Horst Eckert: Sprengkraft

GRAFIT Verlag, 413 S., 18,90 Euro
Thriller Vor dem Hintergrund des geplanten Moscheebaus in Köln heuert ein heruntergekommener Journalist als PR-Profi bei der neuen, rechtspopulistischen Partei „Die Freiheitlichen" an. Kurz darauf sprengen sich einige fundamental-islamistische Jugendliche in die Luft und ein moralisch fragwürdiger Kommissar nimmt die Ermittlungen gegen einen Maulwurf in den eigenen Reihen auf. Drei Handlungsebenen, die sich immer wieder treffen und in schnellen Schnitten des Rätsels Lösung aus sich heraustreiben.
Horst Eckert packt in seinem neuen, zehnten Krimi gleich mehrere gesellschaftspolitisch heiße Eisen an und zeigt die Bedenkenlosigkeit und den krankhaften Zynismus derer, die darauf ihre wirtschaftlichen und politischen Süppchen kochen. Die Charaktere sind ein wenig flach, die Dialoge hin und wieder zu edukativ, aber die Story und ihre Hintergründe sind gut recherchiert und spannend erzählt bis zum durchwachsenen Ende. So bleibt bei aller machohaften Schnoddrigkeit der Sprache und trotz einiger logischer Brüche ein unterhaltsamer, engagierter und aktueller Hardboild-Krimi, der durchaus einige Klischees zum Einsatz bringt, aber nicht auf sie hereinfällt.
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