Interview mit "Bullgod" Dave Wyndorf

Monster-Magnet-Mastermind Dave Wyndorf sprach mit Sascha Kinzler über das neue Album, Weltraum-Träume und talentierte Bands.

Das neue Album „4-way Diablo“ hat einen beeindruckend klaren, voluminösen und dreidimensionalen Sound.Haben Sie an der Art der Aufnahme irgendetwas verändert?

Was wir vor allem optimiert haben, ist unsere Art zu arbeiten. Es ist die Methode, wie ich mit der Band arbeite, und die Art, wie Matt Hyde, unser Co-Produzent, und ich arbeite. Es ist eigetnlich nichts Technologisches…

… sondern eher eine grundlegende Sache?

Es ist eine sehr, sehr grundlegende Sache: Es gibt keinen Grund, mehr zu tun, als nötig ist! Die Ökonomie der Aufnahme ist mir heute sehr viel wichtiger als aufwändige Überproduktion – und ich denke, das wird sich auch in Zukunft zeigen. Es ist die Art, wie der Bass eine Note spielt, wie Gitarre und Bass zusammen spielen, wie das alles mit Bassdrum und Snare zusammenhängt – all dies hat sich zum Positiven hin verändert. Es mag vielleicht nicht für alle Fans wahrnehmbar sein, aber es gibt einen fundamentalen Unterschied zu früher: Wir spielen viel besser!   

Das Zusammenspiel hört sich wirklich tight an.

Ja, es ist tight und locker zugleich! Und es ist natürlich tight, nicht künstlich “tight”. Eine ganze Menge Platten werden nämlich künstlich tight gemacht, indem das Schlagzeug nach dem Aufnehmen einfach mit Pro Tools korrigiert wird. Da gibt es dann kein natürliches Driften mehr. Und ein Song sollte diesen natürlichen Drift haben –  das ist der Sound von Rock’n’ Roll! Wenn ein Song erst laid back ist, dann auf einmal tight wird und anschließend noch ein bisschen mehr laid back wird als vorher. Diese Sache wurde mir im Laufer der Jahre sehr, sehr wichtig, um ein wirklich fundamental gutes Zusammenspiel zu erreichen. Und das ist wahrscheinlich die größte Veränderung bei Monster Magnet überhaupt.

Es scheint mir, dass “4-Way-Diablo” eine andere Art von Energie hat als eure anderen Alben: Man hört ebenfalls sehr energetischen Rock, aber alles ist etwas  weniger roh und agressiv und gleichzeitig komplexer. Und es gibt eine neue Melancholie in Songs wie „Little Bag of Gloom“ und „I’m Calling You“…

Diese diese zwei Songs gehen genau in die Richtung, die ich wahrscheinlich auf meinen zukünftigen Solo-Alben verfolgen werde. Ich wollte schon immer möglichst viel Atmoshphäre mit einer möglichst kleinen Anzahl von aufgenommenen Spuren schaffen. Und das ist eine große Herausforderung für mich, nachdem ich zuvor laute Horror-Schrei-Musik gemacht habe, bei der Atmoshpäre durch Special Effects geschaffen wird. Jedesmal, wenn ich eine Monster-Magnet-Platte schreibe, liegen immer drei oder vier solcher Songs herum. Die schaffen es aber nicht immer auf die Platte, denn wenn wir das Album zusammenstellen, passen sie irgendwie nicht rein. Und um ehrlich zu sein: Viele Fans würden angepisst sein und denken [mit verstellter Stimme:] „Das ist zu mellow, die Scheibe ist einfach nicht hart genug!“. Denn viele Leute wollen gar keine Abwechslung, sie wollen immer eine noch bessere Version ihrer Band bzw. der der Songs, die sie mögen. Immer, immer wieder. Das ist wirklich schon deprimierend! Deshalb habe ich mich entschieden, den Großteil solcher etwas ruhigeren Songs zu nehmen und in einem anderen Projekt einzubringen.

Aktuelles Album: „4-Way Diablo” (Steamhammer/SPV)Aktuelles Album: „4-Way Diablo” (Steamhammer/SPV)

Ist es das Projekt, über das Sie schon in der Presse gesprochen haben? Ihr Plan, sehr bald wieder ins Studio zu gehen, um die Zeit, die Sie durch ihren Zusammenbruch verloren haben, wieder aufzuholen?

