Lo-Max/Pias, VÖ: 3.9.

Singer/Songwriter/Indie-Pop Simon Lynge ist angeblich der erste Inuit überhaupt, der ein Album veröffentlicht. Der junge Grönländer wuchs weitgehend traditionell auf und brachte sich das Gitarrespielen selbst bei - und zwar anhand der zwei Platten, die es in seiner Stadt gab: Eine stammte von Bob Dylan, die andere von Simon & Garfunkel. Wer nun vermutet, auf „The Future" finde sich verschnarchtes Material, liegt zum Glück so richtig falsch, denn Lynges Debüt-Longplayer ist ein in Songwriting und Instrumentierung im besten Sinne „freshes" Werk voller positiver Energie und origineller Ideen. Der Mittzwanziger kombiniert auf dem stilistisch breit aufgestellten Album glänzenden Indie-Pop („Infinitely You") mit harmonisch teilweise schrägen Songs („One Day at a Time") und jeder Menge wunderschöner Singer/ Songwriter-Balladen (Anspieltipp: „Love Comes Back to You"). Lynge schielt dabei nicht nach den Charts, sondern macht einfach, was er will. Und das ist so wunderschön, dass man es ganz, ganz laut hören möchte. Immer wieder. -ski