Ausgabe August 2017

Diesen Herbst: Die neue Saison

Museen und Bühnen stellen hier ihre Highlights der kommenden Kultursaison vor. (Teil eins)

WEST SIDE STORY Foto: Johan Persson

Musical Dome Köln

Von Oktober bis Februar sind im Musical Dome fünf der größten Highlights der Musical-Geschichte und drei einzigartige Bühnenshows, die weltweit Millionen begeistern, zu erleben. Eines der Highlights ist die unangefochtene Nummer 1 des amerikanischen Musiktheaters: die West Side Story. In der international gefeierten Inszenierung von Joey McKneely führt sie vom 9. bis 14. Januar 2018 das Publikum mit den weltbekannten Kompositionen von Leonard Bernstein und den Originalchoreografien von Jerome Robbins in die brodelnde New Yorker West Side. In der Domstadt feiert das Erfolgs-Musical den Abschluss seiner 15-monatigen Welttournee!

Dietmar Maier, Pressesprecher BB Group

Odysseum Köln

H2O-Mitmachshow Foto: Veranstalter

In den Sommerferien lädt das Odysseum Köln – passend zum aktuellen Leitthema Klimawandel – zu verblüffenden Experimenten rund um die Stoffe H2O und CO2 ein. In der „H2O-Mitmachshow“ erfahren die Besucher alles über Wasser und seine erstaunlichen Eigenschaften. Im Workshop „Allerlei mit CO2“ können die Zuschauer aktiv mitmachen und erleben spannende Experimente mit Trockeneis oder einem CO2-Aquarium. Die Sonderausstellung „ICE AGE: Dem Mammut auf der Spur“ hat während der Ferien natürlich auch geöffnet und ermöglicht einen faszinierenden Einblick in die letzte große Eiszeit.

Annette von Bismarck-Osten, Senior Manager PR & Communications

Schauspiel Köln

Foto: Schauspiel Köln

Ich persönlich freue mich ganz besonders auf ROMEO und JULIA von William Shakespeare im DEPOT 1, inszeniert von der bereits mehrfach ausgezeichneten Nachwuchsregisseurin Pinar Karabulut. Ihr großer szenischer Einfallsreichtum und ihr überraschender Blickwinkel auf klassische Texte finde ich sehr gut. Ich denke wir werden damit nicht nur unser Stammpublikum sondern auch viele Jugendliche und junge Erwachsene begeistern. Premiere feiern wir damit am 14. Oktober – sowie weitere drei Eröffnungspremieren im September und Oktober.

Stefan Bachmann, Intendant des Schauspiel Köln

Kölner Philharmonie

philharmonie.tv Foto: Jörn Neumann

Ich kann an dieser Stelle kein bestimmtes Konzert empfehlen – es müssten hunderte sein! Und dem Freund großer Sinfonik würde ich keinen progressiven Jazz ans Herz legen, sowie ich den Fado-Fan nicht zuerst vom klassischen Streichquartett begeistern wollte. In der Kölner Philharmonie ist glücklicherweise für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Wer sich aber in seiner Entscheidung unsicher ist, der kann sich von der Konzertauswahl inspirieren lassen, die wir auf philharmonie.tv ins Internet streamen, in bester Bild- und Tonqualität. Trotzdem empfehle ich (nun doch): Ein live erlebtes Konzert in der Kölner Philharmonie ist durch nichts zu ersetzen!

Louwrens Langevoort, Intendant der Kölner Philharmonie

Museum Ludwig

Foto: Museum Ludwig / Lee M.

Neben der sehenswerten Fotoausstellung Werner Mantz. Architekturen und Menschen (ab dem 14.10.) zeigen wir als besonderes Highlight unsere groß angelegte Ausstellung von James Rosenquist „Painting as Immersion oder das Eintauchen ins Bild“ (ab dem 18.11.). Mit der Überblicksschau von James Rosenquist (1933–2017) werden die Werke dieses bedeutenden Künstlers der amerikanischen Pop Art erstmals ausführlich im Kontext ihrer kulturellen, sozialen und politischen Dimension vorgestellt.

Yilmaz Dziewior, Direktor des Museum Ludwig

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Jacopo Tintoretto, Die Bekehrung des Saulus, 1538/39, Öl auf Leinwand, 152,4 × 236,2 cm Foto: National Gallery of Art, Samuel, H. Kress Collection, Washington

Als erstes Museum starten wir im Herbst den internationalen Reigen von hochkarätigen Ausstellungen zum 500. Geburtstag des Malergenies Jacopo Tintoretto. In unser großen Sonderschau „Tintoretto – A Star was Born“ (6.10.2017 – 28.1.2018) widmen wir uns erstmals dem hinreißenden Frühwerk des italienischen Meisters, der zu den produktivsten und einflussreichsten Künstlern aller Zeiten gehört. Dafür holen wir zahlreiche kostbare Leihgaben aus den wichtigsten Museen der Welt an den Rhein. Unsere Ausstellung bietet den Besuchern aber nicht nur faszinierende Werke des jungen, malwütigen Tintoretto, sondern überrascht sie auch mit brandneuen Forschungsergebnissen.

