Schloss Drachenburg
Foto: Schloss Drachenbrug gGmbH/Christoph Fein
Lange Tage und laue Abende laden zu Kurztrips an lauschige Plätze und interessante Orte ein. Wir verraten, wohin die Reise gehen kann.
Einladende Landschaften
Der Botanische Garten
Der Botanische Garten in Köln ist vielen auch unter dem Begriff Flora bekannt, weil er ursprünglich aus zwei Anlagen, der Flora und dem Botanischen Garten entstanden ist. Das Gesamtareal gilt heute als einer der schönsten Gärten Deutschlands (www.schoenstegaerten.de). Ein Besuch im Naturparadies mitten in der Stadt bietet Erholungssuchenden eine Auszeit von deren Trubel und ist zudem auch noch ziemlich lehrreich: 10.000 Pflanzen aus allen Vegetationszonen sind hier ausgestellt und ausführlich anhand von Schildern erklärt. So können die Besucher durch Duft-, Heilpflanzen- und Bauerngärten, ein Alpinum, einen Tropischen Hof und einen Subtropengarten, einen Lilien- und einen Irisgarten wandeln sowie vier Tropen-, Subtropen- und Wüstenhäuser besuchen. Wer den verschlungenen Wegen zwischen den Gewächshäusern folgt, stößt auf schöne, manchmal sogar verwunschene Landschaften, die kaum jemand hinter dem relativ kleinen englischen Park im Eingangsbereich der Flora vermutet.
INFO Riehl, Alter Stammheimer Weg, Tel.: 0221-56 08 90,
Ö: tägl. 8h bis zur Dämmerung, www.botanischergarten-koeln.de
Brückenkopfpark Jülich
Verschiedene Garten-, Wald- und Wasserlandschaften hat der über 30 Hektar große Brückenkopfpark in Jülich zu bieten. Spielplätze ermöglichen den jüngeren Besuchern, sich auszutoben. In verschiedenen Tiergehegen sind Rot- und Rehwild, Wildschweine, schottische Hochlandrinder, aber auch Wölfe und Luchse zu Hause. Wer gerne einen Vierbeiner streicheln möchte, kann das im Haustier- und Ziegengehege oder auf der Esel- und Ponywiese tun. Für sportlich interessierte Naturfreunde gibt es einen Kanuverleih und einen Hochseilklettergarten. Auch eine Skateranlage und ein Beachvolleyballplatz stehen zur Verfügung. Hungrige und durstige Besucher können eine kleine Pause im Park- oder im Zoocafé einlegen.
Special: 8., 11., 14. und 18.7.; Kinderkultursommer mit Musik, Theater und Clownsprogramm
INFO Rurauenstraße 11, Jülich, Tel.: 02461-979 50, Ö: tägl. 9-18h, www.brueckenkopf-park.de
Externsteine im Teutoburger Wald
Mitten im Teutoburger Wald am nordöstlichen Rand von Nordrhein-Westfalen bilden die sogenannten Externsteine eine beeindruckende wie geheimnisvolle Naturlandschaft: 13 bis zu 35 Meter hohe graue Felsen, die sich vorwiegend aus Sandstein in der Unterkreide-Zeit aufbauten, zeugen von der wechselhaften Geschichte vor Ort: Besucher können ein Kreuzabnahmerelief, welches mittelalterliche Steinmetze in den Felsen schlugen, eine mittelalterliche Grottenanlage und eine Aussichtsplattform mit einer Treppenanlage aus dem 19. Jahrhundert besichtigen. Auch eine mystische Bedeutung wird dem „Stonehenge des Teutoburger Waldes" nachgesagt. Noch heute zeugen die Feste zur Sommersonnenwende und die Walpurgisnacht von mittelalterlichem Aberglauben und Mystizismus. Neben Esoterikern trifft man dort auf (selbst ernannte) Hexen, Druiden, keltische und germanische Glaubensgemeinschaften, die gemeinsam feiern.
