Point-&-Click-PC-Adventure

Geron, der Held in „Das Schwarze Auge - Satinavs Ketten" (Daedalic Entertainment/Deep Silver) hat in seiner Heimatstadt Andergast einen schweren Stand. Von einem auf dem Scheiterhaufen verbrannten Seher als Auslöser des zukünftigen Untergangs der Stadt beschworen, wird er von seinen Mitbürgern als Unheilbringer beargwöhnt. Als Raben - dunkle Vorboten eines furchtbaren Unglücks - den Ort heimsuchen, fängt Geron auf Geheiß seines Onkels zunächst die Fee Nuri ein. Später rettet er sie vor einem wütenden, abergläubischen Mob und muss dann endgültig das Weite suchen.

1

Die zarte, etwas weltfremde Fee wird Gerons Begleiterin und kann - genau wie Geron selbst - Magier-Fähigkeiten anwenden. Zudem sorgt sie für einige heitere Momente in einer ansonsten recht düsteren und sehr spannenden Geschichte, die in Aventurien, der Welt des Rollenspiels „Das Schwarze Auge", spielt. Das Rätselniveau ist gehoben und tendiert gegen die zweite Hälfte des Spiels zu längeren Aufgabenverkettungen, die einiges an Gedankenleistung erfordern.

2

Grafisch ist das Abenteuer mit seinen feinen, detailreich gezeichneten und gut ausgeleuchteten Hintergründen sehr ansprechend. Lediglich die Animationen sind teilweise etwas hakelig, und bisweilen klappt es bei den Dialogen nicht mit der Lippensynchronität. -jsz