Foto: Philipp Müller
David Garrett begeistert mit Konzerten zwischen Rock, Pop und Klassik.
Hysterisch kreischende Fans, brechend volle Konzerte und ohnmächtige Teenager. Stargeiger David Garrett sorgt bei seinen Auftritten für Zustände, die man sonst nur von Tokio Hotel oder Justin Bieber gewöhnt ist. Wenn er die Saiten seiner Stradivari ganz sanft mit dem Bogen streift und dabei schüchtern, aber bestimmt einen Blick ins Publikum wirft, liegt dem sympathischen Ausnahmegeiger vor allem die Frauenwelt zu Füßen, denn er überzeugt nicht nur durch seine unglaublichen Fingerfertigkeiten, nein, er sieht dabei auch noch ziemlich gut aus.
Vom Wunderkind zum Straßenmusiker
David Garrett heißt eigentlich David Bongartz und wird 1980 in Aachen als Sohn eines deutschen Juristen und einer amerikanischen Ballett-Tänzerin geboren. Mit vier die erste Violine, mit zehn der erste große Auftritt bei den Hamburger Philharmonikern und mit 13 der erste Plattenvertrag bei der Deutschen Grammophon. Eine Karriere wie im Bilderbuch: Er gilt als Wunderkind und wird von Kollegen als „größter Violinist seiner Generation" bezeichnet, doch der rasante Aufstieg hatte auch seine Schattenseiten: 1999, im Alter von 18 Jahren hatte die kindliche Leichtigkeit endgültig ein Ende; es kam zum großen Bruch: „Mir wurde immer alles aufoktroyiert: Was ich spielen sollte, wo ich auftreten sollte, was ich in Interviews sagen und nicht sagen sollte." Der sensible Garrett löst sich aus seinem vorgezeichneten Lebensweg als klassischer Geiger und geht nach New York. Im Schmelztiegel der Kulturen findet er die künstlerische und persönliche Freiheit, die er immer gesucht hat. Er studiert an der Juilliard School of Music die Fächer Komposition und Musikwissenschaft und jobbt, um die horrenden Studiengebühren von 33.000 Euro bezahlen zu können, nebenher als Bibliothekar, Model und Straßenmusiker in Manhatten. Die Intensität seines spektakulären und ausdrucksvollen Geigenspiels überwältigt seine Lehrer, und so macht sich der smarte Visionär nach Abschluss seines Studiums daran, seine eigene Version von moderner klassischer Musik zu entwerfen.
Mozart vs Metallica
Ein bisschen Klassik, ein paar Pop- sowie Rock- und Rhythm-and-
Blues-Elemente - Garrett spielt gekonnt mit den verschiedenen Genres und vermischt sie in seinen Arrangements zu einem einzigartigen Ganzen. Es gibt nichts, was nicht erlaubt wäre, und so werden die Musikstile frei und scheinbar kinderleicht miteinander kombiniert. Mit einem feinen Gespür für Tradition und Moderne gelingt ihm der Spagat zwischen Beethoven und Guns N' Roses, Vivaldi und AC/DC, Bach und Led Zeppelin oder auch Mozart und Michael Jackson. In seinem Repertoire befinden sich Interpretationen großer Rocksongs wie „Smells Like Teen Spirit" von Nirvana oder Metallicas „Nothing Else Matters", aber auch klassische Stücke wie Beethovens 5. Symphonie und die Filmmusik aus „Fluch der Karibik". Diese spannende Mixtur aus E- und U-Musik begeistert vor allem junge Menschen und so trägt der Stargeiger die klassische Musik, in Anlehnung an große Komponisten, erfolgreich in die Neuzeit: „Bach hat Vivaldi bearbeitet, und Mozart hat türkische Märsche arrangiert. Auch ein Beethoven wollte die Masse begeistern und hat die musikalischen Mittel entsprechend eingesetzt. Die großen Komponisten haben doch immer Sachen einbezogen, die zu ihrer Zeit populär waren." Dass seine ambitionierten Werke zwischen Kunst und Kommerz den eigenen, höchsten musikalischen Anforderungen Genüge tun müssen, versteht sich dabei von selbst: „Ich habe den Anspruch, dass die Crossover-Stücke, die ich arrangiere, auf einem mindestens ebenso hohen Niveau sind wie die klassischen Werke. Wenn ein anderer Geiger die Noten sieht, muss er sagen: Das ist ein verdammt guter Violinpart. Der ist so schwierig, den müsste ich stundenlang üben, bevor ich ihn spielen kann."
Rebell und Rockstar
Als „Rebell der Klassik" wird Garrett auf zahlreichen Fotos mit wilder Mähne, Tattoos, Nietengürtel und schwerer Walfischzahnkette stilisiert: „Die Paganinis, Liszts und Chopins des 19. Jahrhunderts sind in meinen Augen die ersten Rockstars der Welt", so Garrett. Für sein Album „Classic Romance" wurde dem Sunnyboy mit den langen blonden Haaren und den blauen Augen am 17. Oktober 2010 in Essen der renommierte Musikpreis Echo Klassik verliehen, am 24. März 2011 erhielt er in Berlin zwei weitere Echo-Awards, u.a. als „Bester Künstler National Rock/Pop". Seine mitreißenden Konzerte sind weltweit Monate im Voraus ausverkauft und begeistern Jung und Alt. Bei seiner letzten Tour im Oktober 2010 brachte David Garrett die LANXESS arena bereits zum Kochen. Wegen seines großen Erfolgs kehrt der Ausnahmegeiger 2011, am 23. Mai und am 11. Juni, gleich zweimal innerhalb kürzester Zeit zurück. Bei der ROCK SYMPHONIES-Tour 2011 zum gleichnamigen Album wird er seine imposante Mischung aus Rock, Pop und Klassik zusammen mit seiner virtuosen Band und einem großen Orchester präsentieren. Christian Voß
David Garrett, 23.5. & 11.6., 20h, LANXESS arena, Karten auf www.koelnticket.de
Unter Verlosungen gibt es 5 x 2 Tickets zu gewinnen.
Kombitickets für den 23.05.2011 gibt es jetzt zum Sonderpreis: statt € 111,00 jetzt € 89,00; enthalten sind Buffet & Getränke ab Einlass bis Veranstaltungsbeginn im Backstage-Restaurant und Sitzplätze in den Business-Seats, buchbar über Tickethotline 0221-8020
