Atlantic/Warner

Reggae/HipHop Die dreijährige schöpferische Pause hat sich gelohnt. Mit „Imperial Blaze" macht Jean Paul eine großen Schritt nach vorne in seinem Bestreben, nicht nur als Gute-Laune-Sunshine Musiker, sondern auch als ernsthafter Songwriter wahrgenommen zu werden. So ist ihm etwa mit „Straight to My Heart" eine gefühlsbetonte Hommage an seine Mutter und mit dem nachdenklichen „Hold My Hand" seine erste Dancehall-Ballade überhaupt gelungen. Daneben versteht es der erfolgreichste jamaikanische Künstler der Gegenwart aber immer noch, extrem bewegungsfördernde Party-Tracks rauszuhauen. Bestes Beispiel dafür sind das hochenergetische „Lace It" oder die erste Single „So Fine", bei der melodische Klangstrukturen und Schnellfeuer-Lyrics zu einer karibischen Kopfnickernummer kombiniert werden. Damit bewegt sich ein gereifter Jean Paul mit seinem vierten Album auf vertrautem Terrain. Getreu seinem Motto: „Dancehall ist der Sohn des Reggae und der Bruder des Hip-Hop." -seb