Ja, und es ist nur eines von mehreren Projekten. Das erste, was ich jetzt machen werde, ist ein paar Film-Soundtracks fertig zu stellen. Das meiste davon ist schon aufgenommen, ich versuche gerade, an diese Bänder zu kommen –  es gibt da ein paar rechtliche Probleme. Wenn es fertig ist, soll es ein Album mit hörenswerter Instrumental-Musik sein.

So in der Art von „Freeze and Pixelate“ auf dem neuen Album?

Ja, in etwa, und zwar wirklich verdammt cool, Mann. Ich werde damit zwar keine Preise gewinnen, aber ich will einfach diese Sounds machen, dieses Instrumetal-Album. Es macht einfach Spass. Und ich muss mir über den Gesang keinen Gedanken machen: Ich muss nicht singen und gut klingen, und kann einfach mal sagen: Hier kommen jetzt ein paar Bläser rein! Und die Horn Section raucht auch keine Zigaretten, also wird es immer gut klingen!

Ist eine Veröffentlichung schon geplant?

Nein, noch nicht, weil ich noch nicht so weit bin. Aber meine Plattenfirma und wahrscheinlich jeder andere wird wohl mit mir arbeiten wegen dem, was mir letztes Jahr passiert ist: Schlaftabletten haben mich wirklich heruntergerissen, weißt Du. Ich habe von einem Arzt Schlaftabletten bekommen und sie missbraucht, und es war ein echter Alptraum. Ich glaube, jeder denkt jetzt, dass mich jede Minute aufmache und mir eine Nadel in den Arm steche! Die glauben, ich bin echt fertig [lacht]. Also verspreche ich denen erst mal so lange gar nichts, bis ich nahe dran bin, veröffentlichen zu können. Dann biete ich das Album einfach an. Mein Lebensziel ist nicht, Geld von Plattenfirman zu nehmen, um Platten machen zu können. Mein Lebensziel ist es, für mich eine Platte zu machen und die dann zu verkaufen. So vermeide ich, dass Leute sozusagen an meiner Schulter hängen.

Ja, das haben Sie mal als ihr Motto bezeichnet: „Music first, money second“.

So muss es immer sein. Wenn ich zuerst Geld bekomme, fühle ich mich nicht wohl, weil irgendjemand sich dann immer aufregt.

Lässt sich musikalisch nicht reinreden: Dave WyndorfLässt sich musikalisch nicht reinreden: Dave Wyndorf

Sie haben über Film-Soundtracks gesprochen –  für welche Filme sind die?

Also, die Soundtracks, die ich schon habe, habe ich ursprünglich für den Film „Torque“ geschrieben. Das war schon etwas seltsam: Die Musik habe ich geschrieben, ohne den Film überhaupt gesehen zu haben. Also habe ich vier oder fünf melodische Leitmotive eingereicht, und sie haben gesagt: „Oh, das ist toll, das bauen wir in den Film ein!“. Aber als der Soundtrack dann tatsächlich gemacht wurde, kamen der Filmproduzent und der Regisseur darin überein, dass diese psychedelischen Spaghettiwestern-Soundtracks nicht wirklich hip genug sind für einen Fim mit Ice Cube. Sie waren eher so drauf: „Ich denke wirklich, das sollte ein bisschen mehr wie Großstadt klingen!“ Also haben sie letztendlich ein paar Typen genommen, die ein paar Hip-Hop-Beats und sowas eingespielt haben.  Darum meinte ich: „Alles klar, das ist okay für mich, aber dann lasst mich ganz raus aus der Sache und lasst mich einfach meine Musik wieder mitnehmen“. Und so lief das auch.

Diesen Soundtrack hatten Sie ja im Jahre 2003 geschrieben. Wollen Sie den jetzt für einen anderen Film nutzen?

Diese Kompositionen sind die Basis für den Soundtrack, aber der ist nicht für einen richtigen Film. Das ist einfach nur Musik für mich …

Also Ein Soundtrack für ein Film ohne Film, eine Art  reines “Mind Movie”?

