Nach dem grandiosen Heimspiel in Stuttgart geben Die Fantastischen Vier an Silvester ein Gastspiel im RheinEnergieStadion, um mit ganz vielen Menschen ins neue Jahr „Rhein(zu)Feiern". In 20 Jahren Bandgeschichte gab es jede Menge musikalische Höhepunkte, einen Teil davon werden die vier Stuttgarter in dieser Nacht live und mit Orchester präsentieren. Thomas D stand Denny Seeber Rede und Antwort und gab schon mal einen Vorgeschmack auf die Silvesternacht.

Ist es das erste Mal, dass ihr Silvester ein Konzert gebt?

Es ist das erste Mal, dass ich Silvester arbeiten muss, und das hat auch einen Grund. Ich habe nämlich am 30. Dezember Geburtstag und da ich an so einem Tag nie arbeiten wollte, habe ich es immer geschafft, entweder Urlaub oder krankzumachen. Aber jetzt, mit meinen jungen 40 Jahren, muss ich diese Regel brechen, denn wir proben ja auch noch ein paar Tage davor. Das heißt, ich arbeite diesmal an meinem Geburtstag und an Silvester.

Was erwartet die Gäste bei „RheinFeiern 2010"?

Sie können erwarten, dass es nicht nach Arbeit aussieht (lacht). Wir haben es ja schon mal gemacht, unser großes Jubiläumskonzert zu unserem 20-Jährigen, das „Heimspiel". Und ganz ähnlich wird es auch an Silvester ablaufen. Wir haben das Orchester dabei, und wir machen praktisch so eine Art „Erwachsenen-Unplugged-Version". Das Schöne daran ist - beim „Heimspiel" waren wir alle sehr nervös und aufgeregt und die intensive Arbeit davor entlädt sich dann in diesen 2½ Stunden, und du hast eigentlich nicht so richtig Spaß. Da drehst du zwar den Hahn auf, aber du kannst es nicht richtig empfinden. Und deshalb freue ich mich so auf Silvester, denn wir werden lockerer und entspannter sein und dadurch vielleicht persönlich sogar mehr Spaß haben, und das wird man vielleicht sogar mitkriegen.

Was passiert um 24 Uhr? Ist das alles vorgeplant oder eher eine spontane Geschichte?

Wir spielen bis drei Minuten vor zwölf - und dann spreche ich ein paar segnende Worte (lacht). Oder wir grölen uns warm und dann wird um zwölf angestoßen, mit großem Feuerwerk und riesen Sektkorken und den dazugehörigen Flaschen.
Was sagst du dazu, dass Clueso am 31.12. mit am Start ist?
Also ich finde, das ist die beste Mischung. Wir haben lange überlegt, wen wir als Gast einladen wollen. Clueso hat sich schon beim „Heimspiel" etabliert, und nicht nur unsere Fans lieben ihn, sondern er ist auch in Kölner Kreisen ein geliebtes Kind. Der ist in den letzten Jahren so stark geworden, und er braucht sich nicht hinter uns zu verstecken.

Warum wurde gerade Köln als Spielort auserkoren?

Also wir - und jetzt spreche ich für unsere Booking-Agentur Four Artists - wollen dieses Event etablieren. Das heißt, wir werden jedes Jahr dort ein Konzert veranstalten, und ich glaube, dass Köln als Feierstadt von der Mentalität her gut passt. Auch von den Temperaturen war es in den letzten Jahren im Schnitt um die zehn Grad. Plus wohlgemerkt! Ich wohne ja in der Eifel, und da sind es am selben Tag wahrscheinlich zehn Grad minus. In Köln kann man deshalb durchaus auch mal ein paar Stunden draußen verbringen, und ich glaube, der Kölner an sich friert sowieso nicht so schnell. Die Ärzte haben mit ihrem wunderschönen Silvesterkonzert „Ärzte statt Böller" auch gezeigt, dass es funktioniert. Und bei uns gibt es sogar Fantas und Böller, und vielleicht können wir damit sogar noch mehr Leute anlocken.

Ihr habt vor kurzem euer 20-jähriges Bandjubiläum gefeiert, die 25 macht ihr doch allemal noch voll, oder gehen die Planungen in Sachen Fanta Vier sogar noch weiter?

Ne, wir sind keine Band, die groß in die Vergangenheit guckt oder so weit in die Zukunft schaut. Wir haben eine neue Platte in der Mache, die nächstes Frühjahr rauskommt. Dazu gibt es dann eine Tour, die sich bis 2011 ziehen wird. Aber da enden die Pläne dann auch erst mal. Gerade in der jetzigen Phase, wo wir sehr tief in der Albumproduktion stecken, ist es wichtig, nicht die nächsten vier Jahre auch noch planen zu müssen. Man muss das eine erst mal mental komplett abschließen können. Ein Künstler würde ein Leben lang an einem Album arbeiten, wenn es nicht den Abgabetermin der Plattenfirma gäbe. Aber man ist einfach auch froh, wenn man diesen ewigen Motor im Kopf, der immer nach neuen Ideen, nach Textzeilen, nach Verbesserungen sucht, mal abschalten kann, um ihm eine Pause zu gönnen.

Gehörst du zu den Menschen, die fürs neue Jahr gute Vorsätze fassen?

Ich habe mir vor Jahren einen Topvorsatz gefasst: „Keine guten Vorsätze mehr", und es hat funktioniert!

Wolltest du als Kind an Silvester immer direkt die großen Raketen haben, oder warst du mehr so der Knallfroschtyp?

Ich bin ein großer Feuerwerker! Wir bauen heute noch jedes Jahr eine Batterie an Feuerwerk - verbunden über große Wunderkerzen, deren Abbrennen zeitlich genau berechnet wird - zusammen, um dann punktgenau die große Bombe hochgehen zu lassen. Aber es klappt irgendwie nie so ganz. Wir werden allerdings jedes Jahr ein bissel besser. Hauptproblem ist der Alkohol an Silvester (lacht)!

RheinFeiern 2010, 31.12., 20h, RheinEnergieStadion, Köln, Tickets unter www.koelnticket.de

Unter "Verlosungen" gibt es 3 x 2 Karten zu gewinnen!