Ausgabe November 2017

Noch mehr Theater!

Foto: TAS

Köln hat eine Theaterszene, deren Vielfalt ihresgleichen sucht. Dazu gehören neben den städtischen Bühnen, auch die vielen freien Häuser die, trotz ihrer oft angespannten Finanzlage, Highlights setzen. Im zweiten und letzten Teil unserer Übersicht stellen wir, neben weiteren Theatern in der Innenstadt, Adressen in Ehrenfeld, Sülz und auf der „Schäl Sick“ vor.

Ehrenfeld
Kölner Künstler Theater

Foto: KKT

Nachdem die KKT-Gründer Dr. Ruht und Georg zum Kley schon in den beengten Räumlichkeiten an der Stammstraße Beachtliches auf die Beine stellten, wurde 2013 ein neues Kapitel aufgeschlagen. Im Neubaugebiet am Grünen Weg bezog das Theater ein großzügiges, barrierefreies Domizil. Auf dem Spielplan stehen vorwiegend Kinderstücke. Hin und wieder gibt es aber auch ausgewählte Gastspiele für Erwachsene. Der Schwerpunkt liegt auf Puppentheater.

INFO: Grüner Weg 5 (Ehrenfeld), Tel. 510 76 86, www.k-k-t.de

artheater

Eigentlich ist das artheater kein typisches Theaterhaus, sondern eine Party-Location mit integrierter Bühne. Auf dieser findet allerdings jeden Montag Kölns vielleicht erfolgreichste Mixed-Show aller Zeiten statt: Auch nach fast zehn Jahren ist „Kunst gegen Bares“ allwöchentlich restlos ausverkauft. Darüber hinaus zeigt das artheater ausgewählte Gastspiele, und einmal im Monat öffnet das Bonner Springmaus-Ensemble auf der Ehrenfelder Bühne sein „Improlabor“.

INFO: Ehrenfeldgürtel 127 (Ehrenfeld), Tel. 550 99 60, www.artheater.de

Urania Theater

Am 7.11. ist Köln wieder um ein Theater reicher. Dann wird das zuletzt von der Bühne der Kulturen genutzte Haus mit einem Festakt eröffnet. Unter dem Namen Urania Theater gab es im Viertel schon einmal eine Spielstätte, an deren Tradition das Ensemble Phoenix als neuer Betreiber anknüpfen will. So wird das Haus nicht nur zum zweiten Standbein des bisher überwiegend als Tourneetheater tätigen Ensembles. Gastspiele internationaler Gruppen und unterschiedlicher Sparten bestimmen ebenso das Programm.

INFO: Platenstr. 32 (Ehrenfeld), www.uraniatheater.de

Sülz
studiobühneköln

Als ältestes deutsches Universitätstheater (1920 gegründet), logiert die studiobühneköln in angemessener räumlicher Nähe zur Hochschule: Schon seit mehreren Jahrzehnten dient die Alte Mensa dem Theater als Domizil. Da ist es nur konsequent, auch auf dem Spielplan unter dem Label „UniBühne“ regelmäßig studentische Produktionen zu zeigen. Ansonsten wird der Spielplan von Gastspielen freier Gruppen und zahlreichen Festivals beherrscht.

INFO: Universitättstr. 16a (Sülz), Tel. 470 45 13, www.studiobuehnekoeln.de

Rechtsrheinisch
Cassiopeia Bühne

Foto: Udo Mierke

Die Anzahl der Bühnen, die die Schäl Sick zu bieten hat, ist begrenzt, dafür ist aber jedes Haus für sich ein absolutes Unikat. Das Cassiopeia Bühne etwa hat sich auf hochwertiges Kindertheater spezialisiert. Das Repertoire reicht von Angeboten für „Theaterstarter“ ab 2 Jahren bis hin zu Stücken für Jugendliche, die sich mit politischen und gesellschaftlichen Fragen beschäftigen. Vereinzelt stehen auch Lesungen und Stücke für Erwachsene auf dem Spielplan.

INFO: Bergisch Gladbacher Str. 499- 501 (Dellbrück), Tel. 937 87 87, www.cassiopeia-buehne.de

raum13

Das Gelände war einst Standort der Deutz AG, wo vor rund 150 Jahren der Otto-Motor entwickelt wurde. In den einstigen Bürogebäuden und auf dem Gelände findet man noch vieles, was an glorreiche Zeiten und wirtschaftlichen Aufschwung erinnert. Bevor die Industriebrache neuem Wohnraum weichen muss, beschwören die Köpfe von raum 13, Anja Kolacek und Marc Leßle, den Geist des Ortes regelmäßig mit Performances, theatralen Führungen und Aktionen herauf.

