Tommy Finke
Foto: Jörg Everding
Nach der Premiere in Hamburg und Berlin steigt das TOTAL LOKAL Festival nun in Köln.
Intensive Nächte für Liebhaber akustischer Musik zu veranstalten und damit den Zuschauern die Möglichkeit zu bieten, stetig neue, spannende Acts für sich zu entdecken, das ist der Plan der Organisatoren von TOTAL LOKAL. Zu diesem Zweck werden in Berlin, Hamburg, Köln und München regelmäßig Konzerte mit talentierten Newcomern aus den Genres Rock, Indie, Pop und Singer/Songwriter auf die Bühne gebracht. Die Premiere des TOTAL LOKAL Festivals stieg im Oktober 2012 in Hamburg und Berlin und überzeugte durch mitreißende Darbietungen und begeisterte Zuschauer, die immer wieder eine Zugabe forderten. Denn eine Besonderheit der von AREA Entertainment ins Leben gerufenen Reihe ist die persönliche Atmosphäre zwischen Artist und Publikum, die u.a. durch die Wahl der Locations entsteht. Hier setzt TOTAL LOKAL nämlich nicht auf die klassischen Clubs und Hallen, sondern auf Bars und Kneipen, die ein ganz besonderes Ambiente bieten. Und damit besonders viele Menschen in den Genuss der ausgewählten Konzerte kommen, ist der Eintritt zu den Events sehr kostengünstig, oft sogar kostenfrei. Ein weiteres Highlight der Reihe: TOTAL LOKAL bietet den Gästen die Gelegenheit, sobald sie ihren ganz persönlichen Liebling gefunden haben, mit diesem ein privates Hauskonzert zu veranstalten (www.totalokal/zu-hause). In der Wohngemeinschaft ergibt sich die nächste Chance herauszufinden, welcher Musiker dafür geeignet ist. Am 26. Januar spielen dort Tommy Finke und Börgerding sowie Lendgold und Sons of the Lighthouse.
Tommy Finke
Gemeinsam mit Börgerding begeisterte der Bochumer Songwriter bereits die Gäste der Festival-Premiere. Das Geheimnis seines Erfolges ist die Vielseitigkeit, die er als Musiker an den Tag legt. Ob solo, mit einer kompletten Band oder auch nur mit ein paar ausgewählten Künstlern zur Unterstützung der Darbietung, Tommy Finke begeistert das Publikum mit selbst geschriebenen deutschsprachigen Songs. Seine Live-Auftritte sind so beliebt, weil man dem Musiker in jeder Sekunde anmerkt, dass er mit dem Herzen bei der Sache ist. Die Songs, die irgendwo zwischen The Beatles, Rio Reiser und Oasis anzusiedeln sind, trägt Finke mit der nötigen Portion Selbstbewusstsein und Spaß am Musikmachen vor, und man merkt, dass er nicht erst seit gestern an den Instrumenten dreht. Bereits mit sieben bekam Tommy Finke seinen ersten Tinnitus, wobei er dies - nach eigener Aussage - dem Umstand zu verdanken hatte, dass er gnadenlos der Musik verfallen war. Als Teenager spielte er in einer Punkband, 2004 kam dann die erste Indie-Pop-EP „1000 Meilen" auf den Markt. Die Alben „Repariert was euch kaputt macht" (2007) „Poet der Affen/Poet of the Apes" (2010), ein zweisprachiges Werk, das alle Songs in deutschen und englischen Versionen enthält, folgten. Aktuell hat der Songschreiber wieder eine EP am Start: Die fünf Songs auf „Kämmbar?" steigern mit abwechslungsreichen Sounds und cleveren Texten die Vorfreude auf das kommende Album.
Frank Börgerding
Börgerding
Das Quartett aus Köln hat sich nach seinem Frontmann Frank Börgerding benannt und daraus auch gleich die Philosophie der Band abgeleitet. Börgerding bedeutet nämlich soviel wie „Bürgerrat", und die vier Musiker machen - nach eigener Meinung - Musik für mündige Bürger, also für Menschen, die einen kunstvoll komponierten Song genauso zu schätzen wissen wie Texte, die geistreich und oft eine Spur (selbst-)ironisch sind. Im Klartext heißt das: geistreiche deutschsprachige Texte über die wichtigen Dinge im Leben, unterlegt von einem oft groovenden Mix aus Rock und Pop. Frontmann Frank erklärt die Kompositionen der Band so: „Wir suchen uns den Stil, die Musik, die wir machen, nicht vorsätzlich aus. Wir machen einfach, und durch die große Vielfalt an stilistischen Einflüssen, die jeder mitbringt, entsteht etwas, das zugleich stilistisch offen und heterogen ist. Wenn wir diese Vielfalt zusammentragen, entsteht Börgerding. Man kann, wenn man Musik als Kunst begreift, gar nicht beeinflussen, wohin die Reise geht. Denn es kommt einfach aus einem heraus." Anhand der zwölf Songs des selbstbetitelten Debüt-Albums, das von Frank Pilsl (Philipp Poisel) produziert wurde, kann man hören, wie vielfältig die vier Jungs wirklich sind. Frank Börgerding (Gesang), Nils-Peter Neubauer (Gitarre), Robert Lindemann (Bass) und Martin Esser (Schlagzeug, Percussion) haben sich von Blues, Funk, NDW und anderen musikalischen Einflüssen inspirieren lassen und bieten darauf ebenso nach vorne gehende Songs wie gefühlsbetonte Stücke. Beim TOTAL LOKAL Festival in der Wohngemeinschaft wird Frank Börgerding sich und die Songs des aktuellen Albums „Börgerding" solo präsentieren.
Lendgold
Lendgold
Die Gewinner des Bandwettbewerbs „Köln rockt 2012" sind ebenfalls aus Köln und stehen für druckvollen Alternative Rock. Besonders die klare wie kraftvolle Stimme von Sänger und Gitarrist Johannes Knechtges lässt Hörer von Songs wie „Goldschatz", „Du machst mich krank" oder „Spiel mit mir" aufhorchen. Der gewaltige Sound, den das Trio aus Bass (Sebastian Jochheim), Gitarre und Schlagzeug (Vincenz Deckstein) zaubert, ist die perfekte Untermalung der überzeugend vorgetragenen Texte, die Knechtges selbst schreibt.
Sons of the Lighthouse
Sons of the Lighthouse
Auch diese fünf Jungs kommen aus Köln und waren bei „Köln rockt 2012" dabei. Sie lieferten sich ein spannendes Finale mit Lendgold, aus dem sie knapp als Zweitplatzierte hervorgingen. Einer muss nunmal gewinnen, und das sagt nun wirklich nichts über die Fähigkeiten des Quintetts an den Instrumenten aus. Denn Marcus Klapproth, Chris Dissel, Niklas Köhn, Martin Leberfing und Sänger Leonard Kuhnen haben alle schon lange in verschiedenen Bands gespielt, bevor sie sich im April 2012 zu Sons of the Lighthouse zusammenschlossen. Ihr Stil bewegt sich irgendwo zwischen folkigem Americana, knackigen Indie-Riffs und treibendem Alternative Rock. 
TOTAL LOKAL Festival, 26.1. 2013, 20h, Wohngemeinschaft, 5€, www.totalokal.de
ACHTUNG! Da es für das Konzert am 26.1. nur noch wenige Restkarten an der Abendkasse gibt, wurde ein Zusatztermin organisiert: Am Dienstag, 29.1., treten die vier Künstler ab 20 Uhr wieder in der Wohngemeinschaft auf. Der Eintritt liegt ebenfalls bei 5€.
