
Neue elektronische Vinyls
>>> THOMAS KUTGER zieht den Hörer mit „Treibsand“ wahrlich in seinen Bann. Die hypnotisierenden Sounds, die geschickt gesetzt sind, werden in einem Minimal-House-Set für jede Menge Aufmerksamkeit sorgen und leicht benebelte Tanzflächenbesucher hinterlassen. Das zweite Stück „Autoload“, was mir einfach zu gewöhnlich ist, kann da nicht mithalten (Another Time). >>> BUTCH, der sonst eher durch straight nach vorne gehende Tracks bekannt ist, kommt auf seiner „Papillon EP“, die ein schöner Vorbote auf sein demnächst erscheinendes Debütalbum ist, ungewöhnlich verspielt daher. Besonders bei „Amelie“ zeigt der Deutsch-Türke, dass es auch anders geht. Bei „Osiris“ und dem ungemein treibenden „Gag Ball Roll“ lässt Butch wieder etwas typischere Töne erklingen. „About This Time“ rundet die tolle EP gediegen ab (Great Stuff). >>> Wahrlich meisterliche Afterhour-Kost serviert uns der Japaner HIROTAKA MIYAMOTO. Seine Menüfolge beginnt mit dem Titeltrack „Living in the Synth“, einem fast zwölfminütigem Synthiemonster, das jede gestresste Seele zur Ruhe bringen wird. „Logikal Phunk Theory“ kommt ein bissel housiger und tanzbarer um die Ecke, ohne allerdings die nötige Portion Entspanntheit zu vergessen. Das vertrippte „Sword of the Sage“, was sich eher für den Heimgebrauch eignet, erhält ebenfalls das Prädikat wertvoll (Salto). >>> Die beiden Kölner Kumpels OCHSENBAUER & BOENIG laden mit „Der Grüne Wald“ zu einer minimalen Entdeckungsreise, die durch den Einsatz eines rumänischen Chores, zu einem musikalischen Luxus-Trip wird. Stephane Hinz hat bei seinem Remix die Tanzfläche etwas mehr im Blick, und der coole Bonus-Track „Zum Sound was dazu“ macht ebenfalls Lust auf mehr (Kling Klong). <<< -ds