INFO Navi-Adresse: Externsteiner Str. 35, 32805 Horn-Bad Meinberg,
Tel.: 05234-202 97 96, Ö: tägl. 10-18h, www.externsteine-info.de
Externsteine
Foto: Landesverband Lippe/Drewes
Naturpark Maas-Schwalm-Nettetal
Der 435 Hektar große Naturpark Maas-Schwalm-Nettetal liegt im deutsch-niederländischen Grenzgebiet auf Teilgebieten der Kreise Kleve, Viersen, Heinsberg und Mönchengladbach in einer Landschaft, die völlig flach ist, aber dennoch einiges zu bieten hat: Dazu gehören vor allem auch die durch Torfstich entstandenen Krickenbecker Seen und die namensgebenden Flüsse Schwalm und Nette sowie die Niers und Rur mit ihren zahlreichen Nebengewässern. Weil das Wasser die Landschaft besonders geprägt hat, widmet sich seit Anfang Mai eine neue Naturparkschau unter dem Titel „Wundervolle Wasserwelt" auf dem Gelände des Freilichtmuseums Dorenburg ganz dem lebensspendenden Nass: An ausgewählten Standorten können die Besucher des Naturparks einzigartige Blicke auf Wasserlandschaften genießen. Neun Premium-Wanderwege führen durch Wald, Felder, Heidelandschaften, Weiden für Moorschnucken und Obstplantagen, vorbei an uralten Eichen, Bauernhäusern - und immer wieder Wasser. Wer möchte, kann auch mit einem der neuen, speziell ausgebildeten Scouts auf Erkundungstour gehen.
INFO Geschäftsstelle: Willy-Brandt-Ring 15, Viersen,
Tel.: 02162-81 70 94 08, www.npsn.de; www.coolbreaks.de
Rotweinwanderweg im Ahrtal
Wer gerne durch Weinberge spaziert, ist am besten auf dem Rotweinwanderweg in der Eifel aufgehoben, wo die Wanderer den Winzern auf die Finger gucken und den romantischen Ausblick ins Ahrtal genießen können. Der Weg startet in Altenahr mit dem Aufstieg zur Burgruine Are und führt dann auf einer Strecke von 35 km meist auf halber Höhe durch die Weinbergterrassen, aber auch durch manches Waldstück über Bad Neuenahr-Ahrweiler nach Bad Bodendorf. Sollten sich auf dem beliebten Wanderweg bereits zu viele Ausflügler tummeln, bietet der Ahrtalweg, der unten an der Ahr entlangführt, eine attraktive Akternative. Er beginnt in Altenahr direkt mit einem wunderschönen Weg durch das Naturschutzgebiet Langfigtal, das sich auch bestens für kurze Spaziergänge eignet.
INFO www.ahr-rotweinwanderweg.de
Vulkaneifel
Ein besonders spannendes Ausflugsziel ist die Vulkaneifel: 240 Vulkan-Kegel und -Stümpfe, rund 60 Maare, Lavaströme, Quellen, roter Sandstein und tropische Riffe zeugen von der geologisch bewegten Geschichte dieses Landstrichs. Die eindrucksvollsten Hinterlassenschaften der feurigen Vergangenheit sind wohl die Maare, bei denen es sich um mit Wasser gefüllte ehemalige Vulkankrater handelt. Sehenswert ist auch der Laacher See, der bei dem größten mitteleuropäischen Vulkanausbruch vor 13.000 Jahren entstanden ist. Die dort austretenden Gase sind ein Beweis dafür, dass die Eifelvulkane auch heute noch aktiv sind. Der explosiven Entstehungsgeschichte der Landschaft können die Besucher sich auf verschiedenen Wegen nähern, beispielsweise auf einer ausgeschilderten Ferien- und Erlebnisstraße. Sie verbindet 39 erschlossene geologische, kulturhistorische und industriegeschichtliche Sehenswürdigkeiten rund um das Thema Eifelvulkanismus. Im Vulkanpark im Landkreis Mayen-Koblenz sind 23 vulkanologische und kulturhistorische Projekte zu sehen, darunter drei Informations- und Erlebniszentren: das Vulkanpark Infozentrum Plaidt/Saffig, das Römerbergwerk Meurin bei Kretz und der Lava-Dome mit Lavakeller in Mendig.
