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Kunst

Künstler aus Kölns Partnerstädten

Alexander Jakimenko: "Schneesturm in Köln", 2008, Beitrag zu "polylog"Alexander Jakimenko: "Schneesturm in Köln", 2008, Beitrag zu "polylog"

Ab 10.9.-6.10., Rathaus der Stadt Köln, Stattmuseum Köln, Sidispot, Kunstraum Factory (Gustavstraße 16)

Weltweit werden etwa 40 Kunst-Biennalen ausgerichtet – eine davon findet nun in Köln statt. Der Verein „Akt 1 e.V.“ und die Arbeitsgruppe im „Bureau d’esprit“ (Maria Schmidt-Dzionsko, Daniel Neumann, Ralf Mager und Reinhardt Mundt) haben 40 Künstler aus Kölns Partnerstädten rund ums Mittelmeer eingeladen, zusammen mit Kollegen der hiesigen Szene ihre Arbeiten zu präsentieren. „polylog“ heißt das Projekt – damit ist ein komplexer interkultureller künstlerischer Dialog gemeint. Mit von der Partie sind aber auch lokal ansässige Künstler aus anderen Regionen: der kölsche Weißrusse Alexander Jakimenko mit seiner virtuosen gegenständlichen Malerei, die Österreicherin Barbara Szuets mit einer Lichtinstallation und die in Polen geborene und schon lange Jahre in Köln lebende Wieslawa Stachel, deren Bilder mit farbigen Streifenformen in der Tradition der konkreten Kunst stehen.

„Die Sehnsucht nach der Schönheit“ lautet das Leitmotiv der Projektreihe. „Schönheit“ oder „Kunst“ werden in jedem Kulturraum anders definiert, und diese Unterschiede sind auch im Zeitalter der heutigen „Globalkunst“ spürbar: „Polylog“ ist daher auch als ein politisches Bekenntnis zur kulturellen Vielfalt zu verstehen. Schauplätze der Ausstellungen sind das Rathaus der Stadt Köln, das „Stattmuseum“ in Sülz (Gustavstr. 11) und dort auch direkt gegenüber der Kunstraum „Factory“ (Gustavstraße 16), außerdem für Videopräsentationen die Räume von „Sidispot“ (Marzellenstraße 51-55).

Der Bildhauer Peter Mönnig betreut einen Workshop mit Kunststudenten aus Tunis, Istanbul, Turin, Barcelona und Thessaloniki zum Thema „Stattbiennale“. Die Teilnehmer produzieren ihre Beiträge zu diesem Thema während ihres einwöchigen Köln-Aufenthalts und stellen sie dann im „Stattmuseum“ aus. Auch die sozialkritischen Videoinstallationen von Sela Ruti (Bethlehem), Larissa Sansour und Maayan Amir (Tel Aviv) sind teilweise hier in Köln vor Ort entstanden.

Zur Vernissage im Rathaus der Stadt Köln (Spanischer Bau, 10.9.) führen Carola Willbrand und Mark Met eine Performance auf, bei der sie dem Publikum erklären, warum Köln mental am Mittelmeer liegt. -J.R.

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