
Superstar Recordings/Universal
Kölnplatte Seine Sets sind immer ein Knaller, und selbst auf dem mit vielen großartigen Künstlern besetzten „Sensation White"-Silvester-Rave 2007/2008 in der LTU-Arena Düsseldorf ragte der Wahlkölner positiv hervor. Remixe für unter anderem New Order, Deep Dish, Mylo, Enigma und natürlich sein Dancefloor-Hit, der auch die Top-50 der deutschen Charts erreichte, „Nobody (Likes the Records That I Play)" sind ruhmreiche Stationen seiner Produzenten-Karriere. Aber das reichte dem 33-Jährigen noch lange nicht und so hat er ein Debüt-Album ganz nach seinem Geschmack aufgenommen. „Solo" beinhaltet nach eigener Aussage das, was Tocadisco selbst gerne hören möchte, es sei überraschend und abwechslungsreich. So ganz überraschend ist es für diejenigen, die die Sets und die Karriere Tocas verfolgt haben, nicht, abwechslungsreich aber mit Sicherheit. So wird bei „Rocksteady DJ" (feat. Simon²) eifrig gescratched, „Streetgirls" (feat. Meral Al-Mer) überzeugt durch Streicher, poppige Melo-dien sowie eine sanft einschmeichelnde Stimme, „Just Say No" mit lässigen wie krachenden Gitarrenriffs, und der Opener „Earthchild" wartet mit indianischen Elementen auf. „Dies ist der erste wahre Höhepunkt in meinem Musikerleben", sagt der DJ und Produzent Roman Böer aka Tocadisco über das Album, und Tracks wie „Chaos in the Streets" (feat. Tommie Sunshine), „Musique Electronique" oder „Juicy Woman" (feat. Nino Nuts) sorgen garantiert auch auf dem Dancefloor für den einen oder anderen tänzerischen Höhepunkt. -tf
