Sunshine Cleaning

R: Christine Jeffs, D: Amy Adams, Emily Blunt, Alan Arkin, Start: 21.5.
Tragikomödie Irgendwas im Leben von Rose Lorkowski (Amy Adams) aus Albuquerque, New Mexico, ist mächtig schiefgelaufen. Gerade noch stand sie als Cheerleader auf der Sonnenseite des Lebens, um nur zehn Jahre später als alleinerziehende Mutter aufzuwachen, die sich mit öden Putzjobs durchs Leben schlägt. Dass sie ihre ganze Hoffnung auf die Affäre mit einem verheirateten Mann setzt, der keine Anstalten macht, sich von der Ehefrau zu trennen, lässt das Leben auch nicht rosiger erscheinen. Immerhin besorgt ihr der Cop einen Putzjob, bei dem ausnahmsweise einmal die Bezahlung stimmt. Das Geld ist sauer verdient, denn es gilt, die Tatorte nach Selbstmorden und Gewaltverbrechen wieder sauber zu machen.
Mit den skurrilen Geschichten um eine dysfunktionale Familie in „Little Miss Sunshine" landeten die Independentproduzenten Jonathan Dayton und Valerie Faris vor zwei Jahren einen Überraschungshit. An den versuchen sie nun in der Nachfolgekomödie, nicht nur was den Titel betrifft, anzuknüpfen. Auch Rose hat mit ihrer sympathisch gestörten Schwester Norah (Emily Blunt), dem als Geschäftsmann notorisch erfolglosen Vater Joe (Alan Arkin) und ihrem verhaltensauffälligen, aber dennoch goldigen Sohn ein farbenfrohes Panoptikum an weiteren Protagonisten an ihrer Seite. Die Melange aus schwarzhumoriger Feelgood-Komödie und tragikomischen Tiefen gelingt eigentlich ganz gut, wäre da nicht der übergroße Schatten des Vorgängers, von dem sich der Film nicht so richtig zu lösen versteht. Das Trittbrettfahren hätte der Film gar nicht nötig gehabt, zumal gerade Amy Adams und Emily Blunt als schräges Schwesternpaar so wunderbar funktionieren. -nr
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