Reinhardt Mundt, PerformanceReinhardt Mundt, Performance

ab 16. Nov., 60elf-Forum junger Kunst

Der Maler Nikolaj Fedkovic steht in der Tradition der fantastischen Malerei. In einer mehrschichtigen Bildanlage entwirft er ein bizarres und groteskes „Labyrinth des Lebens“. Da tauchen Maskenträger im Karneval auf oder Kartenspieler, die einfach die Zeit vergessen. Andere fliehen von einem „reichen Bauernhof“ (Bildtitel) – das ist eine Symbolik, die deutlich an die allegorischen Darstellungen bei Hieronymus Bosch oder Pieter Brueghel erinnert. Mit solchen Bildinhalten und mit seiner virtuosen, altmeisterlichen Malweise bekennt sich Fedkovic auch ausdrücklich zu solchen kunsthistorischen Vorläufern. Er zitiert ebenso die Dichter Petrarca und Hölderlin, und zugleich sind die kalligrafischen Einfügungen auch als Verweis auf die Schriftkultur in der griechisch-katholischen Kirche zu verstehen: Seine Arbeiten zeigen eine höchst komplexe literarisch und philosophisch pointierte Bildwelt.   
Der Fedkovic-Schüler Markus Brungs lässt in der perspektivischen Raumkonzeption und in der Einfügung von Textfragmenten Einflüsse seines Lehrmeisters erkennen, entwickelt aber ebenso wie Viera Fedkovic mit Mitteln des fantastischen Realismus eine eigene Bildsprache: Bei Brungs ist die Bildanlage flächiger. Außerdem zeigt 68elf im November seine „Photoloft“-Ausstellung mit Kölner Fotokünstlern in der Designpost (Deutz-Mülheimer Str. 22a, ab 2. Nov.). -J.R.