Neue 12" Maxis aus dem elektronischen Musikbereich

+++ ROBERT BABICZ, der vielen Alt-Ravern noch als Rob Acid bekannt sein dürfte, bringt mit „Purple Dance“ seine nächste starke Scheibe unters Volk: Drei sphärische TechHouse-Nummern, die bei jedem Hören noch einen Tick besser werden und einem bei der Afterhour einen extrem geilen Freiflug bescheren (Treibstoff). +++ Die Jubiläumsausgabe des Hamburger Labels Poker Flat – es ist bereits die 100 Vinylveröffentlichung – bringt den fast 20 Jahre alten Klassiker „House Of God“ von D.H.S. noch einmal zu Tage. Neben der sehr clubtauglichen und etwas freakigen Variante von Phonique und dem oldschooligen „20 Years DHS Rmx“ hat Martin Landsky eine Version abgeliefert. Landsky reduziert die Nummer aufs Wesentliche und schafft dadurch ein energiegeladenes, deepes Bass-Monster. +++ Das Mannheimer Duo GORGE & GREG SILVER kommt bei „Itchy Kutchy“ zunächst mit zwei Mixen des Titeltracks um die Ecke. Das Original ist moderner funktionaler Clubsound. Der „Bearweasel Rmx“ ist langsamer und ungewöhnlicher. Auf der äußerst tanzbaren Flipside warten mit „Loop Skywalker“ und „Rolli“ noch zwei weitere Tracks, die die A-Seite sogar überflügeln (Yellow Tail). +++ Die Musikgemeinschaft ELTRON & RONALD CHRISTOPH schafft mit „Good To Know“ eine ganz eigene Atmosphäre, die durch die coolen Vocals von JAKE THE RAPPER das Sahnehäubchen aufgesetzt bekommt. Auch „Rollin’ Robots“ überzeugt mit erfrischenden Sounds. Kotelett & Zadak forschen bei ihrer Bearbeitung von „Good To Know“ dagegen eher in tieferen Gefilden (Lebensfreude). +++ Der slowenische DJ und Produzent UMEK treibt seit vielen Jahren im Technobereich sein Unwesen. Seine „Intense Emotion E.P.“ macht ihrem Namen wirklich alle Ehre. Das Titelstück überrollt alles, was sich ihm in den Weg stellt. „Take a Look“ ist minimaler Arschwackelshit, der unheimlich rockt. „Dialogue Occurs“ zielt ebenfalls auf die Tanzfläche und bildet den würdigen Abschluss (Automatique). +++ Die beiden Holgers haben vor über zwei Jahren ihre erste Platte als FLINSCH & NIELSON auf den Markt gebracht. Mit „Resthirn“ feiern die beiden ihr Debüt auf dem Kölner Label BluFin. Hier fällt besonders der verträumte „Dubnitzky Rmx“ auf, der den Zuhörer im Mittelteil in andere Sphären entführt. Allerdings hat auch „Kieselhopper“ das gewisse kickende Etwas. +++ Hinter dem Projektnamen JOHN KEYS stecken ebenfalls zwei Herren – zum einen der Chilene Dandy Jack und zum anderen der Schweitzer Andrès Garcìa. Mit „Pac Man“ bringen sie nun ihre zweite gemeinsame Platte an den Start. Beim Titeltrack geht’s recht entspannt und nett zur Sache. Die B-Seiten-Nummer „Inland Empire“ ist das komplette Gegenteil, denn hier werden die Gehörgänge ziemlich beansprucht. Erinnert spontan ein wenig an Tracks des Kompakt-Künstlers Intus – also durchaus empfehlenswert (Treibstoff). +++ -ds