Hindi Zahra: Handmade

Blue Note/EMI, VÖ: 26.2.
Singer/Songwriter Sie hat etwas Einmaliges an sich, die 30-jährige Marokkanerin Hindi Zahra. Aufgewachsen mit traditioneller Berbermusik, dem Wüstenblues Ali Farka Tourés und den Stimmen charismatischer Diven wie Cheika Rimitti und Oum Kalsoum, entwickelte sie sich nach ihrer Ankunft in Paris weiter
in Richtung afroamerikanischen Grooves, Gipsy-Blues und Chanson. Das britische Magazin „The Wire" will in ihr die perfekte Symbiose aus Django Reinhardt und Billie Holiday erkannt haben. Das kommt tatsächlich der Wahrheit sehr nahe und ist ein Riesenkompliment. „Handmade" klingt überhaupt nicht wie ein Debütalbum, sämtliche elf Stücke sind perfekt herausgearbeitete zeitlose Perlen zwischen Folk, Ethno, Jazz, Blues und Rock. Der schleppende, schwermütige Opener „Beautiful Tango" erinnert an die repetitive Musik Manu Chaos, das flotte, rhythmische „Stand up" hat orientalische und karibische Einsprengsel und wurde von einer großen Bank für ihre Werbung ausgewählt. Besonders eindrucksvoll ist das energisch fordernde „Music" mit der Kraft einer Aretha Franklin und einem an Fleetwood Mac erinnernden Gitarrenspiel. Da Hindi Zahra - unseren Hörgewohnheiten sehr entgegenkommend - auch noch tolle englische Texte verfasst, könnte aus ihr schon bald eine weibliche Manu Chao werden. -mb
Live: 3.5., Studio 672
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