
GIM Records/Intergroove, VÖ: 16.11.
Psychedelica/Folk-Pop/-Rock Die Flowerpornoes gründeten sich Mitte der 80er, brachten einige EPs und LPs heraus, tourten gerne und ausgiebig durch deutsche Lande, lösten sich aber zum Bedauern vieler Fans und deutscher Musiker, denen sie als wichtiger Einfluss galten, 1996 auf. Dass das Band-Mastermind Tom Liwa in den Folgejahren als Solokünstler in Erscheinung trat, war ein beträchtlicher Trost. Und dann, 2007, folgte die überraschende Rückkehr der Flowerpornoes mit dem Album „Wie oft musst du vor die Wand laufen bis der Himmel sich auftut". Dem folgte jetzt die nächste Platte - und die freudige Feststellung: Da ist sie wieder, die einzigartige Mischung aus Folk, Psychedelica, Country, Pop und Rock, die sich so gar nicht festlegen will - und sich mit ungewöhnlichen lyrischen bis spirituellen Texten paart. Ohne Liwa (schließlich steuert er die Kompositionen, Songtexte und seine nach wie vor unglaublich jungenhafte Stimme bei) wäre das alles nicht denkbar, und er ist denkbar prägend für das Gesamtbild einer Flowerpornoes-Platte - doch so klingt der 51-Jährige nur im Kollektiv mit seinen alten Weggefährten Birgit Quentmeier und Markus Steinebach. Neu im Team ist Drummer Giuseppe Mautone, die altbekannte Alexandra Gilles Videla ist als Gastsängerin mit von der Partie. Zum Albumtitel kam es übrigens, weil die Flowerpornoes während der Studioaufnahmen in ihrer Heimatstadt Duisburg von einem ihnen offensichtlich sehr wohlgesinnten Mitbürger angequatscht wurden, der ihnen ein grammatikalisch zwar leicht fragwürdiges, doch dafür umso herzlicheres „Ich liebe Menschen wie ihr" mit auf den Weg gab. -mfr
Live: 10.12., Underground
