Die Ermittlung

Die Ermittlung im Freies Werkstatt Theater
Foto: Ulrich Hub

Die Uraufführung dieses Stücks liegt ziemlich rund 50 Jahre zurück. Dennoch gehört es vermutlich zu den brisantesten Inszenierungen dieses Theaterherbstes, behandelt es doch ein Thema von immerwährender Aktualität. Im Zentrum von "Die Ermittlung" stehen die Frankfurter Prozesse von 1963-1965, in denen erstmals SS-Bewacher des Konzentrationslagers Auschwitz vor Gericht gestellt wurden. Autor Peter Weiss (1916-1982) saß damals als Zuschauer im Gerichtssaal. Das Stück, in dem er Richter, Zeugen und Angeklagte zu Wort kommen lässt, entwickelte er auf Basis von Gerichtsprotokollen. Damit entstand eines der frühesten und bis heute bekanntesten Dokumentartheaterstücke, das dieser damals ganz neuen Erzählform zu ihrer ersten großen Popularitätswelle verhalf. Geplant war es ursprünglich als dritter und letzter Teil eines Welttheater-Projektes, das sich an Dantes "Göttlicher Komödie" orientierte. Aufgrund der zeitlichen Aktualität kam es dann aber separat zur Aufführung. Das Freie Werkstatt Theater zeigt eine Inszenierung von Ulrich Hub, u.a. mit Marius Bechen und Eva Horstmann.

Eintritt: 18/12 €

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