Lale Andersens Welterfolg „Lili Marleen“ wird von Gloria Gray gesungen
Foto: HEIDTLale Andersens Welterfolg „Lili Marleen“ wird von Gloria Gray gesungen
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Theater am Tanzbrunnen, 2.9., 20h, Karten unter www.koelnticket.de

Wie unterhaltsam eine Geschichtsstunde sein kann, das beweist die Crew um Autor und Filmemacher Werner Biermann mit der literarisch-musikalischen Revue „Sommer 39". Historische Ereignisse werden hier mit persönlichen Situationen einzelner Personen collagenartig zusammengefügt und den Zuschauern in einer faszinierenden Mischung aus Erzählungen, Tanz und Musik nähergebracht. Grundlage für das Bühnenprojekt ist das gleichnamige Buch Biermanns, das von den letzten Monaten vor Beginn des Zweiten Weltkriegs handelt. Und da ist so einiges passiert: Zarah Leander singt „Kann denn Liebe Sünde sein?", Max Schmeling rettet jüdischen Kindern das Leben, Lale Andersen nimmt „Lili Marleen" auf, und das Hänneschen-Theater in Köln spielt unverdrossen antisemitische Stücke. Am 1. September '39 unterbricht eine Bombe das Chopin-Spiel des Pianisten Wladyslaw Szpilmann im Warschauer Rundfunk - für lange Zeit. Neben Werner Biermann, der als Chronist die Ereignisse Revue passieren lässt, und Countertenor Edson Cordeiro, stehen u.a. die Chanson-Sängerin Anke Beuth, der Höhner-Musiker Hannes Schöner und Gloria Gray auf der Bühne. -tf