Four Music/Sector3 Music VÖ: 1.6.

Pop Weil viele sicherlich mit dem Namen Mark Forster noch nicht so viel anfangen können oder gar glauben, es handle sich hierbei um das „Foster the People"-Oberhaupt Mark Foster, hier ein kurzer Abriss von Marks bisherigen Lebensstationen. In einem rheinland-pfälzischen Nest namens Winnweiler vor 28 Jahren geboren, der Umzug nach Berlin, der Jakobsweg mit Mitte 20, ein abgebrochenes Jurastudium, eine Weile Pianist und Sidekick von Kurt Krömer, eine gemeinsame Kaffeemaschine mit Seeed im Studio in Kreuzberg und nun sein Debütalbum „Karton". Zwölf Songs mit ausschließlich deutschen Texten sind entstanden, über die der Künstler selbst sagt: „Der Text steht im Vordergrund, die Melodie ist König." Letztere klingt weder modern noch oldschool, weder akustisch noch elektrisch. Dabei singt Forster, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, und scheut sich auch nicht Gefühle zu zeigen, ohne dabei zu arg auf die Tränendrüse zu drücken („Du fliegst davon", „So spät"). Und da ist dann noch die musikalisch toll arrangierte Coverversion von „Sie ist weg", einem der besten Stücke der Fantastischen Vier. Auf diesem Debüt lässt sich mehr als aufbauen, und die Erfolgschancen stehen beim derzeitigen Boom deutschsprachiger Popmusik ohnehin nicht schlecht für den Hauptstädter. -ds