INFO Anfahrt zur Vulkanstraße: Die Autobahnen A 61, Ausfahrt Mendig, und A48/1, Ausfahrt Manderscheid, führen unmittelbar dorthin.
Vulkanpark Infozentrum: Rauschermühle 6, Plaidt,
Tel.: 02632-98750, Info-Hotline: 01801-88 55 26,
Ö: Mo (nur in den Schulferien: Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen), Di-So und feiertags 9-17h; www.vulkanpark.com; weitere Tipps auf www.eifel.info/vulkaneifel.htm
Dahlienpracht im Botanischen Garten
Foto: Dr. S. Anhalt
Romantische Ruinen
Schloss Sayn/Garten der Schmetterlinge
Eine Anlaufstelle für Natur-, speziell für Tierliebhaber, ist auch das Schloss Sayn in der Eifel. Neben dem im Krieg zwar erheblich zerstörten, mittlerweile aber wieder restaurierten neugotischen Schlossgebäude, dessen Grundsteine schon im Mittelalter gelegt wurden, ist der Garten der Schmetterlinge die Hauptattraktion. Mitten im romantischen Schlosspark mit seinen alten Baumriesen, Teichen und Bächen schufen Fürst Alexander und Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein-Sayn vor 25 Jahren in zwei Pavillons ein kleines exotisches Paradies, wo Schmetterlinge aus allen Kontinenten der Erde zwischen Bananen, Hibiskus und anderen tropischen Pflanzen umherflattern. Auch Zwergwachteln mit nur hummelgroßen Küken, Schildkröten, bunte tropische Finken und der geheimnisvolle Grüne Leguan sind hier zu Hause.
Special: 3.8., Tanz der Bananenfalter. Der Garten der Schmetterlinge ist an diesem Tag bis in die Dunkelheit geöffnet.
INFO Tel.: 02622-15 47 8 (Garten der Schmetterlinge, Tel.: 02622-90 24 0 (Schloss), Ö: tägl. 9-18h, www.sayn.de
Schloss Drachenburg
Der Drachenfels in Königswinter ist nicht nur wegen der gespenstischen Ruine der Burg Drachenfels eine Reise wert: Auf dem Berg des Siebengebirges, von dem früher einmal vermutet wurde, dass ein Drache dort haust, thront ein Schloss mit dem märchenhaften Namen Drachenburg. Es wurde jedoch weder von Fabelwesen oder Märchenprinzen, noch nicht einmal von echten Königen oder Herzogen bewohnt. Erbaut wurde es 1882 von dem jüngsten Sohn eines Bonner Gastwirtes, der nach einer Banklehre als Börsenanalyst zu großem Reichtum gelangte. Er wurde zwar später in den Adelsstand erhoben, bezog das Schloss aber nie, sondern verstarb in seiner Wahlheimat Paris. Seitdem diente es vor allem als Touristenattraktion, Jungeninternat und nationalsozialistische „Eliteschule". In den 70er Jahren wurde es von einem exzentrischen Textilkaufmann bewohnt. Nach der Sanierung, die 2010 beendet wurde, ist das schöne Schloss in neuem Glanz erstrahlt. Mit seinen vielen Türmen und Zinnen, Wandmalereien und goldschimmernden Bögen und Säulen lädt es heute die Besucher ein, sich wie ein König zu fühlen.
INFO Drachenfelsstraße 118, Königswinter, Tel.: 02223-90 19 70,
Ö: Mo-So 11-18h, www.schloss-drachenburg.de
Schloss Burg
Eine waschechte Ritterburg können Fans von Mittelalter-Romantik in dem Solinger Stadtteil Burg an der Wupper besichtigen: Der Rittersaal ist deren wichtigster Raum, aber auch die Kemenate, der Wohnraum der ehemaligen Burgherren, der Grafen von Berg und ihrer Familien, das Schlafzimmer, das Musikzimmer, die Küche, die Schuster- und die Rüstkammer können die Besucher sich anschauen. Dort bestaunen sie Rüstungen, Waffen, Kettenhemden und andere originale Gegenstände aus dem Mittelalter. Ebenfalls sehenswert ist die schlosseigene Kapelle. Von Schloss Burg aus führen Wanderwege in die umliegenden Wälder und an der Wupper entlang zum Park unter der Müngstener Brücke, der höchsten Eisenbahn-Brücke Deutschlands. Um deren Bau Ende des 19. Jahrhunderts ranken sich viele Mythen: Beispielsweise soll dort ein goldener Niet verbaut worden sein, der allerdings bis heute nicht gefunden wurde. Wer nicht hinabklettern mag, kann auch in dem malerischen Ort Burg eine kleine Pause einlegen und in einer der Gaststätten eine bergische Kaffeetafel genießen.
