
Indie-Pop, City Slang/V2 Records, VÖ: 19.9., Live: 27.9., Gebäude 9
Indie-Pop Leider stehen Stars noch immer nicht da, wo sie hingehören: auf einer Stufe mit all den anderen In-Indie-Acts, die längst mühelos große Hallen füllen. Drei Alben haben die fünf Kanadier schon gemacht - und eigentlich hätte spätestens ihr letztes, „Set Yourself on Fire" (2004), endlich der Durchbruch sein müssen. Dem war aber leider wieder nicht so. Doch nun erscheint mit dem vierten Meisterstück des musikalischen Quintetts das nächste Kapitel in Sachen „neue Hoffnung für chronisch zu wenig beachtete Ausnahmebands". An Stars kann's echt nicht liegen: Nach einem zugegebenermaßen eher überflüssigen, weil recht träge daherkommenden Opener legt die Band los. „The Night Starts Here" lautet die Losung, „... forget your name, forget your fear ..." singt Amy Millan weiter, und ja, ich bin dabei! Bevor ich der im nächsten Track ausgesprochenen Aufforderung „Take Me to the Riot" ebenso willenlos folge ... Und so geht's noch geschlagene zehn Songs weiter! Stars machen Popmusik, die so verführerisch fröhlich und verlockend leicht bis melodramatisch mitreißend ist, dass man sich ihr beim besten Willen nicht entziehen kann. Dass das noch nicht mehr Menschen entdeckt haben, ist auf jeden Fall einer der absolut schwerwiegendsten Fälle von „total unfair"! -mfr
