
Naive/Indigo
Soul, Ethno, Reggae Bukola Elemide alias Asa, ein großartiges neues Gesangstalent aus Afrika, schickt sich an, die neue Angélique Kidjo des Afro-Pop zu werden. Die in Frankreich geborene Nigerianerin hat sich nicht, wie man es hätte erwarten können, auf den Afrobeat ihres großen Landsmannes Fela Kuti gestürzt, sondern mehr auf amerikanischen Soul. Das selbstbetitelte Debüt-Album enthält nur gelungene Stücke. So ist der Aufmacher „Jailer" ein schöner Roots-Reggae-Titel, den Asa mit einem Timbre singt, das tatsächlich an Bob Marley erinnert. Balladen wie „Bibanke" und „Awe", gesungen auf Yoruba, sowie das sich im Tempo steigernde „So Beautiful" erinnern stark an ihr Vorbild Angélique Kidjo. Die Soul-Nummer „Subway" dagegen klingt wie ein neuer Macy-Gray-Hit, „No One Knows" wiederum ist etwas für Erykah-Badu-Freunde. Eine Single ist auch vertreten: „Fire on the Mountain" ist ein gefälliges Reggae-Stück, das die Gleichgültigkeit der meisten Menschen gegenüber Konflikten in der Welt anprangert. -mb
Live: 3.4., Stadtgarten