Ja, ganz genau! Ein Mind-Movie von Dave Wyndorf, yeah!

Aber mal wieder zurück zu “4-Way Diablo”. Auf der Platte ist auch eine schöne Cover-Version von dem Track „2000 Lightyears from Home”, den die Rolling Stones 1967 geschrieben haben.  Welchen Einfluss hatten die frühen, psychedelischn Rolling Stones auf Sie?

Die Stones sind unglaublich wichtig für mich. Eine unglaubliche Band, und  wie bei jedem in meinem Alter waren sie schon mein ganzes Leben lang da. Ich wollte immer schon eine Coverversion eines Stones-Liedes machen, aber mit Monster Magnet schien es mir bislang irgendwie nie passend. Dann erwähnte jemand „2000 Lightyears“, und ich dachte: „Warte mal, das ist doch perfekt für Monster Magnet!“. Dieses Lied stammt von  dem einzigen psychedelischen Album der Stones, dass alle hassten – außer mir. Ich liebe es! Wir haben es dann einfach mal gespielt, und ich habe es wirklich gerne gesungen. Also haben wir es auf’s Album gepackt und ich denke, es passt ganz gut.  

Gibt es aktuell Bands, die Sie in Sachen Energie, Sound oder Songwriting besonders schätzen? 

In den letzten Jahren war ich ein großer Fan der „White Stripes“. Ehrliche Songs von talentierten Leuten, und nicht überproduziert! Eine Menge Mainstream-Rock hört sich ziemlich ähnlich an, wirklich nicht bluesbasiert. Mir geht es gar nicht um Bluesmusik, sondern um eine bestimmte, freie und emotionale Art zu singen, die zu verschwinden scheint. Darum mag ich die White Stripes  so und auch The Knife, Björk, The Dresden Dolls und Wolfmother.

Sie sagten 2003 über das letzt Monster-Magnet-Album “Monolithic Baby”, dass sie es „in einer sehr Angst einflößenden Zeit der Weltgeschichte geschrieben hätten – wahrscheinlich mit Bezug auf 9/11 und den Krieg in Afghanistan. Sie sagten, „die Geschehnisse auf der Welt hätten“ sie damals „zu einem gewissen Grad sozusagen „ausgepresst“. Gibt es spezielle Ereignisse, die ihre Songs diesmal beeinflusst haben?

Ich hasse es, wie ein Schwein zu klingen, aber ich war so mit meinen eigenen verdammten Problemen beschäftigt, dass dieses Album nicht besonders viel auf  Weltebene anspricht. Ich habe mich selbst so hoffnungslos in diesem Pillen-Ding verstrickt, dass ich, als ich die Texte schrieb, meine Aufmerksamkeit auf nichts anderes gerichtet habe als die Bücher, die ich las – und darauf, zu versuchen, mein Gehirn wieder richtig klar zu bekommen. Und das klappte ganz gut, ich schrieb einen Song pro Tag und habe ihn dann noch am selben Tag eingesungen, an dem ich ihn geschrieben habe. Das macht einem irgendwie ein bisschen Angst, ist aber gleichzeitig auch cool. Da war einfach nur ich, der versuchte, die Probleme zu klären, die sich im Innern meines Kopfes befanden. Es ist merkwürdig, wie es mit der Musik so ist: Ich glaube, ich hätte über nichts anderes schreiben können, selbst wenn ich gewollt hätte.        

Nach dem "Pillen-Ding" wieder voll da:
Sänger, Songschreiber und Gitarrist WyndorfNach dem "Pillen-Ding" wieder voll da:
Sänger, Songschreiber und Gitarrist Wyndorf

In welcher Hinsicht hat sich das „Pillen-Ding” denn auf die Studioarbeit ausgewirkt?

Ich glaube, es hat die Aufnahmen in zweifacher Hinsicht beeinflusst: Erstens, es bewirkte, dass ich die Platte sozusagen „ausstöpselte“, nachedem die Basic Tracks eingespielt waren. Als Bass und Schlagzeug fertig waren, sagte ich: „O.k., das war’s!“, weil ich wusste, dass ein Teil von mir, ein großer Teil von mir, in mir hochkam. Also stoppte ich die Sache. Das war ein großer Einschnitt.

