Ausgabe Februar 2017

Die Antilope

5. (Premiere), 12., 26.3., 18h, 10., 18., 23.3., 19.30h, Oper Köln im Staatenhaus, Eintritt ab 15,20€, Tickets unter www.koelnticket.de

Foto: Priska Ketterer
Foto: Priska Ketterer

Ein sehr modernes, zeitgenössisches Opernwerk wird im März als deutsche Erstaufführung an insgesamt sechs Terminen zu sehen sein. Für die surrealistisch anmutende Handlung zeichnet sich Durs Grünbein verantwortlich. Das Werk des Lyrikers, Essayisten und Übersetzers wird seit Anfang der neunziger Jahre regelmäßig mit renommierten Literaturpreisen gewürdigt. „Die Antilope“ nimmt ihren Anfang bei einer Firmenfeier. Grotesk überzeichnet Grünbein den in vielen Büros herrschenden Trend zu aufgeblasenen Worthülsen. Symbolhaft dafür steht Viktor, einer der feiernden Kollegen, der das Wort ergreift, nachdem der Chef seine Ansprache unterbrechen musste. Handelte es sich dabei schon eine Verballhornung gängiger Begriffe aus der Businesssprache, treibt Viktor das Ganze auf die Spitze. Er bedient sich einer Fantasiesprache, die sich letztlich nur aus unterschiedlichen Bezeichnungen für Antilopenarten zusammensetzt. Am Ende seiner Rede flüchtet er aus dem Fenster und landet in einer anderen Zeitebene. In einer absurd verzerrten, großstädtischen Gegend gerät er in bizarre und groteske Situationen und bewegt sich dabei zwischen Realität und Fantastik.

Foto: Paul Leclaire

Foto: Paul Leclaire

Musikalisch umgesetzt wurde die Handlung von dem österreichischen Komponisten Johannes Maria Staud. Den Viktor spielt und singt Miljenko Turk, Bariton des Opernensembles. Etwa 40 Minuten vor Vorstellungsbeginn wird jeweils eine kurze Einführung angeboten. -da

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