Ausgabe Februar 2016

Kölsch-Pop mit Gänsehaut

cat ballou starten mit neuem Album in die Session.

Foto: © FABIAN STUERTZ I Photographer.
Foto: © FABIAN STUERTZ I Photographer.

Nicht nur bei Urkölnern löst „Et jitt kei Wood“ von cat ballou eine geballte Ladung Nostalgie aus. 2013 landete die Band mit dem Song einen Riesenhit und lieferte eine nicht mehr wegzudenkende Köln-Hymne. Wie wenige andere Lieder sorgt „Et jitt kei Wood“ für die besinnlich-eurphorischen Momente Karneval. Aber auch außerhalb der jecken Zeit erzeugt das Lied ein kölsches Wir-Gefühl. Selbst der FC und die Kölner Haie spielen den Song regelmäßig ab, wenn es aufs Spielfeld geht. Im November brachten die gebürtigen Bergisch Gladbacher von cat ballou ihr drittes Album „Mir jetz he!“ raus. 2016 werden sie zum zweiten Mal auf Deutschlandtour gehen.

Auf der Bühne schon seit Kindertagen

Schon als Kinder standen Oliver Niessen, Dominik Schönenborn, Kevin Wittwer und Michael Kraus zusammen auf der Bühne. Die größtenteils miteinander verwandten Bandmitglieder traten anfänglich auf Pfarrfesten und in Jugendzentren auf und gaben Coversongs und Musik zwischen Punk und Ska zum Besten. Die Besinnung auf ihre rheinländischen Wurzeln erfolgte erst später.

Kölsche Roots und Zeitgeist

2010 trat die Band unter dem Namen cat ballou in die lokale Musiklandschaft. Seitdem ist eine Mischung aus melodieverliebtem Bubblegum-Pop, entspanntem Reggae, flockigem Folk, energischem Alternative Rock und kölschen Texten ihr Aushängeschild. Der smoothe bis tanzbare Sound, gepaart mit authentischen Texten, füllte eine Lücke in der kölschen Musiklandschaft und bietet vor allem der jungen Generation Identifikationspotenzial. Denn cat ballou packen das uralte kölsche Lebensgefühl in zeitgemäße Klänge. In den vergangenen fünf Jahren haben sie sich mit unzähligen Live-Auftritten eine große Fangemeinde erspielt. Mittlerweile legen die Durchstarter über 300 Auftritte pro Jahr hin.

cat ballou: Immer immer widder

Das offizielle Video zur aktuellen Single von cat ballou.

„Mir jetz he!“

Im November brachten cat ballou nach „Neulich“ und „Lokalpatriot“ ihr drittes Studio-Album heraus. „Mir jetz he!“ steht für eine Band, die angekommen zu sein scheint. Keyboarder Dominik Schönenborn: „Auf die letzten Jahre schauen wir besonders dankbar zurück, denn wir durften aus unserem Hobby unseren Beruf machen und mit unserer Geschichte, unserem Leben haben wir uns intensiv beschäftigt und alles in unseren neuen Songs verpackt.“ Für ihn ist es das emotionalste und schönste cat-ballou-Album. Sänger Oliver Niesen beschreibt das neue Werk als „optimistisch“ und „bodenständig“. Der Hit „Die Stääne stonn joot“ aus dem vergangen Jahr ist ebenso auf dem Album zu finden wie der aktuelle Sessionstitel „Immer, immer widder“. Daneben tummeln sich melancholische Lieder und Partykracher sowie der Song „Danzroboter“, an dem die Band sieben Jahre feilte.

Von Hamburg bis München

Nach der ersten Deutschlandtour 2015 zieht es die Jungs 2016 zum zweiten Mal durchs Land. Obwohl man meint, die kölsche Mundart fände außerhalb des rheinischen Hoheitsgebiets keinen Anklang, sind die Erfahrungen von der ersten Tour gut. In Hamburg, Berlin und anderen Städten stießen cat ballou auf begeistertes Publikum.

cat ballou: „Mir jetz he!“, Pavement Records

Tourtickets gibt es bei kölnticket.de.

1_CatBallou_Albumcover

Konzerttermine 2016

19.03. Porz, Eltzhof

16.+17.04. Köln, Millowitsch

21.04. Troisdorf, Küz

27.04. Bonn, Springmaus

29.04. Solingen, Cobra

03.+04.05. Jülich, KuBa

25.05. Bergisch Gladbach, Bergischer Löwe

31.05. Berlin, SO36

01.06. Hamburg, Kaiserkeller

02.06. Bremen, StäV

03.06. Münster, Sputnikcafé

07.06. Koblenz, Club Palais

08.06. München, Ampére im Muffatwerk

10.06. Wipperfürth, Alte Drahtzieherei

21.08. Monschau, Burg Monschau

02.09. Gerolstein, Lok-Schuppen

16.09. Köln, E-Werk

30.09. Essen, Dampfe

30.10. Leverkusen, Scala