INFO: Deutz-Mülheimer Str. 147-149 (Deutz), Tel. 423 21 85, www.raum13.com

tanzfaktur

Es wäre zu kurz gegriffen, einfach von einem Tanztheater zu sprechen. So werden etwa Step-, Ballett- und Breakdance- Kurse für alle Interessierten angeboten. Darüber hinaus werden die Räume regelmäßig freien Ensembles für Tanzresidenzen samt anschließender Ergebnispräsentation angeboten. Highlights sind die Gastspiele namhafter Künstler und Choreografen, wie der DIN A13 Company oder Reut Shemesh.

INFO: Siegburger Str. 233w (Poll), Tel. 22 20 05 83, www.tanzfaktur.eu

Restliche Innenstadt
Klüngelpütz

Foto: Klüngelpütz

Hausherrin Marina Barth steht an vielen Abenden persönlich auf der Bühne und präsentiert eines ihrer selbstgeschriebenen und -produzierten Programme. Des weiteren ist das Haus eine erste Adresse für Lesungen. Neben der monatlichen Show „Rock and Read“ gibt es dieses Jahr auch Lesungen aus Barths historischem Roman „Lumpenball“, der im Umfeld des Hänneschen- Theaters spielt und auf wahren Tatsachen basiert.

INFO: Gertrudenstr. 24 (Innenstadt), Tel. 01520-444 33 68, www.kluengelpuetz.de

Theater Tiefrot

Bevor er 2002 ein eigenes Theater eröffnete, war Volker Lippmann ein gut beschäftigter Darsteller in Fernsehfilmen und -serien. Auch im Theater Tiefrot steht er in vielen Produktionen auf der Bühne, führt aber auch Regie. Sein Haus versteht er als „gesellschaftlich engagiertes Literaturtheater“, auf die Bühne kommt Modernes und Klassisches, Komisches und Politisches. Dafür gab es schon einige Theaterpreis-Nominierungen.

INFO: Dagobertstr. 32 (Neustadt Nord), Tel. 460 09 11, www.theater-tiefrot.de

Kabarett A-Z

Betreiber und Namensgeber sind Corinne Walter und Frank Zollner, die seit 1989 gemeinsam auf der Bühne stehen. Ihr 2008 eröffnetes Theater hat nur rund 40 Plätze und präsentiert damit „Klein-Kunst“ im besten Wortsinn. Am 21.10. steht mit „Der literarische Sexshop“ die nächste Premiere an. Außer den Gastgebern tritt regelmäßig Frank Meyer auf, ein Meister des Literaturkabaretts.

INFO: Krefelder Str. 26 (Neustadt Nord), Tel. 27 75 89 98, www.kabarett-a-z.de

theater im hof

Der Name ist Programm: Von der Straße aus muss man zuerst eine Hofeinfahrt durchqueren, an deren Ende man das Theater findet. Aufmachung und Ausstattung sind recht einfach, aber gerade das hat Charme. Der Programmschwerpunkt hat sich mit der Zeit immer stärker Richtung Kindertheater entwickelt. Hin und wieder gibt es aber auch Abendvorstellungen: zumeist Gastspiele, vereinzelt aber auch Eigenproduktionen.

INFO: Roonstr. 54 (Zülpicher Viertel), Tel. 01577-646 25 18

Theater Der Keller

Gegründet wurde das Theater 1955 in einem ehemaligen Luftschutzbunker. 1974 wurde es schließlich heimisch in der Südstadt. Die Nachricht, dass das TDK 2018 Privatwohnungen weichen muss, kam für viele Kölner überraschend. Intendant Heinz Simon Keller und sein Team kündigten aber bereits an, auch weiterhin gesellschaftlich und politisch relevantes Theater machen zu wollen. Über einen Spielort werde bereits verhandelt.

INFO: Kleingedankstr. 6 (Südstadt), Tel. 0221-27 22 09 90, www.theater-der-keller.de

Theater am Sachsenring

In der vergangenen Spielzeit konnte das Haus auf 30 Jahre zurückblicken – mit Unterbrechungen: 2009 musste es aufgrund gekürzter Fördergelder vorübergehend schließen. Kurze Zeit später aber kehrten die Betreiber Joe Knipp und Hannelore Honnen zurück und führen das Theater inzwischen erfolgreich, ganz ohne Subventionen. Gezeigt werden moderne und ältere Theaterklassiker, eigene Stücke, Komödien und die „Zinnober“-Konzertreihe.

INFO: Sachsenring 3 (Südstadt), Tel. 31 50 15, www.theater-am-sachsenring.de

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