Cobretti Rec./Broken Silence, VÖ: 19.3.

Indie-Pop Unterlegt von Wellenrauschen und einer hoffnungsfrohen Melodie haucht Jona Steinbach mit sanfter Stimme den ersten Song „Kugel" seines mittlerweile dritten Albums. Das zweite, nur mit Gitarre unterlegte Lied „In den Gedanken" kommt noch ruhiger und melancholischer daher. Der Titelsong „Alles negieren" wurde an die dritte Stelle gepackt und ist verhältnismäßig flott. Frische Synthie­sounds unterlegen Textzeilen wie „Nehme alle Hände, die mich weiterziehen, lasse keine Chance verstreichen, mich immer weiter zu verirren, in den Wirrungen der Nacht, wo man zwischen Wahrhaftigkeit und Anschein keinen Unterschied mehr macht. Und alles kann passieren." Der Kölner muss es wissen, Nachtschwärmer kennen ihn nicht nur als Musiker, sondern auch als DJ auf Partys wie Trashpop oder Tanzklub Süd. Trotz oder gerade wegen des mehr oder minder wilden Nachtlebens scheint der Mittzwanziger viel nachzudenken. Seine Texte handeln schon mal gerne von verzwickten zwischenmenschlichen Beziehungen. So auch Track 9 mit dem wunderschön nachvollziehbaren Titel „Denn du sagst mir immer nur, dass du mich liebst, wenn du betrunken auf dem Boden neben Kajtek liegst". Nette Texte, vielseitig arrangiertes Album, gute „Kölner Schule"! -tf

Live: 26.3., Tsunami Club