Ausgewählte 12" Maxis aus dem elektronischen Musikbereich

Tube & Berger

+++ Als THE PHANTOM IMAGE – seinem Pseudonym für technoiderem Kram – haut der bekannte deutsche Produzent VINCENZO zwei fette Tracks raus. „Thizz Izzz“ geht gut nach vorne und treibt die Meute vor sich her, ohne seinen coolen Groove aus den Augen zu verlieren. „The Lab“ ist deeper und hat eine sehr einnehmende rollende Bassline. Ab der Mitte des Stück kommen feine und ear-catchende Synthies hinzu (Poker Flat). +++ Vom Kölner Youngster REMERC kommt die nächste 12“ Maxi. Bei der Original-Version seines „Jeroboam“ denkt man ab und an mal, dass etwas mit der Plattennadel nicht stimmt, da die Bassdrum irgendwie aus dem Takt hüpft, aber das soll wohl so sein. Der Nudisco-Remix toppt das Original noch, da das Hamburger Trio verstärkt auf kickende Tribal-Elemente setzt. Den ebenfalls tribalig angehauchten Bonustrack „Quid Pro Quo“ gibt’s noch obendrauf (Yellow Tail). +++ Das Solinger Duo TUBE & BERGER wird neben seiner umtriebigen Auflegerei auch immer fleißiger, was das Produzieren angeht. Mit „Favela Girl“ treffen die beiden wieder mal den aktuellen Geschmack der Clubheads und werden damit für ausgelassene Stimmung auf den Floors sorgen. Der „Ante Perry & Kolombo Rmx“ ist etwas ruhiger und braucht mehr Zeit um sich vollends zu entfalten, aber dann schlägt er irgendwann zu. David Pher kommt da mit seiner Version des armen brasilianischen Mädels nicht ganz ran (Kittball). +++ Ja, auch einer wie WIGALD BONING schafft es in einen Kasten für elektronische Maxi-Vinyls. Die Remixe seines „Kobra Dance“ sorgen dafür. Kein Geringerer als der Niederländer Joris Voorn hat hier Hand angelegt und zaubert eine deepe und wunderschöne Househymne aus dem Hut, die spätestens nach dem Mittelbreak alle in Verzückung versetzen sollte. Ost & Kjex sind etwas verspielter drauf und wissen durchaus damit zu gefallen. (Compost). +++ Und weil‘s so schön war, hier gleich noch ein paar feine Remixe aus dem Hause Compost. Diesmal wurden diese für den Franzosen ALIF TREE und seine Songs „Reality“ und „Never Be The Same“ angefertigt. Ersterer wurde von Chloé durch den Wolf gedreht und als etwas unrhythmischer und cooler Tech-Houser ausgeworfen. TJ Kong & Nuno Dos Santos haben sich „Never Be The Same“ vorgenommen und dabei klasse Arbeit abgeliefert. Das vocallastige Stück hat unheimlich viel Tiefe und wenn gegen Ende die Streicher dazukommen, ist es um einen geschehen. +++ -ds