Das Festival SHALOM-MUSIK.KOELN, das vom 1.-10. September unter dem Motto „Zuhören“ Musik mit jüdischen Bezügen aller Zeiten und Genres in ganz Köln präsentiert, präsentiert - zusätzlich zum Hauptprogramm - am Sonntag, 6. September ganztags den Langen Tag mit Jüdischer Musik mit mehr als 50 Kurzkonzerten von 40+ internationalen Musikerinnen und Musikern bei freiem Eintritt. Der Lange Tag ist ein Fest für Köln, mit dem die Veranstalter erneut ein Zeichen für Zusammenhalt, für Begegnung und gegen Antisemitismus setzen wollen.
Das Programm für den Langen Tag mit Jüdischer Musik am 06.09. ist jetzt hier veröffentlicht! Freuen Sie sich auf ein beispiellos üppiges Programm von Alter Musik und Klassik, von Klezmer und Folk bis zu Jazz und Avantgarde. Alle sind eingeladen, für den Einlass gilt „first come, first serve“. Alle Programme dauern max. 20 Minuten, so dass alle die Möglichkeit haben, mehrere Konzerte an unterschiedlichen Orten zu erleben:
KÖLNISCHES STADTMUSEUM
Stolperstein-Spaziergang
Geführter Rundgang: Auf einer ca. 5 Kilometer langen Strecke verbinden wir das Gedenken an ehemalige jüdische DAV-Mitglieder mit sechs Kurzkonzerten.
CHAG SAMEACH
ST. MARIA IN DER KUPFERGASSE
Festliche Glockenklänge: Carillonspieler Christian Michel nimmt uns mit auf eine musikalische Reise durch weltweite jüdische Festtagstraditionen.
Von T’hilim zu T’hillot
ST. MARIA IN DER KUPFERGASSE
Spiritueller Dialog: Kantorin Jalda Rebling und Ars Choralis Coeln verbinden hebräische Psalmgesänge mit christlichen Vertonungen zum Mitsingen.
Songs as Prayers, Prayers as Songs
ANTONITERKIRCHE
Eine berührende Liederauswahl von jüdischer Kultur bis Pop – ausdrücklich zum Mitsingen. Mit Reggie Harris: Singer-Songwriter, Rabbi Jonathan Kligler, Robert Bard: Kontrabass
Passt nicht ins Programm
SENFTÖPFCHEN-THEATER
Emotionales Kabarett mit Harfe, feinem Humor und bittersüßer Melancholie von Tucholsky bis Cohen.
Erinnerung an Don Jaffé
ANTONITERKIRCHE
Das Trio Seramonica interpretiert das bewegende musikalische Werk des Komponisten Don Jaffé.
LAMENT
C. BECHSTEIN-CENTRUM
Die Uraufführung von Gilad Hochmans „LAMENT“ zum 7. Oktober im Dialog mit Beethoven. Mit Bar Zemach – Schofar & Horn und Jascha Nemtsov – Klavier
Oj, hab ich gelacht!
BELGISCHES HAUS
Kantor Roman Grinberg verbindet jiddischen Humor und jüdische Musiktradition mit Wiener Schmäh.
FUGA
EL-DE-HAUS
Zeitgenössische Resonanz: Flötist Roy Amotz und Netta Weiser lassen Neue Musik mit historischen Archivaufnahmen verschmelzen.
Eisnacht
SANCTA CLARA KELLER Stilistische Vielfalt des 20. Jahrhunderts: Pia Viola Buchert und Tatjana Dravenau präsentieren 100 Jahre jüdisches Liedgut.
Song Of A Girl
MAKK
Vertonte Poesie: Anna Margolina verbindet zeitlose Lyrik über Liebe und Identität mit einem modernen Mix aus Jazz, Folk und Soul.
GROUND
LITERATURHAUS
Musikalische Zeitreise: Die Cembalistin Tamar Halperin verbindet Werke von Bach und Buxtehude mit zeitgenössischen Einflüssen.
ORGEL IN DER SYNAGOGE
BASILIKA ST. APOSTELN
Sakrale jüdische Orgelmusik: Jakub Steffek präsentiert eine beeindruckende Auswahl romantischer Werke aus der Tradition der Synagogenorgel.
THE KLEZMER TUNES
CONSILIUM
Spielfreudige musikalische Weltreise: Das Kölner Ensemble „The Klezmer Tunes“ verbindet traditionelle Klänge mit Csárdás, Polka und Jazz.
JERUSALEM AUS PALISANDER
BAPTISTERIUM AM KÖLNER DOM
Klezmer trifft Bach: Marimbaphon-Virtuose Alex Jacobowitz verbindet klassische Werke mit jüdischer Folklore für gegenseitiges Verständnis.
AUSKLANG MIT ORGEL & SCHOFAR
KÖLNER DOM
Dialog der Traditionen: Dom-Organist Winfried Bönig und Bar Zemach (Schofar & Horn) beschließen den Langen Tag mit einem tiefgründigen Konzert.
Zum Ablauf: Das Auftaktkonzert in der Synagoge, das Carillonkonzert und das Abschlusskonzert im Kölner Dom finden nur einmal statt, alle weiteren Veranstaltungen finden mehrmals statt. Alle Zeiten findet man auf der Website und im Flyer, der in Kürze auf der Website zum Download zur Verfügung steht und in der Stadt ausliegen wird. Alle Gäste werden gebeten, sich in der jeweils ersten Spielstätte ein Festivalbändchen zu besorgen. Damit weist man sich als Teilnehmer:in der Veranstaltungen aus und erleichtert den Veranstalter den Überblick, vor allem an den Spielorten in den verschiedenen Museen.
Kurz nach dem Festival beginnt Rosch ha-Schana, das jüdische Neujahrsfest – eine Zeit des Innehaltens, des Zurückblickens und des Neuanfangs. Der Klang des Schofars ruft dazu auf, genau hinzuhören und genau dazu lädt auch das Festival ein, das neben einem randvollen Musikprogramm ein Fest der Begegnung feiert und u.a. auch eine Einladung zum gemeinsamen Schabbatfeiern beim Open Shabbat am Freitag, 4.9. in der Antoniterkirche ausspricht.