War das vor oder nach dem „Pillen-Ding”?

Das war noch davor. Und wenn ich mir’s recht überlege, hat es die Aufnahmen sogar in dreifacher Hinsicht beinflusst. Nummer zwei: Als ich mich hinsetzte, um die Platte zu schreiben, habe ich mich nicht wirklich hingesetzt, um die Platte zu schreiben, denn mein Verstand war so vernebelt von den Pillen. Was ich also gemacht habe, war, einzelne Musik-Stücke zu nehmen, die ich noch nicht für unsere anderen Alben benutzt hatte. So kam die Musik zustande. Normalerweise setze ich mich hin und schreibe die Musik zusammenhängend, alles am Stück.   
Die dritte Art, auf die es die Plattenaufnahmen beeinflusst hat, war die Stimmung. Die Stimmung, in der es gemacht wurde. Nachdem ich wiedergekommen war und wieder okay war, als ich mich also hinsetzte um die Texte und den Gesang zu schreiben, war mein Kopf voller Erinnerungen an diese Zeit des „Pillen-Dings“. Ich glaube nicht, dass ein Künstler so etwas durchmachen kann, ohne irgendwann darüber zu schreiben.

In dem Liedtext von  „I’m Calling You” gibt es die Zeile „What kind of monster have we made?” – Bezieht sich das auf die Menschheit oder auf Sie?

Grundsätzlich eher auf mich – es geht um meine Freundin und mich. Denn mein Leben und meine Welt waren sehr klein zu dieser Zeit und ich habe die Beziehung mit meiner Freundin ziemlich strapaziert. Es gab so viele Missverständnisse zwischen uns. Ich war einfach bekloppt und es sah so aus, als hätten wir eine Riesenscheiße gebaut. Aber jetzt ist wieder alles okay. Es ist seltsam: Alles was Du tun musst, ist, einen Song darüber zu schreiben… und Deine Freundin vergibt Dir [lacht ironisch].

Bei der neuen Platte wurde ja so viel wie möglich live aufgenommen und höchstens ein paar kleine Fehler korrrgiert. Ist es möglich, als Band so tight zu klingen, wenn man alles einzeln aufnimmt? Wie hat Monster Magnet das vorher gemacht?

Ich habe immer schon so gut wie allles aufgenommen, was wir gemacht haben. Aber es war bislang wirklich selten, dass ich nichts nachbessern musste. Was zählt, ist im Grunde das Talent der Rhythm Section. Dies ist die erste Platte mit unserem Drummer Bob Pantella, obwohl er schon ein paar Jahre in der Band ist. Und Bob und unser Bassist Jim spielen so gut zusammen, dass ich nichts ausbessern musste.
Das Problem mit der Nachbesswerung ist nämlich: Man kann Platten super-tight machen, indem man erst etwas spielt und es nachher einfach noch tighter macht. Aber das Problem ist dann, wenn man ein paar Stellen bearbeitet hat, hat man sozusagen einen Kurs für diesen Song gesetzt – jetzt musst  Du alle Fehler mathematisch genau interpretieren. Niemand bewschwert sich darüber, wenn ein Song in Sachen Timing driftet, aber wenn man einmal damit anfängt, etwas zu optimieren, muss man es komplett machen. Und wenn das passiert, hat man am Ende einen extremen, unnatürlich tighten Song, der rüberkommt wie ein Dampfhammer. Viele Leute mögen diesen Sound, ich weiß. All diese Metal-Typen, die endlos an ihre Platten basteln, um sie so unnatürlich tight zu machen. Das ist cool, wenn man darauf steht, aber wenn man eher etwas sucht, das mehr laid back und Rock ’n’ Roll-Style hat, dann ist das ein Desaster, ein Riesen-Ärgernis.

Man sitzt tagelang am Computer herum, nimmt das Stück auseinander, damit es „natürlich“ klingt. Dabei wäre das beste, es einfach auf natürliche Weise aufzunehmen. Man muss im Grunde einfach nur Wert darauf legen, dass die Leute, mit denen man arbeitet, wirklich gut sind. So einfach ist das!