Special: Mittelaltermarkt, 30.6.+1.7.; Märchen- und Sagentage, 28.-29.7., 10-18h, für Kinder ab 3 Jahren
INFO Schloßplatz 2, Solingen, Tel.: 0212-24 22 60, Ö: Mo 13-18h,
Di-So 10-18h, www.schlossburg.de
Schloss Augustusburg
Foto: F. Monheim
Schloss Augustusburg & Falkenau
Liebhaber romantischer Schlösser sollten die Stadt Brühl ansteuern, denn dort gibt es die begehrten Besichtungsobjekte gleich im Doppelpack: Schloss Augustusburg war die Lieblingsresidenz des Kölner Kurfürsten und Erzbischofs Clemens August aus dem Hause Wittelsbach (1700-1761) und zählt zu den bedeutendsten Bauten des Rokoko in Deutschland. Das gelungene Miteinander von Architektur, Plastik, Malerei und Gartenkunst ist ein Grund für die Aufmerksamkeit, die dem glamourösen Bau zuteil wird. Herzstück des Ganzen ist das prunkvoll-majestätische Treppenhaus. Das kleinere Lustschlösschen Falkenlust liegt nur einen kurzen Spaziergang entfernt am Rand eines abgeschiedenen Wäldchens. Es war das Lieblingsschloss des Erzbischofs Clemens August, der dort der Falkenjagd nachging. Die schmucken Rokoko-Schlösser Augustusburg und Falkenlust gehören mitsamt der prächtigen Parkanlage seit 1984 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Special: Auch in diesem Jahr steigen über die Sommermonate wieder die Brühler Schlosskonzerte mit dem Finale plus Feuerwerk am 25.8.: Termine unter www.schlosskonzerte.de/programm
INFO Zielort Navigationsgerät (GPS): Schloss Augustusburg,
Parkplatz Max-Ernst-Allee (Jagdschloss Schloss Falkenlust:
Otto-Wels-Straße), 50321 Brühl, Tel.: 02232-94 43 10, Ö: Di-Fr 9-12 und 13.10-16h; Sa und So 10-17h, www.schlossbruehl.de
Schloss Loersfeld
Wer bei der Assoziationskette „Schloss - Spitzengastronomie - Kölner Umland" nur an Bensberg denkt, hat definitiv etwas verpasst. Auch in Kerpen gibt es ein Schlossrestaurant mit Sterneküche. Schloss Loersfeld liegt inmitten eines wunderschönen Parks, der alleine schon einen Besuch lohnt. Im Frühjahr gab es ein großes Fest zum 750-jährigen Bestehen. Bei der Gelegenheit wurde auch der 20. Geburtstag des Restaurants gefeiert. Küchenchef ist seit 2001 Rudolf Thewes. In dieser Zeit erkochte er mit seinem Team insgesamt 17 Gault-Millau-Punkte und einen Michelin-Stern. Darüber hinaus wurde ihm im vergangenen Jahr eine besondere Ehre zuteil: Er wurde offizielles Mitglied der „Jeunes Restaurateurs d'Europe", einer elitären Vereinigung junger Spitzenköche mit strengen Aufnahmekritierien. Gourmets mit einem Faible für gediegenes Ambiente sollten unbedingt einmal dort gewesen sein. Glück hat, wer bei gutem Wetter einen Platz auf der Terrasse ergattert. Hin und wieder finden im und um das Schloss auch Veranstaltungen und Märkte statt.
