25.8., 14-22h, 26.8., 11-22h, Heliosstraße, Ehrenfeld

Begründet im Jahr 1845 mit dem Zweck, Platz für Gewerbeflächen und preiswerten Wohnraum zu schaffen, entstand der Vorort mit der Bezeichnung Ehrenfeld. Im Jahr 1888 erfolgte die Eingemeindung Ehrenfelds als Stadtteil von Köln. Dem Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit folgte die Saure-Gurken-Zeit: Schließungen vieler vor Ort angesiedelter Unternehmen, Arbeitslosigkeit, Kriminalität. Doch auch das hatte eine positive Seite, denn die Mietpreise vor Ort sanken, was wiederum Studenten und Kulturschaffende anzog. Von da an ging es wieder bergauf mit dem ehemaligen Arbeiter- und Industriestadtteil. Insbesondere in brachliegenden Industrieräumen und Werkshallen entstanden Ateliers, Studios, Theater und Clubs wie das Underground und die Live Music Hall, später kamen u.a. das Herbrand's, das ARTheater, das Cinenova, Die Werkstatt und das wiederbelebte Vulkan-Gelände hinzu. Neben einer steigenden Zahl von Restaurants und Szenekneipen wuchs auch das Angebot an Kunst, Musik und Theater. Heute ist das im Kölner Westen gelegene Viertel über die Stadtgrenzen hinaus als Szenetreffpunkt bekannt und wird als Wohnviertel immer beliebter. So beliebt, dass der Eigentümerwechsel des Helios-Geländes vor ein paar Jahren 2010 den Plan zutage förderte, auf dem zentral gelegenen Platz ein Einkaufszentrum zu errichten. Zahlreiche Proteste von Ehrenfelder Bürgern und Nutzern des Geländes sowie die eigens gegründete Bürgerinitiative Helios führten dazu, dass der Plan seitens des Investors wieder verworfen wurde. Andere Ideen, wie der Bau einer Schule, mehr Grünflächen, Büroräume und Wohnungen sowie der Erhalt der Kulturszene mit Künstlerateliers und dem Club Underground und eventuell sogar die Erweiterung durch eine „Kulturmeile Ehrenfeld" in der Heliosstraße, sind noch nicht vom Tisch. Die Ereignisse der letzten Monate haben eines bewiesen: Den Ehrenfeldern ist die Erhaltung der kulturellen Vielfalt auf dem Helios-Gelände wichtig. Um zur Stärkung des Stadtteils und besonders des Areals um den Helios-Turm beizutragen, haben die Macher des Underground in Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative Helios nun ein Kulturfest ins Leben gerufen. Das Heliosfest möchte den ansässigen Unternehmen und Geschäftsleuten sowie Institutionen der Kultur- und Kreativszene die Möglichkeit bieten, das Helios-Gelände als wichtigen Standort für Kunst und Kultur in Köln zu präsentieren. Das Projekt wird von zahlreichen Künstlern, Musikern und Autoren unterstützt, die beim Heliosfest unentgeltlich live auftreten werden: Alex Alicke, Brings, BxDxF, Cowboys on Dope, Dan O'Clock, Das Frivole Burgfräulein, Frank Schätzing, Helmut Zerlett, Flying TVs, Gentleman, Jonas David, Gerry Lee & The Wanted Men, Jaki Liebezeit & Drums off Chaos, Lucky Kids, Kasalla, Muskat120, My Favorite Dentist, Oli P., Rheinische Musikschule, Peter Rüchel, Slowdown, Jürgen Zeltinger u.v.a.

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