
Domino/Indigo, VÖ: 4.9.
Indie-Pop „Two Dancers" ist das zweite Album der hierzulande nur wenig bekannten Indie-Popper Wild Beasts. Die Band aus der englischen Kleinstadt Kendal bezeichnet ihre Musik als „Erotic Downbeat". Klingt abstrakt, heißt aber eigentlich nichts anderes als flirrende Gitarren, die markante Falsettstimme von Sänger Hayden Thorpe und Songs, die zwischen melancholisch-depressiv bis romantisch-sinnlich die gesamte Palette (zwischen-)menschlicher Gefühle bedienen. Die Texte sind hintergründig und manchmal, wie etwa in „All the King's Men", auch recht anzüglich. Die erste Single, „Hooting and Howling", steht stellvertretend für die Grundstimmung des gesamten Albums: mysteriös, zwielichtig, aber gerade deswegen so interessant. Auch wenn Thorpes extrem hohe und emotional aufgeladene Stimme Geschmackssache bleibt, ist den Wild Beasts mit „Two Dancers" eine Platte gelungen, die den Bekanntheitsgrad des Quartetts ohne Frage steigern wird. -seb
