Vergangene Woche feierte „SERIENKILLER – Die True Crime Ausstellung“ Deutschland-Premiere in der Oskar-Jäger-Str. 99 in Köln-Ehrenfeld. Ergänzend zur Ausstellung findet mit den „True Crime Live Sessions“ in der benachbarten Halle C ein spannendes und informatives Programm statt für alle True Crime Fans, die noch tiefer in die Materie eintauchen wollen. Die ersten Termine stehen bereits fest:
11.06.2026, 20:30 – 22:15 Uhr (inkl. Pause): „Die Wahrheit auf dem Tisch - Aus dem Leben einer Rechtsmedizinerin“, Referentin: Sarah Stockhausen | Fachärztin für Rechtsmedizin
Sarah Stockhausen gewährt einen faszinierenden Einblick in die Realität ihres Berufsalltags. Zwischen Leichenschauen, Obduktionen, Spurensicherung am Tatort und akribischer Arbeit, nicht nur am Schreibtisch, berichtet sie von spannenden Fakten, überraschenden Details und den oft schmalen Grenzen zwischen Leben, Tod und Verbrechen. Eine packende Live-Session für alle, die tiefer in die Welt der Rechtsmedizin eintauchen wollen.
Altersfreigabe: FSK 16
25.06.2026, 20:00 – 22:15 Uhr (inkl. Pause): „Jeffrey Dahmer – Täterprofil, Verhaltensmuster und kriminalpsychologische Einordnung“, Referenten: Carsten Schütte | Fallanalytiker und Krimiautor & Dr. Thorsten Sueße | Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin, Gerichtsgutachter, Krimiautor
Dr. Thorsten Sueße und Carsten Schütte beleuchten die Entwicklung von Jeffrey Dahmer, der kurz nach seinem 18. Geburtstag seinen ersten Mord beging und über 13 Jahre lang insgesamt 17 Männer tötete. Die Referenten zeigen aus ihren jeweiligen Fachrichtungen auf, wie komplex menschliches Verhalten sein kann und verdeutlichen das Erfordernis einer differenzierten Analyse und Notwendigkeit, mehrere interdisziplinäre Perspektiven in die Ermittlungen einzubeziehen. Schlussendlich wagen sie die Prognose, ob derartige Täter über einen solchen Zeitraum auch in Deutschland unentdeckt blieben.
Altersfreigabe: FSK 16
26.06.2026, 20:30 – 22:15 Uhr (inkl. Pause): „Warum töten Menschen? – Tätertypologien aus Sicht eines Psychiaters“, Referent: Dr. Thorsten Sueße | Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin, Gerichtsgutachter, Krimiautor
Dr. Thorsten Sueße hat eine Vielzahl von Gewalttätern und auch Mördern begutachtet und stellt verschiedene Tätertypen und Erklärungsmodelle für Tötungsdelikte vor. Dr. Sueße erklärt, welche psychischen Störungen häufig Ursachen von Tötungsdelikten sein können, geht auf Gefährlichkeitsprognosen und Rückfallprävention ein und klärt über die Frage auf, ob sich Frauen und Männer bei der Art des Tötens unterscheiden.
Altersfreigabe: FSK 16
03.07.2026, 20:30 – 22:15 Uhr (inkl. Pause): „Affektdelikte, Serienmorde und Amokläufe – Wenn Emotionen und Extremismus töten“, Referent: Dr. Thorsten Sueße | Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin, Gerichtsgutachter, Krimiautor
Dr. Thorsten Sueße hat in seiner Zeit als Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin Gutachten zur Schuldfähigkeit von Gewalttätern erstellt und sämtliche Facetten von Tötungsdelikten samt den psychischen Hintergründen kennengelernt. Seine Schilderungen aus authentischen Fällen sind abendfüllend. Lassen Sie sich diesen lebendigen Fachvortrag nicht entgehen.
