
Pias, VÖ: 7.8.
Indie-Pop The Temper Trap kommen aus Melbourne, doch es hat sie schon seit längerem nach London verschlagen. Wo auch sonst soll man wohnen, wenn einem „Next-Best-Thing"-Potenzial bescheinigt wird? „Conditions" ist das Debütalbum der Band und enthält zehn glasklare Songs. Da wäre beispielsweise das mit nervösem Beat beginnende, immer mehr an Fahrt gewinnende und schließlich in reiche Instrumentierung und melancholischen Gesang mündende „Sweet Disposition". Oder der Song „Down River": ergreifende Melodie, mehrstimmiger Gesang, Chöre, Glöckchen und wunderschöne Streicher gegen Ende, wenn das Ganze in einem farbenprächtigen Klangfeuerwerk kulminiert. The-Temper-Traps-Songs erinnern manchmal entfernt an Bands wie The Arcade Fire, dann wieder an Coldplay. Ihr Debüt ist beeindruckend, weil es von tollem Songwriting mit spannenden Tempowechseln („Soldier on") bis hin zu coolem Indie-Pop („Fader") oder Songs mit hymnischen Qualitäten schlicht alles enthält. -mr
