalsluft habe ich bei der 2011er-Session mit den Höhnern geschnuppert. Und da war ich vollkommen begeistert darüber, was hier für ein Film abgeht. Micki: Ich bin als gebürtiger Rheinländer Karnevalsjeck durch und durch und freue mich extrem drauf.

Kommen wir zum neuen Album „Alles op Anfang“. Wo liegt der Unterschied zum letzten Album „Mach laut!“, Henning?
Wir haben 21 Titel aufgenommen, in dieser Stückzahl ein Novum in der Höhner-Historie und die stammen alle aus unseren Köpfen. Es gibt nur eine Melodie, die wir gecovert haben, und diese wollten wir schon seit Ewigkeiten mal verwenden, aber uns fehlte immer der Text, den Micki jetzt liefern konnte – und so entstand „Wie is dä Wääch?“. Außerdem ist das Album im Unterschied zu vielen CDs der letzten zehn, zwölf Jahre komplett auf Kölsch – ohne das zu planen, aber es kam einfach so aus uns heraus. Zudem gab es kein Konzept, denn das Konzept war, kein Konzept zu haben! Wir wollten der Kreativität und den Einflüssen, auch von Micki und Wolf, freien Lauf lassen. Wir wollten nicht die Schere im Kopf und den beiden Neuen sagen: „Ihr müsst jetzt da und dahin denken.“