Foto: Axel Schulten
Brings laden zum großen Jubiläums-Konzert vor 50.000 Leuten ins RheinEnergieStadion.
20 Jahre Brings, das heißt 20 Jahre „Superjeilezick" mit den beiden Brings-Brüdern Peter und Stephan und ihren Mitstreitern Kai Engel, Harry Alfter und Christian Blüm. Mit einem Jubiläumskonzert im RheinEnergieStadion will sich die Truppe bei ihren alten und neuen Fans bedanken. Bei dem Groß-Event werden bis zu 50.000 Zuschauer erwartet, die zusammen mit den fünf Kölsch-Rockern die letzten zwei Dekaden gebührend feiern wollen. Natürlich dürfen sich die Besucher auch auf prominente Gratulanten und musikalische Gäste freuen, die zusammen mit der Band das Stadion garantiert in einen tobenden Hexenkessel verwandeln und das Beste aus 20 Jahren Bandgeschichte auf die Bühne bringen.
Die von den Brüdern Brings 1991 gegründete Band kann auf bewegende Schaffensjahre zurückblicken.
Angefangen hatten die Jungs als bodenständige Rockband, die vor allem mit ihren überwiegend kölschen Texten die Herzen der Domstädter im Nu eroberte. Schnell erspielten sich die engagierten Musiker einen hervorragenden Ruf als Live-Band und waren fortan landesweit unterwegs, was ihre Auftritte bei „Rock am Ring" oder beim „Rockpalast" bestens dokumentieren. Mit ihrem Hit „Nur mer zwei" aus ihrem Debütalbum „Zwei Zoote Minsche" gelang ihnen auf Anhieb ihr erster Hit. Bereits ein Jahr später standen sie Seite an Seite mit vielen anderen Bands und Musikern aus dem Rheinland und machten beim Projekt „Arsch huh" ihren Standpunkt gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit lautstark klar. Viele Songs von Brings zeichnen sich seit jeher durch pure Lebensnähe und -freude aus und spiegeln die Liebe zu ihrer Stadt und deren Menschenschlag wider. Bis Ende der 90er brachte es die Band auf ein halbes Dutzend Studioalben.
Ein weiterer Höhepunkt der Bandgeschichte war anlässlich ihres zehnjährigen Jubiläums 2001: Zusammen mit prominenten Gästen wie Klaus Lage, Purple Schulz und The King gaben sie vor über 25.000 Zuschauern ein Open-Air-Konzert im Kölner Volksgarten. Bereits ein Jahr vorher hatte die Band mit ihrem wohl bekanntesten Lied, „Superjeilezick", den entscheidenden Hit gelandet und sich selbst ein musikalisches Denkmal gesetzt, das in der närrischen Karnevalshochburg Köln bei keiner Session fehlen darf und auch sonst als eines der beliebtesten kölschen Stimmungslieder gilt. Und das war erst der Anfang. Es gibt wohl kaum eine Karnevals-Session, in der die Lokalmatadore keinen neuen Stimmungshit beisteuern und das kölsche Lebensgefühl immer wieder aufs Neue hochleben lassen. Mit ihrer Mischung aus ehrlichem Rock, Polka, Folklore und Zigeunermelodien haben die fünf Tausendsassas den traditionellen kölschen Karneval entstaubt und sich selbst in eine ganz neue Liga katapultiert. Selbst als Vorband der australischen Hardrocker von AC/DC konnten sie die Massen begeistern und schnell klarmachen, dass Rock „made in Kölle" ein Qualitätsgarant und Brings mehr als nur Schunkelrock mit Pappnas ist.
Dabei nahmen Brings nie ein Blatt vor den Mund und eckten hier und da auch schon mal an. Ihr „Poppe, Kaate, Danze" wurde anfangs erst misstrauisch beäugt und als „Skandalnummer" gehandelt. Trotzdem wurde der Song in den Kneipen rauf und runter gespielt und gehört mittlerweile zu den ganz großen Hits der Band. Ihre Liebe zu Köln verdeutlichten sie aber auch in Hymnen wie „FC ist unser Jeföhl" oder „Hoch, höher, Haie", die sie immer noch regelmäßig mit Leib und Seele von der Bühne schmettern. Überhaupt haben Brings nie den Kontakt zur Basis verloren und engagieren sich dank ihrer immer weiter wachsenden Beliebtheit bei vielen sozialen Projekten. Dass sie einen guten Riecher für Hits haben und sich vor neuen Herausforderungen nicht scheuen, bewiesen sie unter anderem mit ihrer rockigen Interpretation des 50er-Jahre-Stücks „Man müsste noch mal 20 sein" vom Kölner Urgestein Gerhard Jussenhoven oder auch beim Covern von Zarah Leanders Evergreen „Nur nicht aus Liebe weinen", dem sie in typischer Brings-Manier neues Leben einhauchten und ordentlich Schmackes verpassten.
Wenn sie in der „5. Jahreszeit" nicht gerade von Auftritt zu Auftritt hetzen und manchmal bis zu sechs Gigs an einem Abend absolvieren, sind sie regelmäßig mit ihrer Show zu Gast in großen Hallen, z.B. dem Theater am Tanzbrunnen (5.11.). Aber auch der ganze Erfolg hält die kölschen Jungs nach 20 Jahren nicht davon ab, immer und immer wieder mal Gigs in Kneipen, Brauhäusern oder auf kleineren Festivals zu spielen, wo sie ihren Fans doch um einiges näher sind als in großen Hallen und Arenen. Denn trotz ihres großen Erfolgs ist die Fünferbande immer noch eine Band zum Anfassen, welche die Nähe zum Publikum sucht und auch braucht. Die Fans werden jedes Mal aufs Neue mit einer schweißtreibenden Show mit viel Hätz und allerbestem Liedgut belohnt. Da heißt es: singen, tanzen und mitschunkeln! In den letzten zwei Dekaden ist natürlich viel Wasser den Rhein hinuntergeflossen, aber dass Brings immer noch genug Potenzial für eine Steigerung haben, demonstrierten sie zuletzt mit ihrer Chartplatzierung des Songs „Hallelujah". Zum Jubiläum steht natürlich auch ein neues Album an, für das sich die Musiker viel vorgenommen haben. Schließlich wollen sie nicht nur sich selbst, sondern insbesondere ihren Fans beweisen, dass sie, „Su lang mir noch am Leeve sin", nichts von ihrer Spielfreude verloren haben und nicht nur in Köln zu den ganz Großen gehören.
Christian Goetze
Brings, 16.7., 17h, RheinEnergieStadion, Karten unter www.koelnticket.de.
Für die fast ausverkaufte Jubiläums-Show von Brings im RheinEnergieStadion verlosen wir in Kooperation mit der „Gothaer Versicherung" 10 x 2 Karten für den Unterrang.