Special: 19.8., traditionelle Oldtimer-Rallye und Greifvogel-Flugshow
INFO Kerpen, www.schlossloersfeld.de
Kunst und Kultur
Bilderbuchmuseum Burg Wissem
Im 16. Jahrhundert wurden die ersten Grundsteine für die Anlage der Burg Wissen gelegt. Das leuchtend rote Herrenhaus wurde jedoch erst um 1840 im klassizistischen Stil erbaut. Es lockt heute aus einem ganz bestimmten Grund viele Menschen, besonders Familien, nach Troisdorf: Die hübsche kleine Burg beherbergt eine einzigartige Sammlung künstlerischer Bilderbuchillustrationen. Arbeiten von bekannten Bilderbuchmachern wie Helme Heine, Janosch oder Leo Lionni ebenso wie von Künstlerinnen und Künstlern, die erst in jüngerer Zeit in Erscheinung getreten sind, wie Wolf Erlbruch, Nikolaus Heidelbach oder Jutta Bauer, sind dort ausgestellt. Am 10. Juni eröffnete die gerade aktuelle Ausstellung „Künstlerbücher für Kinder". Weil die kleine Wasserburg in einem Park mit Wildgehegen und Abenteuerspielplatz am Rande eines weitläufigen Naturschutzgebietes liegt, ist sie auch an wärmeren Tagen ein beliebter Ausflugsort. Denn nach einer Entdeckungsreise durch die Burg können Erwachsene hier prima entspannen, während die Kleinen toben und Tiere beobachten.
INFO Burgallee 1, Troisdorf, Tel.: 02241-88 41-421 oder -427,
Ö: Di-Fr 11-17h, Sa, So, feiertags 11-18h, www.troisdorf.de
Schloss Burg
Sandskulpturen Monschau
Dass man aus Sand mehr als nur schlichte Burgen bauen kann, wird allen neugierigen Ausflüglern klar, die diesen Sommer nach Monschau reisen. Dort haben Bildhauer aus Sand Nachbildungen so berühmter europäische Bauwerke wie den Eiffelturm und Sandporträts von Menschen wie Beethoven und Einstein gefertigt, die jetzt in einer großen Ausstellung bewundert werden können. Auch geschichtliche Begebenheiten, wie eine Kriegsszene zwischen Wikingern und Engländern, sind sehr anschaulich nachgestellt. Die lieben Kleinen kommen bei einer Schnitzeljagd, im Sandbrunnen und in dem riesigen Sandkasten auf ihre Kosten.
INFO Burgau 15, Monschau, www.sandskulpturenmonschau.de
Museumsinsel Hombroich
Wenn Kunstliebhaber „reif für die Insel" sind, haben sie es nicht weit: Der Düsseldorfer Kunstsammler Karl-Heinrich Müller erwarb die „Insel" Hombroich am Ufer der Erft vor 30 Jahren als verwilderten Park und verwandelte sie in einen Kunstraum, der im Dialog mit der ihn umgebenden Natur steht. Er beauftragte den Landschaftsarchitekten Bernhard Korte, das Gelände zu einer Landschaft mit Parks, Auen und Terrassen zu rekultivieren. Darauf entstanden vom Düsseldorfer Bildhauer Erwin Heerich entworfene Gebäude, wie die Orangerie, der Graubner-Pavillon und die Hohe Galerie. Der Düsseldorfer Architekt Hermann Müller kreierte die „begehbaren skulpturalen Architekturen", wie das Labyrinth, den Turm, den Tadeusz-Pavillon, die Schnecke, das Zwölf-Räume-Haus sowie die Cafeteria und das Kassengebäude. In einigen dieser Bauten ist die Kunstsammlung Müllers untergebracht, darunter Werke von Hans Arp, Paul Cézanne, Yves Klein, Henri Matisse und vielen anderen Künstlern sowie Kunst der Khmer und aus dem frühen China. Die Museumsinsel wird von der Stiftung Insel Hombroich getragen, die sie mit der benachbarten Raketenstation Hombroich, einer ehemaligen Raketenstellung der Nato, zu einem großen Kulturraum verband.
