Ausgabe März 2017

Wachsende KVB

2016 hat die KVB den Stadtverkehr entlastet und zur Verwirklichung von Zielen der Umwelt- und Flüchtlingspolitik beigetragen. Eine Übersicht.

© KVB, Foto: Christoph Seelbach
© KVB, Foto: Christoph Seelbach

Die Stadt Köln wächst, und mit ihr muss auch die KVB wachsen. Das ist die große Herausforderung der nächsten Jahre, denn ohne einen leistungsstarken öffentlichen Nahverkehr lassen sich die Verkehrsprobleme einer Millionenstadt nicht bewältigen – vom Umweltund Klimaschutzaspekt ganz zu schweigen. Die Kölner Verkehrs- Betriebe AG hat daher im vergangenen Jahr vielversprechende Projekte realisiert: die Etablierung der neuen U-Bahn-Linie 17 mit vier neuen Haltestellen, die Umstellung einer Bus-Linie auf E-Bus-Betrieb und Leihrädern und die Unterstützung der Integration von Flüchtlingen durch Jobs und Praktika.

 

U-Bahnhof Chlodwigplatz, © KVB, Foto: Christoph Seelbach

U-Bahnhof Chlodwigplatz, © KVB, Foto: Christoph Seelbach

Die neue Linie 17

Nachdem bereits seit einigen Jahren die Strecke zwischen Hauptbahnhof und Heumarkt befahren wird, wurden Ende 2015 vier moderne U-Bahnhöfe in Betrieb genommen: Severinstraße, Kartäuserhof, Chlodwigplatz und Bonner Wall. Nach elfjähriger Bauzeit wurde durch die neue Strecke der Linie 17 so die Nord-Süd-Stadtbahn erweitert. Die 17 verkehrt generell zwischen Severinstraße und Rodenkirchen bzw. Sürth. Der Wert der neuen Strecke wird sich jedoch erst zeigen, wenn auch die Baustelle am Waidmarkt beseitigt ist.

 

Bus 133 wird e-mobil

Aber der Ausbau des Streckennetzes ist nur das eine. Die KVB setzt auch auf den Einsatz klimaschonender Antriebstechniken. Ende 2016 wurde in Kooperation mit der RheinEnergie die Buslinie 133 zwischen Breslauer Platz und Südfriedhof von Diesel- auf Elektrobetrieb umgestellt. Acht batteriebetriebene Gelenkbusse sind auf der knapp sieben Kilometer langen Strecke im Einsatz, wodurch 520 Tonnen Kohlendioxid weniger pro Jahr ausgestoßen werden.

E-Bus © KVB, Foto: Christoph Seelbach

E-Bus © KVB, Foto: Christoph Seelbach

Geflüchtete werden Busfahrer

13 Flüchtlinge u. a. aus Syrien und dem Iran haben bei der KVB eine Ausbildung zum Busfahrer begonnen, darunter eine Frau. Dadurch wird ihnen eine qualifizierte Ausbildung geboten. Innerhalb eines Jahres belegen sie einen Sprachkurs, erwerben alle nötigen Führerscheine und absolvieren ein Praktikum bei der KVB. Danach können sie auf eine unbefristete Festanstellung als Busfahrer hoffen. Des Weiteren wurden sechs Praktikumsplätze und zwei Ausbildungsplätze für Fachkräfte im Fahrbetrieb Bus bereitgestellt.

 

Erweiterung der KVB-Radflotte

Neben Bus und Bahn hat sich das Leihrad als drittes Standbein der KVB etabliert. Die Leihradflotte wurde letztes Jahr um 500 auf ca. 1.500 Räder aufgestockt. Täglich werden die Räder über 2.000 Mal ausgeliehen. Dafür benötigt man ein VRS-Ticket auf Chipkarte (JobTicket, MonatsTicket im Abo, Aktiv60Ticket etc.) bzw. das SemesterTicket oder eine Registrierung beim Partner nextbike. Dieser betreibt die Werkstatt in Köln.

KVB-Räder © KVB, Foto: Christoph Seelbach

KVB-Räder © KVB, Foto: Christoph Seelbach

Was kommt als Nächstes?

Weitere Projekte müssen und werden folgen, denn jedes Jahr steigen die Fahrgastzahlen, die Kapazitätsgrenzen sind fast überall erreicht. Gemeinsam mit der Stadt hat die KVB beim Land eine ganze Reihe von Ausbauprojekten für den ÖPNV-Bedarfsplan angemeldet, wodurch die finanzielle Förderung der Vorhaben sichergestellt werden soll.

Andrea Rebb

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