Colin Firth und Aishwarya Rai auf verlorenem Posten
R: Doug Lefler, D: Colin Firth, Ben Kingsley, Start: 30.8, FSK: ab 12 J.
Historien-Drama Die Antike kehrt ins Kino zurück. Neueste Computertechnik macht es möglich, dass Sandalen-Schinken wie „Gladiator”, mit Tricks aufgepeppt, wieder ihr Publikum finden. Basierend auf dem Abenteuerroman von Valerio Massimo Manfredi, wirft Doug Lefler historische Fakten, Fantasy-Elemente und Versatzstücke klassischer Abenteuerfilme zu einer gewagten Mischung zusammen. Held ist ein draufgängerischer Leibgardist, der Romulus, den jugendlichen Kaiser des Weströmischen Reiches, vor den einfallenden Germanen beschützen soll. Mit dem mysteriösen Wandervogel und Gelehrten Ambrosinus hält ein weiterer Mann seine schützenden Hände über das kaiserliche Kind. Beide können aber nicht verhindern, dass die Goten den Palast plündern und den Kaiser auf der Insel Capri inhaftieren. Nach geglückter Befreiung, bei der auch eine vom Oströmischen Kaiser entsandte indische Amazone Hilfestellung leistete, flieht die kleine Truppe nach Britannien. Hier leben die Männer der ehemaligen 9. Legion, und hier liegt auch ein geheimnisvolles Schwert, das seinem Träger magische Kräfte verleihen soll. Ein Blick auf Doug Leflers vorherige Regiearbeiten verheißt nichts Gutes. Der Mann hat bislang bestenfalls bei Fantasy-TV-Trash wie „Herkules” und „Xenia” Regie geführt. In ähnlichem Stil poltert er auch durch dieses Spektakel, dem man seine Drehbuchschwächen ebenso ansieht wie die beträchtlichen Budget-Probleme. Der flapsige Tonfall, der dem Film einen lockeren Unterhaltungseffekt geben soll, verschlimmert die Sache nur, weil so selbst ernst gemeinte Szenen ins Lächerliche gezogen werden. Bleibt zu hoffen, dass dieser Sandalenschrott nicht schon den Abgesang der neuen Antikenfilm-Welle einläutet. -nr