Eine Frage, die alle Fans interessiert: Wann wird denn Monster Magnet endlich wieder live nach Deutschland kommen?

Ich möchte nicht allzu sehr übers Touren nachdenken, bis mein nächstes Projekt, ein instrumentales Solo-Album, fertig ist oder ich es zumindest aufgenommen habe. Bis zum Sommer 2008 denke ich daher gar nicht ans Touren!

Jetzt kommen wir zu den Spaß-Fragen: In der „unoffiziellen Biografie“ auf der Monster-Magnet-Homepage wird die Theorie vertreten, dass Dave Wyndorf durch ein Alien ersetzt wurde. Wenn das wahr wäre, was könnte die Alien-Weisheit uns Sterblichen beibringen?

Ich glaube, dieses Alien hätte wahrscheinlich einen ziemlich guten Überblick über uns Menschen. Hoffentlich hätten die Außerirdischen dann eine Meinung, die neu für uns wäre. Eine Ansicht, die wir nicht haben können, weil wir einfach so mittendrin sind in allem.

Marilyn Manson sieht Sie in seinen Träumen als einen Rock-Gott mit Flügeln aus Marihuana-Blättern, der Feenstaub streut. Haben Sie auch solche Träume?

Was für ein Typ. Haha, nein! Meine Träume enthalten kein Marihuana, aber ich fliege in einer Art Raumschiff herum und es gibt eine Menge Frauen!

Zurück zum Touren. Ich habe gehört, Sie nehmen ihr Rad mit auf Tour und fahren vor dem Konzert durch die jeweilige Stadt? Wie halten Sie sich überhaupt fit?

Das Fahhrad mit auf Tour nehmen war das beste, was ich je gemacht habe. Man hat nämlich nicht viel Freizeit, und wenn man eine Stadt sehen will, in der man vorher noch nie war – zum Beispiel Budabest – ist es das beste, sein Rad zu polieren und einfach herumzucruisen. Das ist wesentlich besser als mit dem Taxi losfahren oder zu Fuss gehen! Aber fit bleiben auf Tour ist überhaupt kein Problem, weil ich jeden Abend zweieinhalb Stunden lang wie ein Verrückter herumspringe. Das hält schlank, soviel ist sicher.

Und jetzt die beliebte nervigen Frage: Gibt es Lieblings-Tracks auf dem Album?

Ich liebe es, das Titellied “4-way Diablo” zu spielen – es ist so einfach und auf den Punkt. Und “Little Bag of Gloom”

In „A Thousand Stars” klingt ihre Stimme ein bisschen wie die des Sängers der norwegischen Band Madrugada – kennen Sie den?

Nein, das war mir nicht bewusst – cool.

Ja, ich glaube, die Band würde Ihnen gefallen …

Singt er auch tief und so? Die höre ich mir auf jeden Fall mal an!

In diesem  Lied gibt es jedenfalls diese Stelle, wenn Sie singen: „I’m jumping into this big black void” – plötzlich zieht sich musikalisch alles zusammen, die Band wird so tight, es hat eine ganz spezielle Energie. Das könnte genau das sein, worüber wir vorhin gesprochen haben: So etwas kann man nicht faken, indem jeder sein Spur nacheinander spielt, oder?

Nein, kann man nicht, man muss sich da komplett hineinwerfen. Es ist nichts, das präzise sein sollte, man sollte einfach hineinfallen. Wenn ich veruscht hätte, dass streng nach Vorschrift zu machen, im Nachhinein noch alles nachzubessern, hätte es niemals so geklungen. Nicht in einer Millionen Jahre! Und dann ware ich richtig sauer. Als ich ein Junge war, habe ich viel Zeit damit verbracht, zu Rock-Shows zu gehen. Denn als ich klein war, war Hard-Rock der King. Da waren Power-Trios und all diese anderen Bands, die Hardrock in einem Style spielten, über den die Leute früher gelacht haben. Aber wenn man heute probiert, diese Sachen zu wiederholen, dann ist das wirklich schwer. Denn da gibt es seine ganze Reihe Tricks, dieser verrückten kleinen musikalischen Tricks, weißt Du. Ich bin wirklich froh, dass ich damals aufgepasst habe. -ski