Altersfreigabe: FSK 16
08.07.2026, 20:30 – 22:15 Uhr (inkl. Pause): „Tatort, SOKO, CSI & Co - True Crime, Dramaturgie gegen Realität“, Referent: Alfred Riepertinger | Oberpräparator a.D. am Institut für Pathologie München Klinik Schwabing, Koryphäe für Einbalsamierung und plastische Rekonstruktion
Was ist der Unterschied zwischen Pathologie und Rechtsmedizin? Dies wird im Film immer wieder verwechselt. Woran erkennt man eine vitale oder nach dem Tod gesetzte Stichverletzung, Bruchbilder am Schädel bei Sturz- oder Schlagverletzungen? Dies und vieles mehr bekommt das Auditorium im Vortrag zu sehen. Ein Powerpoint-Vortrag mit vielen Originalbildern (nichts für schwache Nerven) von Alfred Riepertinger, der als Oberpräparator am Institut für Pathologie München unzählige, vor allem auf unnatürliche Weise ums Leben gekommene Verstorbene zum Zweck einer Abschiednahme hergerichtet hat, darunter auch einige Opfer von Tötungsdelikten, z.B. Rudolph Moshammer. Da im großen Sektionssaal des Instituts sehr viele Szenen für Fernsehkrimis "Tatort", "Der Alte", "Die Chefin", Aktenzeichen XY - ungelöst und der Eberhofer-Kinofilme, nach den Romanen von Rita Falk, gedreht wurden, kann Riepertinger hier gut die Unterschiede zwischen Fiktion und Wirklichkeit erklären und über gravierende Abweichungen zwischen Film und Wirklichkeit erzählen.
Altersfreigabe: FSK 16
17.07.2026, 20:30 – 22:15 Uhr (inkl. Pause): „Herausforderungen Cold Cases – Chancen und Grenzen“, Referent: Carsten Schütte | Fallanalytiker & Krimiautor
Wie alt müssen ungeklärte Fälle eigentlich sein, um zu „Cold Cases“ zu werden? Wer bearbeitet diese Fälle, die Jahre oder gar Jahrzehnte zurückliegen und solange nicht aufgeklärt werden konnten. Gibt es dazu gar eine neue Entwicklung einer neuen, optimierten Herangehensweise? Carsten Schütte klärt über die Mythen dieser Cold Cases auf und beschreibt den enormen Arbeitsaufwand, den engagierte KollegInnen oft erfolgreich auf sich nehmen, um den TäterInnen stets das Signal zu geben: „Irgendwann kriegen wir euch!“
Altersfreigabe: FSK 16
31.07.2026, 20:00 – 22:15 Uhr (inkl. Pause): „Der Fall Fritz Honka: Die fallanalytische und rechtsmedizinische Perspektive“ Referentin: Sarah Stockhausen | Fachärztin für Rechtsmedizin & Carsten Schütte | Fallanalytiker & Krimiautor
Ein vierfacher Frauenmörder blieb Jahre unerkannt. Wie suchte er seine Opfer aus? Was waren seine Motive und wie konnte er letztendlich ermittelt werden? Honka zerteilte seine Opfer, wobei er Leichenteile in seiner Wohnung beließ und auch außerhalb seiner Wohnung ablegte. Was sind die Herausforderungen solcher Täterhandlungen und wie wären heute die Chancen, solche Täter eher zu ermitteln? Sarah Stockhausen und Carsten Schütte betrachten diese Taten nicht nur aus rechtsmedizinischer und fallanalytischer Perspektive, sondern erläutern auch die Kooperation untereinander in derartigen Fällen.
Altersfreigabe: FSK 16
23.09.2026, 20:30 – 22:15 Uhr (inkl. Pause): „Thomas Kundt: Mord, Maden, Tragödien – Tatortreiniger hautnah“ Referent: Thomas Kundt I Tatortreiniger & Desinfektor
Thomas Kundt öffnet die Türen zu den wahren Horrorgeschichten von nebenan. Als wohl bekanntester Tatortreiniger & Desinfektor Deutschlands hat Thomas Kundt schon einiges gesehen: Blut, Maden und Leichenreste überall – die Tragödien der Toten gehen immer unter die Haut. Es gibt unzählige Todesursachen und selbstverständlich gehören auch Kriminalfälle zu dem blutigen Arbeitsalltag des Tatortreinigers und nirgendwo sonst werden die Abgründe des Verbrechens so greifbar wie am Ort des Geschehens. Thomas Kundt hat bei zahlreichen tragischen Ereignissen die Kehrseite der Realität miterlebt. Auf seiner Tour teilt er einen echten Blick auf unvorstellbare Leichenfundorte, hinter denen aufwühlende Geschichten mit schaurigen Details stehen.
Altersfreigabe: FSK 18
Das Ticket berechtigt nur zur Teilnahme an der True Crime Live Session, nicht zum Besuch der Ausstellung. Weitere Termine für die Monate August bis Oktober sind bereits in Vorbereitung.
Weitere Informationen und Tickets unter www.serienkillerausstellung.com