Marcus Dekiert, Direktor Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Volksbühne am Rudolfplatz

Pension Schöller Foto: Pamy Mediaproductions / L. Hunziker

In der Volksbühne am Rudolfplatz starten wir am 29. August mit einer großartigen Produktion in die neue Spielzeit: Pension Schöller. Als ich die Inszenierung der Pamy GmbH in der Schweiz gesehen habe, wollte ich sie direkt nach Köln holen! Denn das Lustspiel von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby sprüht nur so vor Irrwitz und sich rasant überschlagender Pointen. Ein Garant für zwei Stunden voller Lacher. Termine: 29. August bis 3. September 2017.

Axel Molinski, Programmleitung

studiobühneköln

Nur Noch Utopien sind realistisch Foto: Nathan Ishar / Pramudiya – www.PRAMUDIYA.com

In der studiobühneköln eröffnen wir unsere Spielzeit mit der neuen Produktion „Nur Noch Utopien sind realistisch“ von Daniel Schüßler und seinem ANALOGTHEATER, mit denen wir bereits seit 2011 eng zusammenarbeiten. Das Ergebnis sind stets genreübergreifende Grenzgänge, ästhetisch und inhaltlich eigensinnig, überbordend, herausfordernd. Schüßler und sein Team sind nie scheu, aktuellste Themen anzupacken und in Theaterabende mit Wucht und Wirkung zu gießen. Nun begeben sie sich auf eine intime Reise hin zu den großen gesellschaftlichen und persönlichen Utopien, die JETZT angegangen werden müssen! Gleich zu Beginn der Spielzeit sicherlich ein Highlight der Saison!

Tim Mrosek, Dramaturgie

Kölnisches Stadtmuseum: „Konrad der Große“

Kölner Zeitgenossen, Wachsfarbengemälde von Heinrich Hoerle, 1932. Dargestellte Personen
(v.l.): Willi Ostermann, Konrad Adenauer, Trude Alex(-Hoerle), Hein Domgörgen und Heinrich Hoerle selbst Kölnisches Stadtmuseum/Foto: Rheinisches Bildarchiv, Wolfgang F. Meier

Bis zum 19. November 2017 zeigt das Kölnische Stadtmuseum „Konrad der Große. Die Adenauerzeit in Köln 1917–1933“. Mit außergewöhnlichen Objekten, Fotografien, Kunstwerken und Filmausschnitten lässt die Ausstellung eine besondere Epoche der Kölner Stadtgeschichte wiederauferstehen. Es ist eine Zeit, in der sich die politischen Verhältnisse, aber auch das Stadtbild gravierend veränderten. Neuanfänge prägten auch die Kunst: Köln wurde zu einem Zentrum der Dadaisten, hier wirkten progressive Künstler wie Max Ernst oder Marta Hegemann. Eine sehenswerte Ausstellung – und eine berührende Zeitreise!

Wibke Becker, Museumsmarketing

Kunstmuseum Villa Zanders

Drei Freunde, Köln-Rodenkirchen, 1972. Von links: Manfred Boecker, Rainer Gross, Wolfgang Niedecken Foto: Privat

Mit einem ganz besonderen Ausstellungsprogramm, Aktionen und Open-Air-Veranstaltungen feiert das in der Gründerzeitvilla der Papierfabrikanten Zanders residierende Kunstmuseum sein 25-jähriges Jubiläum. Über die Sommermonate umfasst die Ausstellung „Freunde treffen sich – revisited“ mit Manfred Boecker, Rainer Gross und Wolfgang Niedecken die gesamte Ausstellungsfläche (rund 1.000 qm). Die nachfolgenden Ausstellungen widmen sich Mary Bauermeister als Meisterin der Rauminstallation und Landschaftsgestaltung sowie Reinhold Koehler als Protagonist des Prinzips der Décollage in bildender Kunst und Lyrik. Alle Termine unter www.villa-zanders.de

Dr. Petra Oelschlägel, Kuratorin

Museum für Angewandte Kunst Köln – MAKK

Schattentheaterfigur, Peking, 1886 Foto: TWS

Das MAKK versammelt als einziges Museum seiner Art in NRW das gesamte Spektrum des europäischen Kunsthandwerks vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. Die Design-Abteilung genießt sogar europaweit Alleinstellung – nur hier wird „Kunst + Design im Dialog” innerhalb einer Dauerausstellung präsentiert. Freien Eintritt in unsere Sammlungen und kostenlose Designführungen bietet das MAKK am 19. und 20. August, bevor die Design-Sammlung wegen Sanierungsarbeiten für circa sechs Monate schließt. Parallel dazu startet am 19. August die Sonderausstellung IM SPIELRAUSCH und entführt in die Welt des Spielens.

Christine Drabe, PR und Kommunikation MAKK

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur

Die Gruppenausstellung, die auf einer internationalen Kooperation mehrerer Institutionen beruht, zeigt vor allem junge, zeitgenössische künstlerische Positionen. Der größte Teil der Werke ist für diese Präsentation exklusiv entstanden. Verbindendes Thema ist Michelangelo Antonionis bedeutender Film „Il deserto rosso“, den er 1964 in der Industrieregion um Ravenna gedreht hat. Bis heute ist der Film insbesondere durch seine außergewöhnliche Farbsetzung für Photographen, Künstler und Filmschaffende von großer Inspiration – was auch die aktuelle Ausstellung spannungsreich vor Augen führt.

Gabriele Conrath-Scholl und Claudia Schubert, Kuratorinnen der Photographischen Sammlung/ SK Stiftung Kultur

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