Fred Label, VÖ: 25.1.

Blues-Rock Seitdem vier Jungs 1989 in London die Band Gallon Drunk gründeten und mit ihrem süffigen Mix aus Rockabilly, Blues, Rock 'n' Roll, Punk und Rock mutig gegen die gerade aufkommende Grunge-Welle anspielten, sind sie ganz schön auf musikalische Abwege geraten. Sänger James Johnston mischte solange bei Nick Caves Bad Seeds mit, bis er 2004 ihr festes Mitglied wurde. Terry Edwards musizierte mit den Creatures, PJ Harvey und Jesus & Mary Chain - um nur einige zu nennen - und dennoch gibt es sie, die siebte Platte nach fast 20 Jahren. Der Grund? Das unüberhörbar musikalische Genie von Gallon Drunk. Mit ihrem neuen Werk „The Rotten Mile" lässt die Band kraftvoller denn je ihre musikalischen Muskeln spielen. Da erhebt sich James Jonstons charismatisches Organ wütend über Gitarrenknarzen und leises Saxofongesäusel sowie eine quengelnde Mundharmonika. Da fährt dem Hörer ein bluesiger Rhythmus direkt in die Knie, und da mischen sich pathetische Americana-Klänge mit der psychedelischen Düsternis der Doors. Ein absoluter Anspieltipp ist der Song „Put the Bolt in the Door", wo sich Jonstons betörender Gesang mit einem Blues-Bläser-Geschwader, treibenden Drums und Gitarren zu beachtlicher klangvoller Größe vereint. -se