Foto v.l.n.r: Christoph de Vries, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, Claudia Hessel, Vorstandsvorsitzende Kölner Forum für Kultur in Dialog e.V., Ulrike Neukamm, stellv. Vorsitzende Kölner Forum für Kultur in Dialog e.V., Andrea Lindholz, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, MdB
Große Auszeichnung für SHALOM-MUSIK.KOELN: Das Kölner Forum für Kultur im Dialog e.V. ist für sein Festival mit dem Ehrenamtspreis für jüdisches Leben in Deutschland 2026 ausgezeichnet worden. Der Preis wurde am Mittwochabend, 2. September, in Berlin verliehen.
Ausgezeichnet wurde SHALOM-MUSIK.KOELN in der Kategorie ohne Altersbeschränkung. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Die sechsköpfige Jury hatte unter dem Vorsitz des damaligen Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus, Dr. Felix Klein, über die Bewerbungen entschieden. Die Entscheidung für die Preisträger fiel einstimmig.
Gewürdigt wurde das Engagement des Kölner Forums unter anderem von Andrea Lindholz, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, und Christoph de Vries, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern. Beide überreichten anschließend gemeinsam die Auszeichnung an das Kölner Forum für Kultur im Dialog. Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, gehörte ebenfalls zu den Rednern des Abends.
„Für uns ist diese Auszeichnung eine große Ehre und zugleich eine Bestätigung unserer Arbeit“, sagt Claudia Hessel, Vorsitzende des Kölner Forums für Kultur im Dialog und Intendantin von SHALOM-MUSIK.KOELN. „Wir möchten jüdisches Leben nicht nur erklären, sondern erlebbar machen. Musik schafft Begegnungen, sie weckt Neugier und bringt Menschen zusammen, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären. Gerade in diesen Zeiten ist das wichtiger denn je.“
SHALOM-MUSIK.KOELN wurde 2021 vom Kölner Forum für Kultur im Dialog ins Leben gerufen. Das Festival präsentiert jüdische Musik in ihrer großen Vielfalt – von jahrhundertealten Traditionen über jiddische Lieder und Klezmer bis zu Jazz, Klassik und zeitgenössischen Kompositionen. Im Mittelpunkt stehen dabei immer auch die Begegnung mit jüdischen Künstlerinnen und Künstlern sowie der Dialog mit dem Publikum.
In der Begründung für die Preisvergabe würdigte die Jury insbesondere, dass es dem Projekt auf eindrucksvolle Weise gelinge, jüdisches Leben im öffentlichen Raum für alle erfahrbar zu machen. Mit seinem vielfältigen kulturellen Angebot erreiche der Verein ein breites Publikum und erziele unter Einbindung jüdischer Institutionen eine nachhaltige Wirkung.
Die Auszeichnung fällt mitten in das diesjährige Festival: SHALOM-MUSIK.KOELN findet noch bis zum 10. September 2026 statt. Unter dem Leitmotiv „ZUHÖREN“ wird Köln zehn Tage lang zur Bühne für jüdische Musik und Kultur. Bereits das Eröffnungskonzert am 1. September in der Flora war ausverkauft und wurde vom Publikum mit großer Begeisterung aufgenommen.
„Dass wir mitten in unserem Festival nach Berlin fahren durften, um diesen Preis entgegenzunehmen, war für uns ein ganz besonderer Moment“, sagt Ulrike Neukamm, Künstlerische Leiterin von SHALOM-MUSIK.KOELN. „Wir verstehen die Auszeichnung aber auch als Auftrag: weiterzumachen, jüdische Kultur sichtbar zu machen und immer wieder neue Räume für Begegnung zu schaffen.“
Das Kölner Forum für Kultur im Dialog dankt allen Künstlerinnen und Künstlern, Partnern, Förderern, Unterstützern und den zahlreichen ehrenamtlich Engagierten, ohne die SHALOM-MUSIK.KOELN nicht möglich wäre.
Über SHALOM-MUSIK.KOELN
SHALOM-MUSIK.KOELN ist ein Festival des Kölner Forums für Kultur im Dialog e.V. Es macht die Vielfalt jüdischer Musikkultur in Köln hörbar und bringt jüdische und nichtjüdische Künstlerinnen und Künstler sowie ein breites Publikum miteinander in Kontakt. Das Festival 2026 findet vom 1. bis 10. September unter dem Leitmotiv „ZUHÖREN“ statt.