Vom 27. November 2026 bis zum 3. Januar 2027 schlägt der Kölner Weihnachtscircus wieder sein blau-weißes Palastzelt auf dem Deutzer Messeparkplatz unter der Zoobrücke auf. In seiner elften Spielzeit zeigt die Produktion 63 Vorstellungen mit mehr als 60 Artistinnen und Artisten aus verschiedenen Ländern. Hinter den Kulissen arbeiten rund 250 Menschen an der Umsetzung – von Artistik, Musik und Tanz bis zu Technik, Kostüm und Choreografie.
Produziert wird der Weihnachtscircus erneut von Katja und Ilja Smitt. Das Familienunternehmen bereitet die neue Ausgabe über das Jahr hinweg vor und stellt dabei ein Programm zusammen, das klassische Zirkusdisziplinen, moderne Inszenierung und internationale Beiträge verbindet. Die einzelnen Nummern sollen nicht isoliert stehen, sondern durch Musik, Licht, Kostüme und Übergänge zu einem zusammenhängenden Abend werden.
Ein Programm mit internationaler Besetzung
Seit der ersten Spielzeit 2015 hat sich der Kölner Weihnachtscircus zu einer festen Größe im Kölner Veranstaltungskalender entwickelt. Nach Angaben der Veranstalter werden in der kommenden Saison mehr als 100.000 Besucherinnen und Besucher erwartet. Für die elfte Ausgabe wurden erneut preisgekrönte Artistinnen und Artisten, etablierte Ensembles und junge Talente eingeladen.
Im Mittelpunkt steht eine Mischung aus Akrobatik, Comedy, Illusion, Musik, Tanz und Tiernummern. Viele Darbietungen werden speziell für Köln eingerichtet oder in das Gesamtkonzept der Produktion eingebunden. Dazu gehören eigens komponierte Musik, auf die Nummern abgestimmte Kostüme und Choreografien, die den Ablauf des Abends strukturieren.
César Dias – der Clown der elften Ausgabe
Eine zentrale Rolle übernimmt in diesem Jahr César Dias. Der portugiesische Clown, Comedy-Künstler und Entertainer stammt aus einer Zirkusfamilie in vierter Generation und wurde beim Internationalen Zirkusfestival von Monte-Carlo mit dem Bronzenen Clown ausgezeichnet. Aktuell ist er zudem beim amerikanischen Fernsehformat „America’s Got Talent“ zu sehen.
Im Kölner Weihnachtscircus verbindet Dias die einzelnen Programmpunkte miteinander. Seine Auftritte setzen auf Mimik, Musik, Humor und direkte Interaktion mit dem Publikum. Damit übernimmt er nicht nur klassische Clown-Elemente, sondern prägt auch den Rhythmus des Abends.
Duo Kvas – Hand-auf-Hand-Akrobatik aus der Ukraine
Mit dem Duo Kvas kehren Vladimir Kostenko und Anton Savchenko aus der Ukraine nach Köln zurück. Bereits 2023 waren sie im Weihnachtscircus zu sehen. Ihre Darbietung basiert auf Hand-auf-Hand-Akrobatik und anspruchsvollen Balanceelementen. Besonders markant ist eine Kopf-auf-Kopf-Balance, bei der die beiden Artisten ohne das übliche Schutzpolster arbeiten.
Auch das Duo Kvas wurde beim Internationalen Zirkusfestival von Monte-Carlo mit dem Bronzenen Clown ausgezeichnet. Die Nummer lebt von Körperkontrolle, Kraft und gegenseitigem Vertrauen – Eigenschaften, die in der Partnerakrobatik entscheidend sind.
Foto: domsecher@free.fr
Peter Valence
Peter Valance – Großillusionen in der Manege
Für den Bereich Magie und Illusion steht Peter Valance in der neuen Produktion. Der Berliner Illusionist verbindet klassische Großillusionen mit choreografierten Abläufen und einer auf die Manege zugeschnittenen Präsentation. Für Köln entsteht eine eigene Inszenierung, die auf den Raum und das übrige Programm abgestimmt wird.
Valance arbeitet dafür mit dem französischen Regisseur und Choreografen Vincent Vignaud zusammen, der bereits in früheren Ausgaben des Kölner Weihnachtscircus beteiligt war. Begleitet wird der Illusionist von sechs Assistentinnen. Geplant ist unter anderem eine große Illusion hoch über der Manege, bei der Technik, Bewegung und Bildwirkung ineinandergreifen.
Ballet on the Shoulders – Akrobatik und Ballett
Erstmals außerhalb Chinas tritt das Duo Ballet on the Shoulders auf. Die Darbietung verbindet chinesische Partnerakrobatik mit Elementen des klassischen Balletts. Die Artistin zeigt Choreografien in Spitzenschuhen auf den Schultern und auf dem Kopf ihres Partners.
Die Nummer arbeitet mit dem Kontrast aus Kraft, Balance und tänzerischer Leichtigkeit. Jede Bewegung ist auf die eigens komponierte Musik abgestimmt. So entsteht eine Darbietung, die weniger auf Tempo als auf Präzision und kontrollierte Übergänge setzt.