INFO Minkel 2, Neuss, Tel.: 02182-887 40 00, Ö: tägl. 10-19 Uhr, www.stiftunginselhombroich.de
Arp Museum
Der schöne klassizistische Bau des Bahnhofs Rolandseck von Emil Hermann Hartwich wurde 1856 vollendet und gilt als bedeutendes Kulturdenkmal der rheinischen Kunstgeschichte und des frühen deutschen Eisenbahnbaus. Auch heute kommt noch einmal in der Stunde ein Zug, hauptsächlich um die neugierigen Menschen zum Arp Museum Rolandseck zu bringen, denn in dem alten Bahnhof ist heute bildende Kunst zu Hause. In dem ehemaligen Bahnhofsgebäude und dem angeschlossenen neuen Richard Meier Bau betreibt die Landes-Stiftung Arp Museum Bahnhof Rolandseck ein Museum: Im Zentrum der Ausstellung stehen die Werke der berühmten Dada-Mitbegründer Hans Arp und Sophie Teubner. In wechselnden Ausstellungen werden zudem Werke zeitgenössischer Künstler präsentiert. Noch bis zum 12. August sind die Betonskulpturen von Joachim Manz im Arp Museum zu sehen.
INFO Hans-Arp-Allee 1, Remagen, Tel.: 02228-94 25 12, Ö: Di-So und an Feiertagen 11-18h, http://arpmuseum.org
Action all day long
Europapark Disneyland Paris
In Paris lädt das Disneyland mit fünf verschiedenen Themenwelten ein, auf Entdeckungsreise zu gehen: Im Adventureland können die Besucher beispielsweise in einer rasanten Achterbahn mit Indiana Jones oder in einem kleinen Boot mit den Piraten der Karibik auf Abenteuerreise gehen. Im Fantasyland fliegen die Gäste mit einem Segelboot über London zu den Sternen und folgen Peter Pan auf einer fantastischen Reise in das Nimmerland oder drehen eine Runde in Matt Hatters Teetasse. Das ist nur ein Bruchteil dessen, was es im Disneyland zu entdecken gibt. Deswegen bieten zahlreiche fantasievolle Hotels die Möglichkeit, über Nacht zu bleiben und noch einen weiteren Tag das fantastische Angebot zu nutzen.
INFO Anfahrt: Eine gute Möglichkeit bequem ins Disneyland zu reisen ist eine Bahnfahrt mit dem TGV oder dem Thalys, die weniger als vier Stunden dauert. Vom Pariser Nordbahnhof führt dann der RER A direkt zum Disneyland; www.disneylandparis.de
Erlebnispark Tripsdrill
Im Erlebnispark Tripsdrill dreht sich alles um das Thema „Schwaben anno 1880". Im historischen „Ländle" führt die Reise rasant durch luftige Höhen oder gemächlich über den Mühlensee: Besonders beliebt sind die Holzachterbahn Mammut oder das Waschzuber Rafting, die G'sengte Sau, der Doppelte Donnerbalken oder die Badewannenfahrt zum Jungbrunnen. Die Besucher können aber auch einfach gemütlich durch die Dorfstraße bummeln oder im Gasthaus niveauvoll einkehren. Wer vom Trubel im Erlebnispark genug hat, kann den angeschlossenen Wildpark erkunden: Auf 47 Hektar laden ein Walderlebnispfad und ein Barfuß-Pfad zu Erkundungstouren in der Natur ein. Rund 40 Tierarten können die Besucher dabei bestaunen. Kleine Besucher fühlen sich auf dem Abenteuerspielplatz wohl. Hungrige Gäste können sich in der Wildsau-Schenke stärken oder die Speisen auf Grillstellen selbst zubereiten. Wer ausreichend Zeit für alle Angebote haben möchte, kann hier auch übernachten - in hübschen Holzwohnmobilen oder Baumhäusern.
INFO Erlebnispark Tripsdrill GmbH, 74389 Cleebronn/Tripsdrill,
Ö: tägl. 9-18h, http://tripsdrill.de
Text und Recherche: Susanne Esch
