Lou Rhodes: One Good Thing

Motion Audio/Ninja Tune/Rough Trade, VÖ: 12.3.
Singer/Songwriter, Folk Da hat die britische Sängerin Lou Rhodes doch jahrelang alles getan, sich von ihrem ehemaligen musikalischen Partner Andy Barlow zu trennen. Raus aufs Land, weg vom TripHop ihres Projektes Lamb, hin zu richtigen Instrumenten und echten eigenen Gefühlen, hieß es. Jetzt, auf ihrem dritten Soloalbum, dem ersten auf dem neuen Label von Jason Swinscoe - Kopf von The Cinematic Orchestra - ist plötzlich alles anders. „Er ist wie mein Bruder" heißt es jetzt. Als ihre eigene Produzentin weiß Rhodes wieder Barlows Fähigkeit zu schätzen, in seinem Homestudio die optimale Kombination aus Sound, gefühlvollen Texten und der Wärme ihrer Stimme herauszukitzeln. Andererseits wird aber auch Wert darauf gelegt, dass alles „echt" ist, die Aufnahmen entstanden in nur zwei intensiven Wochen und sind minimal überarbeitete Live-Takes. Einen ersten Eindruck konnte man bereits Mitte Dezember gewinnen, bei Erscheinen der Single „There for the Taking". Das sind schon sehr intensive Gefühle die dort verewigt wurden. Die introvertierte Rhodes gibt zu, dass ihre Songs die einzige Möglichkeit sind, ihre Emotionen auszudrücken. Es geht im gesamten Album um Verlust, Trennung und den Tod ihrer Schwester Janey. Erhabene Traurigkeit drücken Lieder aus wie „Circles", „The More I Run", „Janey" oder „One Good Thing" die zwischendurch kurz aufatmen lassen, um an Dinge zu erinnern, für die sich zu leben lohnt. Ungeschminkt schön und tief-melancholisch. -mb
Kommentare zu "Lou Rhodes: One Good Thing"
Bisher wurden noch keine Kommentare abgegeben.