João Godinho – Solotrapez unter der Zirkuskuppel
João Godinho aus Portugal ist mit einer Solotrapez-Nummer vertreten. Auch er wurde 2026 beim Internationalen Zirkusfestival von Monte-Carlo mit dem Bronzenen Clown ausgezeichnet. Seine Darbietung verbindet akrobatische Technik mit einer ruhigen, erzählerischen Gestaltung.
Begleitet wird die Nummer von Musik, die Katja Smitt eigens für diesen Auftritt komponiert hat. Godinhos Beitrag gehört zu den stilleren Momenten der Produktion und setzt auf Ausdruck, Körperspannung und reduzierte Inszenierung unter der Zirkuskuppel.
Aus aller Welt in die Kölner Manege
Die elfte Ausgabe des Kölner Weihnachtscircus bringt Ensembles und Einzelkünstlerinnen und -künstler aus mehreren Ländern zusammen. Das Duo Celestia aus Burjatien, einer russischen Republik an der Grenze zur Mongolei, feiert in Köln seine internationale Premiere. Die beiden Artistinnen wurden in Peking und Moskau ausgebildet und verbinden Luftakrobatik mit Einflüssen aus russischer Zirkustradition und ihrer burjatischen Herkunft.
Aus der Mongolei reisen gleich zwei Gruppen an. Die 14 Mitglieder von Mongolian Teeterboard zeigen Schleuderbrett-Akrobatik in einer Inszenierung, die auf mongolische Musik, Kostüme und Bewegungsbilder Bezug nimmt. Die Gruppe Caduceus präsentiert Kontorsion – eine Kunstform, die Beweglichkeit, Kraft und Körperkontrolle verlangt. Für die Kölner Fassung werden Kostüme aus Großbritannien und eigens komponierte Musik aus den Niederlanden eingesetzt.
Das Jonglage-Kollektiv Luxor unter der Leitung von Rustem Galeev verbindet Jonglage mit akrobatischen Elementen. Die Nummer führt das Spiel mit Bällen, Keulen und Ringen bis in größere Höhen unter der Kuppel. Luxor wurde beim World Juggling Festival ausgezeichnet.
Mit der Double Russian Swing ist zudem eine klassische Hochleistungsnummer im Programm. Fünf Akrobaten aus Russland, der Ukraine, Armenien und Kasachstan arbeiten an großen Schaukeln und zeigen Sprünge, Salti und Schrauben, die präzise aufgefangen werden müssen. Die Nummer steht für eine Form der Akrobatik, bei der Timing und Verlässlichkeit im Ensemble zentral sind.
Weitere Programmpunkte kommen unter anderem von fünf russischen Reck-Artisten sowie von zwei Brüdern mit einer Rola-Bola-Nummer. Dabei balancieren die Artisten auf einem Brett über einem Zylinder und verbinden Gleichgewichtstechnik mit tänzerischen Elementen.
Auch Leonid Beljakov ist erneut Teil der Produktion. Der Artist war bereits mehrfach beim Kölner Weihnachtscircus zu Gast und tritt mit seinen Hunden auf. Seine Nummer setzt auf Komik, Timing und ein Zusammenspiel zwischen Mensch und Tier, das besonders beim Familienpublikum gut ankommt.
Ein Abend für Familien, Gruppen und Firmen
Der Kölner Weihnachtscircus richtet sich an ein breites Publikum. Die Mischung aus Artistik, Musik, Comedy, Tanz und visueller Gestaltung macht die Vorstellungen sowohl für Familien als auch für Gruppen oder Firmenfeiern interessant. Neben großen akrobatischen Bildern stehen ruhigere Momente, humorvolle Zwischenspiele und musikalisch geprägte Szenen.
Die Produktion versteht sich dabei nicht als reine Nummernshow. Musik, Kostüme, Licht und Choreografie sollen die einzelnen Auftritte miteinander verbinden und dem Abend eine durchgehende Form geben. So entsteht ein Programm, das verschiedene Zirkustraditionen aufnimmt und zugleich zeitgemäß inszeniert.
Musikkompositionen und Kostümkreationen
Ein wichtiger Bestandteil des Kölner Weihnachtscircus ist die Gestaltung der einzelnen Nummern. Für viele Szenen werden eigene Musikstücke komponiert, die auf Tempo, Charakter und Dramaturgie der jeweiligen Darbietung abgestimmt sind. Auch die Kostüme entstehen speziell für die Produktion und werden von einer Designerin in London entworfen.
Hinzu kommen Licht, Tanzszenen und Übergänge, die den Abend strukturieren. Diese Elemente sollen die Artistik nicht überlagern, sondern sie unterstützen und atmosphärisch einordnen.
Für ausgewählte Vorstellungen gibt es zudem Partnertage: Bei allen Mittwochs- und Donnerstagsvorstellungen bis zum 18. Dezember gilt nach Angaben der Veranstalter das Angebot „zwei Tickets zum Preis von einem“, solange entsprechende Kontingente verfügbar sind.
Kölner Weihnachtscircus, 27.11.2026 bis 03.01.2027, Palastzelt an der Zoobrücke, Deutzer Messeparkplatz, Köln, Tickets ab 19,50 Euro, koelner-weihnachtscircus.de

